Monthly Archives: February 2014

Abgebrochen – Eyre Price: Road Kill

(c) Heyne Hardcore

(c) Heyne Hardcore

Ähnlich wie Nicole von My Crime Time (“Krimigehäckseltes”) führe ich jetzt auch eine neue Kategorie ein: Abgebrochen. Vorweg will ich aber betonen, dass das bei mir sehr selten vorkommt. Wenn ich ein Buch lese, dann normalerweise auch zu Ende. Allerdings stellt sich auch bei mir immer öfter das Gefühl ein, mit gewissen Büchern Zeit zu vergeuden. Stattdessen könnte ich ja etwas Besseres lesen (und ich habe seitdem vier Bücher gelesen, die mich tatsächlich sehr begeistert haben – dazu hier in Kürze mehr).

Bei “Road Kill” von Eyre Price hatte ich leider das Gefühl, meine Zeit zu vertun. Dabei will ich dem Buch nicht einmal vorwerfen, dass es schlecht ist. Sehr witzig finde ich zum Beispiel, dass “Road Kill” einen eigenen Soundtrack hat. Das ist insofern fein, zumal der Hauptfigur eine CD mit seltsamen Blues-Songs in die Hände fällt. Diese Songs weisen einen Weg quer durch die USA und zu Geld. Und das liest sich durchaus unterhaltsam. Aber…

Warum habe ich das Buch also abgebrochen?

  1. Ich kann eindimensionale, sadistische Killer, die einfach nur fies und superböse sind, nicht ausstehen. Das hat mir John Harts sehr gelungenes “Das eiserne Haus” auch kurzzeitig ziemlich vermiest.
  2. Die Geschichte wirkt im ersten Moment witzig und außergewöhnlich. Beim Lesen kam sie mir aber zunehmend an den Haaren herbeigezogen vor.
  3. Ich habe ein anderes Buch zu lesen angefangen, das mich einfach mehr gefesselt hat. Danach wollte ich “Road Kill” einfach nicht mehr weiterlesen.

Ich gebe zu: Vielleicht hätte der Autor noch die Kurve gekriegt und mich überzeugt. Das ist mir schon öfters (auch nach 300-400 Seiten) passiert und ist ja der Hauptgrund, warum ich angefangene Bücher in der Regel fertiglese. Tja, aber diesmal ist es mir einfach egal – und soll der Schluss noch so genial sein.

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George V. Higgins: Die Freunde von Eddie Coyle

(c) Verlag Antje Kunstmann

(c) Verlag Antje Kunstmann

“Der beste Krimi, der je geschrieben wurde”, urteilte Krimialtmeister Elmore Leonard über “Die Freunde von Eddie Coyle”. Darüber lässt sich streiten. Streiten lässt sich jedoch nicht über die Qualität der Kriminalromane von George V. Higgins. War das im September des Vorjahrs erschienene “Ich töte lieber sanft” der ideale Einstieg in die Bostoner Unterwelt der 1970er Jahre, so zeigt sich Higgins bei Eddie Coyle in der Hochblüte seines Schaffens. 90 Prozent der Bücher des “Balzac von Boston” sind Dialoge. Davon haben zweifellos Leonard, aber auch Quentin Tarantino und die Macher der TV-Serie “The Wire” gelernt.

Ich kann in diesem Zusammenhang den umfassenden Text von Alf Mayer bei culturmag dringend empfehlen. Wer etwas zu dem Buch und Higgins wissen will, wird dort alles erfahren. Es war vor allem eines, das Leonard von Higgins lernte, wie er in der Krimianthologie “Books to Die For” (die ich auch jedem ans Herz legen kann) schreibt: „Wie man ohne Zeit zu verlieren einfach in eine Szene geht und sich nicht damit aufhält, die Umstände und die Personen vorab zu beschreiben oder wie sie aussehen. Mit anderen Worten, den Leser vom Fleck weg zu fesseln. Und ich begriff auch dass Kriminelle wie ganz gewöhnliche Menschen sind, mit ziemlich den gleichen Sorgen wie wir alle.“

Und genau das ist die Stärke der Bücher von Higgins. Seine Figuren sprechen wie du und ich. Da geht es um Verbrechen, zwischendurch wird aber über die Zusammensetzung eines Sandwichs sinniert. Das klingt mitunter banal, ist aber unglaublich authentisch. Seine Kriminellen halten sich mitunter für superschlau – meist ist das aber ihr größter und nicht selten auch ihr letzter Fehler.

Mein Text soll mit einem der berühmtesten Kriminalromanfänge – dem Anfang von “Die Freunde von Eddie Coyle” natürlich – schließen: „Jackie Brown war sechsundzwanzig und verzog keine Miene, als er sagte, er könne ein paar Waffen besorgen.“ Und mit einem zusätzlichen Hinweis: Lesen!

8 von 10 Punkten

George V. Higgins: “Die Freunde von Eddie Coyle”, übersetzt von Dirk van Gunsteren, 190 Seiten, Verlag Antje Kunstmann.

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Garry Disher: Dirty Old Town

(c) pulp master

(c) pulp master

Es ist schon Jahre her, dass ich den australischen Krimiautor Garry Disher zuerst begeistert für mich entdeckt habe (“Gier”) und dann doch wieder etwas enttäuscht (“Dreck”) die Finger von ihm gelassen habe. Die Hauptfigur war beide Male dieselbe: Wyatt. Nicht nur das Fehlen eines Vornamens verbindet ihn mit einer der größten Kultfiguren der modernen Kriminalgeschichte: Parker (erfunden von Richard Stark). Wyatt könnte der australische Zwillingsbruder von Parker sein.

Nun ist der siebente Teil der Wyatt-Serie (Disher hat das Buch 13 Jahre nach dem sechsten Teil geschrieben) erschienen und ich wollte es wieder wissen: Habe ich mich nach einem schwächeren Buch (vielleicht war ich damals auch einfach nicht in der richtigen Stimmung) täuschen lassen?

Die Antwort: Ja. Mit “Dirty Old Town” hat mich Disher vollkommen überzeugt. Wyatt ist ein Krimineller, der nach einem gewissen Ehrenkodex lebt – und das in einer Welt, in der es keine Ganovenehre gibt. Jeder legt jeden aufs Kreuz, wenn es ihm zum Vorteil gereicht. Wyatt ist so etwas wie ein Dinosaurier – oder ein Relikt aus vergangenen Zeiten.

“In seiner Welt war man auf Rache aus, wenn man aufs Kreuz gelegt worden war. Man übte sie kaltblütig aus und setzte stets einen Schlusspunkt damit. Es war eine Angelegenheit, die erledigt werden musste, mehr nicht. Kamen Gefühle ins Spiel, konnte alles den Bach runtergehen.”

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Wyatt ist kein Guter, der auf der falschen Seite des Gesetzes steht. Er lebt nach seinen eigenen Wertvorstellungen. Wyatt ist ein wortkarger Einzelgänger (nach dem Motto: “words are very unnecessary, they can only do harm”; sorry ich stehe noch unter Einfluss des Depeche-Mode-Konzerts vor einer Woche in Wien – das war jetzt zu verlockend!), der skrupellos seine Interessen verfolgt. Und die schöne neue Technologiewelt hat ihm seinen Beruf (genauso würde es Wyatt wohl empfinden) als Kriminellen nicht gerade leichter gemacht.

Disher hat einen wunderbar altmodischen Krimi geschrieben, der zudem eine Hommage an Starks Figur Parker ist. Da spielt etwa eine Lydia Stark eine wichtige Rolle, einmal nimmt Wyatt die Identität eines Mannes mit dem Namen Parker an und dann gibt es da den Westlake-Gebäudekomplex (Donald E. Westlake war ein Pseudonym von Richard Stark). Ein Lesevergnügen. Um es mit den Worten von Elmar Krekeler zu sagen: “Lest Disher. Punkt.”

8 von 10 Punkten

Garry Disher: “Dirty Old Town”, übersetzt von Ango Laina und Angelika Müller, 322 Seiten, pulp masters.

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Don Winslow: Vergeltung

(c) Suhrkamp

(c) Suhrkamp

So jetzt habe ich es wieder einmal geschafft. Ich stehe mit meiner Meinung ziemlich einsam da. Die ganzen namhaften Krimiexperten haben “Vergeltung” regelrecht zerrissen und mit Leidenschaft in seine Einzelteile zerlegt. Tobias Gohlis vergleicht Winslows Roman in seinem Blog mit einem Landserheft, ebenso übrigens wie auch Thomas Wörtche in culturmag. Und Elmar Krekeler schreibt in seiner Kolumne davon, dass sich der momentan beste Thrillerautor mit seiner “Waffenhändlerprosa” selbst k.o. schlägt. Ich schätze die drei Herren ganz besonders, sehe das aber anders. Aber wenigstens gibt es da noch Marcus Müntefering von Spiegel Online und Krimi-Welt, der dem Buch einiges Positives abgewinnen kann.

Gleich vorab: Ich verstehe die Kritik prinzipiell. Denn man kann das Buch als eindimensionales, völlig misslungenes, hurrapatriotisches, gewaltverherrlichendes und zweifelhaftes Hohelied an soldatische Kameradschaft und das Söldnertum lesen. Als brutale Rachegeschichte für Männer. Man kann es aber auch anders lesen, wie ich in meinem “Presse”-Artikel “Hurrapatriotismus vom Krimigott?” darzulegen versucht habe.

Auf die Gefahr hin, als Verharmloser von Gewalt gebrandmarkt zu werden: Ich glaube, man sollte das Buch nicht zu ernst nehmen und mit etwas mehr Gelassenheit betrachten. Winslow wollte sich offenbar wieder einmal neu erfinden und etwas ganz anderes schreiben. Bislang ist er damit gut gefahren und hat Meisterwerke geschaffen, die jegliche Genregrenzen sprengen (“Tage der Toten”, “Zeit des Zorns”, “Kings of Cool”). Nun hat er erstmals seit langem einen Thriller geschrieben, der keine Maßstäbe setzt. Vielleicht wollte er einfach mal ein wenig konventionell sein. Und ja, vielleicht ging es ihm dabei auch um Geld. Na und? Besser einmal danebenhauen, als immer das Gleiche zu schreiben, wie das die meisten Krimiautoren tun.

Es tut mir leid, aber ich kann in Winslow noch immer keinen Blut- und Boden-Romantiker erkennen – und dieser Vorwurf liegt in der Luft. Wobei ich zugeben muss, dass auch ich mich bei einiges Szenen schwer gewundert habe (vor allem bei der Hinrichtungsszene). Wer sein bisheriges Werk heranzieht, kann das nicht ernstlich behaupten. Sollten seine künftigen Bücher nur mehr in diesem Stil vom Stapel laufen, bin ich allerdings gern bereit meine Meinung zu ändern.

Ein Buchtipp in diesem Zusammenhang: Vor vielen Jahren hat mich Kyle Mills mit seinem Buch “Die letzte Mission” schwer überzeugt. Das Thema ist sehr ähnlich angelegt und wird besser abgehandelt – sorry Don!

6 von 10 Punkten

Don Winslow: “Vergeltung”, übersetzt von Conny Lösch, 491 Seiten, Suhrkamp.

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Krimis, die man 2014 lesen sollte (II)

(c) Rowohlt Polaris

(c) Rowohlt Polaris

Der Februar ist ein wirklich starker Monat, zumindest was die Krimineuerscheinungen betrifft. Lauren Beukes Zeitreise-Thriller “Shining Girls” (1. Februar) habe ich zwar bereits in meinem vorigen Beitrag “Fünf Krimis, auf die ich 2014 am meisten gespannt bin” genannt, will ich bei den Monats-Highlights aber nicht unter den Tisch fallen lassen.

(c) liebeskind

(c) liebeskind

Aber schnell weiter zu einem weiteren Buch, das zweifellos das Potential hat, eines der Higlights des Jahres zu werden. Daniel Woodrell hat zuletzt mit “Winters Knochen” und “Der Tod von Sweet Mister” viel Lob von der Kritik geerntet. Ich habe ihn bei einer Lesung gesehen und war von der Bescheidenheit dieses Mannes überwältigt. Nun legt er nach. Woodrell entführt uns mit seinem Buch “In Almas Augen” (10. Februar) in das Jahr 1929 an den Schauplatz Missouri. In einer Kleinstadt sterben 42 Menschen bei einer nächtlichen Explosion bei einer Tanzveranstaltung. Die Ursache wird nie wirklich geklärt. Vierzig Jahre später will nun die titelgebende Alma die Wahrheit wissen. Klingt nach einem absoluten Lese-Muss und ist fix auf meiner Lese-Liste eingeplant.

(c) liebeskind

(c) liebeskind

Und es ist kaum zu glauben, dass der Verlag liebeskind neben Woodrell mit einem weiteren Buch in den Läden geht, das ein unvergessliches Krimierlebnis bieten könnte. Der preisgekrönte Brite David Peace schreibt in “GB 84” (10. Februar) über das titelgebende Jahr 1984 in Großbritannien. Das Land befindet sich zu diesem Zeitpunkt im Ausnahmezustand. Die Grenzen zwischen Politik und Verbrechen verschwimmen zunehmend. Es wird mein erstes Buch von David Peace sein, an dem sich die Krimigeister zu scheiden scheinen. Entweder liebt oder hasst man ihn. Mal sehen, wo ich mich einreihen kann.

(c) Knaur

(c) Knaur

Tja, Urban Waites “Wüste der Toten” (3. Februar) klingt nach einem klassischen, harten Krimi. Im Verlagstext steht: Rays Leben ist nicht besonders gut gelaufen. Vor zehn Jahren hatte er eine Frau, einen kleinen Sohn und eine Zukunft. Jetzt hat er nichts mehr. Auch nicht zu verlieren. Einen letzten Job für seinen Boss, einen Drogenbaron, muss er noch erledigen. In Coronado, einem Kaff in der Wüste von New Mexico, das schon bessere Tage gesehen hat. Aber zehn Jahre sind eine verdammt lange Zeit, die Spielregeln haben sich geändert. Als der Coup daneben geht, begreift Ray schnell, dass sein Leben auf Messers Schneide steht …

(c) List

(c) List

Weniger hart, aber umso komischer dürfte es in Eoin Colfers “Hinterher ist man noch immer tot” (28. Februar) zugehen. Dan McEvoy, der irische Gangster mit Haarimplantat, der schon in “Der Tod ist ein bleibender Schaden” auf die Leser losgelassen wurde, kehrt zurück.

Alles in allem ein wunderbares Menü, das die Vielfalt des Genres zeigt. Da ist für jeden etwas dabei.

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Fünf Krimis, auf die ich 2014 am meisten gespannt bin

Ich kann es nicht verhehlen: Ich mag Listen! Darum will ich hier auch kurz jene fünf heuer erscheinenden Krimis vorstellen, auf die ich aus heutiger Sicht mordsmäßig (ich weiß, das ist platt!) gespannt bin.

(c) Rowohlt Polaris

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Lauren Beukes: “Shining Girl” (seit 1. Februar)

Harper Curtis lebt in Chicago zur Zeit der Großen Depression auf der Straße. Er ist kaltblütig, hochgefährlich, von Wahnvorstellungen getrieben. Er will das Licht der «Shining Girls», gemeint sind hübsche Tänzerinnen, für immer auslöschen. Da findet er einen Schlüssel zu einem Portal und reist von nun an durch die Zeit, um zu töten. Er hinterlässt am Tatort Dinge, die noch nicht oder nicht mehr existieren. Als eines seiner Opfer überlebt, beginnt es, den Killer durch die Zeit zu jagen. Das kann Schrott sein – oder genial.

(c) dtv premium

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Lyndsay Faye: “Der Teufel von New York” (1. März)

Und noch eine Zeitreise: Diesmal in das New York des Jahres 1845. Die gerade gegründete Polizei der Stadt ist ein zusammengewürfelter Haufen von Schlägertypen und seltsamen Vögeln. Eines Tages läuft dem Polizisten Timothy Wilde ein völlig verstörtes kleines Mädchen in die Arme – bekleidet mit einem blutdurchtränkten Nachthemd. Kurz darauf findet Timothy auf einem entlegenen Gelände neunzehn Kinderleichen… Der Krimi von Lyndsay Faye dürfte auch politische Hintergründe beleuchten, was diesem Krimi einen besonderen Reiz verleiht.

(c) Heyne Hardcore

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Adam Sternbergh: “Spademan” (3. März)

Ein Krimi mit futuristischen und apokalyptischen Zügen. Eine zweite große Terrorwelle am Times Square hat New York City lahm gelegt, heißt es im Verlagstext. Und weiter: “Die Stadt ist verlassen, nur einige Reiche verharren in ihren Hochhauslofts und leben in einer Art digitaler Fantasiewelt, wo sie von schönen heilen Welten träumen. Doch inmitten der ausgebombten Stadt gibt es einzelne Menschen, die geblieben sind. Einer davon ist der Spademan, ein ehemaliger Müllmann, der sich jetzt als eiskalter Auftragskiller über Wasser hält.” Hier gilt dasselbe wie für Beukes. Das kann Müll (und wieder konnte ich nicht widerstehen ;-)) sein – oder genial.

(c) Fischer Taschenbuch

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Malcolm MacKay: “Der unvermeidliche Tod des Lewis Winter” (27. März)

Schotte Nummer eins. “Die bedeutendste neue Stimme in der schottischen Spannung! Authentisch, stilsicher, ein moderner Raymond Chandler”, schreibt der Scotsman. Der Untertitel im Original sagt jedenfalls schon viel aus. “It’s hard to kill a man well”. Der Verlag schreibt dazu: “Es ist schwer, einen Mann gut zu töten. Leute, die es machen, wissen das. Leute, die es schlecht machen, finden es heraus. Auf die harte Tour. Und die harte Tour hat Folgen.” Kann da überhaupt noch etwas schiefgehen?

(c) Knaur

(c) Knaur

Howard Linskey: “Gangland” (1. Juli)

Schotte Nummer zwei. Linskey ist einer der Gründe, warum ich schottische Krimis momentan so liebe. Sein Vorgänger “Crime Machine” war für mich 2012 unter den Top-3-Krimis. “Mit ‘Crime Machine’ liefert Autor Howard Linskey einen harten Thriller erster Güte, der sich souverän innerhalb der Grenzen des Genres bewegt”, habe ich damals geschrieben. “Linskey schafft es scheinbar mühelos, einen harten Gangsterroman zu schreiben, der mit Dramatik, Witz und Gewalt nicht geizt und gleichzeitig in der Lage ist, über sich selbst zu reflektieren”, urteilte krimicouch.de. In “Gangland” kehrt nun der Newcastler Gangster David Blake zurück.

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KrimiZeit-Bestenliste Februar: Ein Abgleich

(c) Ullstein

(c) Ullstein

Diesmal melde ich mich mit meinem allmonatlichen KrimiZeit-Abgleich ein wenig verspätet. In meinem Ski-Urlaub bin ich zwar zum Lesen gekommen – Computer und sonstige elektronische Geräte habe ich aber nicht nur wegen stundenlanger Stromausfälle gemieden.

Tja, der Spionage-Altmeister John le Carré ist mit “Empfindliche Wahrheit” vom Spitzenrang nicht zu verdrängen. Ich werde sein neuestes Buch aber wohl trotzdem nicht lesen. Ich habe im Moment keine rechte Lust darauf. Dennis Lehane rückt mit “In der Nacht” auf Platz zwei vor, da wäre meine Prognose aus dem Dezember ja doch noch fast wahr geworden. Damals hatte ich prophezeit, dass er die Liste im Jänner anführen wird.

Fein finde ich den Einstieg von Jan Costin Wagner mit “Tage des letzten Schnees”. Ich habe den Krimi heute geliefert bekommen und bin schon sehr gespannt.

Und dann wieder einmal ein Lob an die KrimiZeit-Jury. Auf Gary Victors “Schweinezeiten” wäre ich wohl nie gestoßen. Dieser Haiti-Krimi klingt nach einer außergewöhnlichen Lesekost.

Über Garry Dishers “Dirt Old Town” werde ich hier in Kürze endlich etwas schreiben. Zu meinem Entsetzen habe ich gerade gesehen, dass ich das bereits vor einem Monat angekündigt habe. Entschuldigung dafür!

Die Liste im Überblick:

  1. John Le Carré: “Empfindliche Wahrheit” (3)
  2. Dennis Lehane: “In der Nacht” (3)
  3. Jesper Stein: “Unruhe” (9)
  4. Friedrich Ani: M” (2)
  5. Martin Cruz Smith: “Tatjana” (4)
  6. Zoe Beck: “Brixton Hill” (8)
  7. Jan Costin Wagner: “Tage des letzten Schnees” (-)
  8. Gary Civtor: Schweinezeiten (-)
  9. Garry Disher: “Dirty Old Town” (5)
  10. Uta-Maria Heim: “Wem sonst als dir” (-)

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