Category Archives: Krimi-Bestenliste

Das wichtigste monatliche Krimi-Ranking

Krimi-Bestenliste Juni: Ein Abgleich

(c) Litradukt

Die Krimi-Bestenliste im Juni bringt drei Neueinstiege, von denen zwei ziemlich spät kommen. Sowohl Tom Boumans “Auf der Jagd” als auch Adrian McKintys “Rain Dogs” sind schon seit Anfang Februar auf dem Markt. Über “Rain Dogs” und den Autor McKinty habe ich hier zuletzt ausführlich geschrieben.

Tom Boumans Buch habe ich vor Wochen zu lesen begonnen. Nach rund 80 Seiten habe ich es dann abgebrochen – gar nicht geplant, sondern weil vermutlich ein anderes Buch dazwischen kam, dass es zu besprechen galt. Danach habe ich die Lektüre nicht mehr aufgenommen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass das Gelesene schlecht war, aber es hat mich auch nicht wirklich gefesselt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt noch mal weiterlese.

Zu Neueinstieg Nummer drei: Monika Geiers “Alles so hell da vorn” steht fix auf meinem Leseplan. Aber jetzt kommt zuerst einmal Don Winslows “Corruption” an die Reihe. Die Vorfreude ist groß!

Mit “Rain Dogs”, “Geld ist nicht genug” (Besprechung demnächst) und “Der Block” habe ich also drei Bücher der aktuellen Liste gelesen.

“Eine kurze Geschichte von sieben Morden” juckt mich weiterhin sehr, wenn das Buch bloß nicht so dick wäre. Aber vielleicht ist das die perfekte Urlaubslektüre.

Die Liste im Überblick:

1. Gary Victor: Suff und Sühne (1)
2. Tom Bouman: Auf der Jagd (-)
3. Wallace Stroby: Geld ist nicht genug (4)
4. Carol O´Connell: Es geschah im Dunkeln (6)
5. James Rayburn: Sie werden dich finden (5)
6. Candice Fox: Fall (3)
7. Adrian McKinty: Rain Dogs (-)
8. Jérôme Leroy: Der Block (2)
9. Monika Geier: Alles so hell da vorn (-)
10. Marlon James: Eine kurze Geschichte von sieben Morden (7)

Leave a comment

Filed under Krimi-Bestenliste

Krimi-Bestenliste im Mai: Ein Abgleich

(c) Litradukt

Haiti ist von der Krimilandkarte nicht mehr wegzudenken, Gary Victor sei Dank. Ich konnte mich bereits mit “Soro” von den Qualitäten des Autors überzeugen. Nun liegt also “Suff und Sühne” vor und ich denke, auch hier wird Victor nicht enttäuschen. Besonders begeistert hat mich, wie dicht man auf wenigen Seiten schreiben kann. Hatte der Vorgänger 144 Seiten, sind es diesmal 160. Aber davon wird bestimmt jede sehr intensiv sein.

Worum es geht? Der Verlag schreibt: Inspektor Dieuswalwe Azémar hat keine Wahl: Will er nicht aus dem Polizeidienst entlassen werden, muss er sich der Entziehungskur unterziehen, die sein neuer Vorgesetzter ihm verordnet hat. Der Entzug wird zu einem Gang durch die Hölle. Ausgerechnet in diesem geschwächten Zustand wird Azémar in ein Komplott hineingezogen, das sein Leben und das seiner Tochter bedroht. Die Spur führt zur MINUSTAH, der UN-Mission in Haiti.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Jérôme Leroys Polit-Roman “Der Block” habe ich kürzlich besprochen. Von Candice Fox lasse ich seit ihrem Trilogie-Auftakt “Hades” die Finger. Das war meine große Enttäuschung des Vorjahres. Dennoch will ich im Oktober unbedingt “Crimson Lake” lesen, den Auftakt zu einer weiteren Serie. Dass Fox talentiert ist, daran gibt es ja keinen Zweifel.

Wallace Strobys zweiten Teil rund um Crissa Stone, “Geld ist nicht genug”, lese ich gerade. Der erste Teil, “Kalter Schuss ins Herz”, war schon gut. Teil zwei kann da mithalten und vielleicht sogar noch ein Schäufelchen drauflegen. Bald kann ich davon mehr berichten.

Von den restlichen Neueinsteigern interessiert mich Marina Heibs “Drei Meter unter Null” am meisten. In der Buchhandlung hatte ich dieses Buch schon angesichts seiner typischen Psychothriller-Aufmachung ausgeschlossen …

Die Liste im Überblick:

1. Gary Victor: Suff und Sühne (-)
2. Jérôme Leroy: Der Block (1)
3.Candice Fox: Fall (-)
4. Wallace Stroby : Geld ist nicht genug (2)
5. James Rayburn: Sie werden dich finden (-)
6. Carol O´Connell: Es geschah im Dunklen (-)
7. Marlon James: Eine kurze Geschichte von sieben Morden (3)
8. Marina Heib: Drei Meter unter Null (-)
9. Denis Johnson: Die lachenden Ungeheuer (10)
10. Reginald Hill: Die letzte Stunde naht (5)

Leave a comment

Filed under Krimi-Bestenliste

Krimi-Bestenliste April: Ein Abgleich

(c) Nautilus

Nachdem mich die Krimi-Bestenliste im März ein wenig skeptisch werden ließ, beruhigt mich der April wieder einigermaßen. Hier sind also doch noch Genre-Krimis zu Hause. Besonders freut mich dabei der Einzug von Wallace Stroby (Platz zwei) und Reginald Hill (Platz fünf). Stroby ist ohnehin Pflicht für mich.

Fein finde ich es auch, dass Marlon James hier Platz findet, obwohl das meinem Wunsch nach klassicher Krimikost widersprechen mag. Aber wie gesagt: Ich mag ja grundsätzlich Kriminalliteratur, die Genregrenzen auslotet. Bloß die März-Liste war mir in ihrer Gesamtheit einfach zu weit weg vom Genre. “Eine kurze Geschichte von sieben Morden” ist bloß sooo lang (864 Seiten), ich weiß nicht, ob ich da nicht lieber zwei, drei andere Krimis lese (Stroby und Hill etwa).

Oder auch die neue Nummer eins, “Der Block” – das klingt schon sehr interessant: “Rechtsradikalismus authentique”, schreibt die Bestenlisten-Jury.

Wie auch immer: Der Frühling ist Krimi-Zeit (wie der Sommer, Herbst und Winter übrigens auch ;-)).

Die Liste im Überblick:
1. Jérôme Leroy – Der Block (4)
2. Wallace Stroby – Geld ist nicht genug (-)
3. Marlon James – Eine kurze Geschichte von sieben Morden (-)
4. Jerome Charyn – Winterwarnung (2)
5. Reginald Hill – Die letzte Stunde naht (-)
6. Graeme Macrae Burnet – Sein blutiges Projekt (3)
7. Peter May – Moorbruch (9)
8. Max Annas – Illegal (7)
9. Kanae Minato – Geständnisse (-)
10. Denis Johnson – Die lachenden Ungeheuer (1)

1 Comment

Filed under Krimi-Bestenliste

Krimi-Bestenliste im März: Ein Abgleich

(c) Rowohlt

Die neue Krimi-Bestenliste hat mich auf den ersten Blick diesmal ein wenig enttäuscht. Was sich da finden lässt, fällt großteils nur bei sehr großzügiger Auslegung in die Kategorie Krimi. Damit habe ich grundsätzlich kein Problem, denn ich bin ein Suchender, der gern abseits der ausgetretenen Krimipfade wandelt. Und natürlich gibt mir die Liste auch diesmal Hilfe. Auf “Sein blutiges Projekt” oder “Der Block” wäre ich sonst wohl nie gestoßen.

Aber ein wenig beschleicht mich die Befürchtung, dass ein Krimi künftig möglichst wenig Krimi sein soll, um es auf die Liste zu schaffen. Das fände ich schade. Ein guter Krimi ohne eindeutige politische Botschaften oder literarische Ansprüche? Das scheint es momentan offenbar nicht zu geben, zumindest wenn man der Krimi-Bestenliste glaubt. Ich vermute, dass jedes Buch auf der Liste einzeln betrachtet durchaus herausragend ist, aber kurzzeitig habe ich mir schon gedacht: Wo bin ich hier jetzt eigentlich gelandet?

Offenbar bin ich doch ein konservativerer Krimileser, als ich bisher dachte. Klassische Krimis sind diesmal in der Minderzahl, darum will ich extra darauf hinweisen: “Gefrorener Schrei”, “Sea Detective – Ein Grab in den Wellen”, “Die Straße ins Dunkel” und “Moorbruch”. Das letztgenannte Buch habe ich schon gelesen und kann es jedem ans Herz legen.

Die Liste im Überblick:

1. Denis Johnson: Die lachenden Ungeheuer (-)
2. Jerome Charyn: Winterwarnung (2)
3. Graeme Macrae Burnet: Sein blutiges Projekt (-)
4. Jérôme Leroy: Der Block (-)
5. Tana French: Gefrorener Schrei (1)
6. Mark Douglas-Home: Sea Detective – Ein Grab in den Wellen (9)
7. Max Annas: Illegal (-)
8. Paul Mendelson: Die Straße ins Dunkel (3)
9. Peter May: Moorbruch (-)
10. Federico Axat: Mysterium (-)

4 Comments

Filed under Krimi-Bestenliste, Uncategorized

Krimi-Bestenliste im Februar: Ein Abgleich

(c) Scherz

(c) Scherz

Die aktuelle Krimibestenliste bringt gleich sechs Neueinstiege und aus meiner persönlichen Sicht endlich auch wieder einmal mehr Lese-Übereinstimmungen als zuletzt. Ich habe hier bereits Jerome Charyns “Winterwarnung”, Liza Codys “Miss Terry”“Der anatolische Panther” von Andrè Pilz und Bernhard Aichners “Totenrausch” besprochen. Und in der Lektüre von Joe Ides außergewöhnlichem Kriminalroman stecke ich gerade!

Pilz hatte ich auf der Krimiliste sehr vermisst, umso mehr freut mich seine Berücksichtigung – noch dazu auf dem tollen fünften Platz. Vielleicht denkt die Jury ja auch noch über Horst Eckert (“Wolfsspinne”) nach, der meiner Meinung nach noch immer schwer unterschätzt wird.

“Der Vergewaltiger” von Les Edgerton ist jedenfalls auch fix eingeplant, obwohl ich jetzt schon weiß, dass das keine einfache Lektüre wird. Der Titel sagt eigentlich schon alles. Aber ich habe beschlossen, kein Pulp Master-Buch mehr auszulassen. Leser, die nur Rätselkrimis lieben, sollten davon definitiv die Finger lassen.

Ich wiederhole mich vermutlich: Aber auch diese Liste zeigt wunderbar, wie vielseitig das Krimi-Genre ist. Simple Wohlfühl-Krimis sind allerdings wieder einmal keine dabei.

Die Liste im Überblick:

1. Tana French: Gefrorener Schrei (4)
2. Jerome Charyn: Winterwarnung (-)
3. Paul Mendelson: Die Straße ins Dunkel (-)
4. Liza Cody: Miss Terry (2)
5. André Pilz: Der anatolische Panther (-)
6. Bernhard Aichner: Totenrausch (-)
7. Patrick McGinley: Bogmail (1)
8. Joe Ide: IQ (6)
9. Mark Douglas-Home: Sea Detective (-)
10. Les Edgerton: Der Vergewaltiger (-)

2 Comments

Filed under Krimi-Bestenliste

Krimibestenliste seit Januar in neuem Gewand: Ein Abgleich

(c) Steidl Verlag

(c) Steidl Verlag

Die KrimiZeit-Bestenliste ist tot! Die Krimibestenliste (ab sofort zu finden unter faz.net/krimibestenliste) lebt! Ab sofort arbeitet die Krimi-Jury nicht mehr mit der “Zeit” zusammen, sondern mit der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung” und “Deutschlandradio Kultur”. Grundsätzlich ändert sich nichts, 19 Krimi-Experten unter Federführung von Tobias Gohlis wählen in bewährter Manier die besten Kriminalromane des Monats. Sehr fein, dass dieses Projekt weiterlebt.

“Bogmail”, die neue Nummer eins, wurde im Original bereits 1978 geschrieben und hat den vielsagenden Beititel “Roman mit Mörder”. Angeblich geht es um Sinn und Nutzen des Mordens – das ist doch mal eine Ansage! Vom Steidl-Verlag habe ich bisher noch gar nichts gehört, immer fein, wenn neue Verlage im Krimibereich mitmischen.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Liza Codys “Miss Terry” und Malla Nunns “Zeit der Finsternis” habe ich unter meine Lieblingskrimis 2016 gewählt. Joe Ides “IQ” drängt sich mir nun erneut auf, nachdem ich diesen Krimi fast übersehen hätte. Wie mir das passieren konnte, wo doch Conny Lösch Übersetzerin und Thomas Wörtche Herausgeber ist… Das Buch hat es daher bereits in mein Regal geschafft, auch weil Adrian McKinty das Buch am Rückentext empfiehlt.

Tana Frenchs “Gefrorener Schrei” klingt spannend, ist mir aber in diesem Fall zu dick, da lese ich lieber zwei Bücher. Und von Volker Kutscher habe ich mir nun “Der nasse Fisch”, den Auftakt zu seiner Gereon-Rath-Reihe besorgt – ich will das der Reihe nach angehen.

Die Liste im Überblick:

1. Patrick McGinley: Bogmail (Neueinstieg)
2. Liza Cody: Miss Terry
3. Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht
4. Tana French: Gefrorener Schrei (Neu)
5. Malla Nunn: Zeit der Finsternis
6. Joe Ide: IQ (Neu)
7. Peter Temple: Die Schuld vergangener Tage
8. Rosamund Lupton: Lautlose Nacht (Neu)
9. Nicola Lagioia: Eiskalter Süden (Neu)
10. Volker Kutscher: Lunapark (Neu)

Leave a comment

Filed under Krimi-Bestenliste

KrimiZeit-Jahresbestenliste 2016: Ein Abgleich

(c) Unionsverlag

(c) Unionsverlag

Seit einer Woche ist die KrimiZeit-Jahresbestenliste 2016 da. Meine davon gelesenen Bücher können sich sehen lassen: Über den Sieger “Bitter Wash Road” habe ich hier genauso geschrieben wie über das zweitplatzierte “Blaue Nacht” und auch das drittplatzierte intensive Krimi-Kurzstück “Die Mauer”.

Tja, und in der Lektüre des viertplatzierten Buchs “Miss Terry” stecke ich momentan. Schon allein diese vier Krimis zeigen, wie vielseitig das Genre ist. Von Malla Nunn habe ich übrigens soeben das “falsche” Buch fertiggelesen: “Zeit der Finsternis” befindet sich zwar auf der aktuellen Dezember-Liste auf Platz drei, aber für die Jahresliste hat es nicht gereicht, dort ist eben das im Frühjahr erschienene “Tal des Schweigens” zu finden.

Was sagt mir die Liste sonst: Südafrika bleibt ein Hotspot und mit Nunn bin ich erstmals auch dorthin vorgedrungen – wohl nicht zum letzten Mal. Auch Australien scheint auf der Krimi-Landkarte fix verankert. Ich hoffe 2017 ja auf das Erscheinen von Dishers angekündigten Krimi “Hitze”, der bei Pulpmaster erscheinen könnte. Aber wer den von mir hoch geschätzten Kleinstverlag kennt, weiß, dass daraus auch 2018 werden könnte. Egal, die Vorfreude ist groß.

Und in ein paar Tagen gibt es hier meine persönliche Bestenliste für das Jahr 2016. Lasst euch überraschen, denn die Überschneidungen sind nicht so groß.

Die Liste im Überblick:

1 Garry Disher: Bitter Wash Road
2 Simone Buchholz: Blaue Nacht
3 Max Annas: Die Mauer
4 Liza Cody: Miss Terry
5 Franz Dobler: Ein Schlag ins Gesicht
6 Giancarlo De Cataldo/Carlo Bonini: Die Nacht von Rom
7 Andreas Pflüger: Endgültig
8 James Grady: Die letzten Tage des Condor
9 Dominique Manotti: Schwarzes Gold
10 Malla Nunn: Tal des Schweigens

Leave a comment

Filed under Krimi-Bestenliste