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Abgebrochen – Eyre Price: Road Kill

(c) Heyne Hardcore

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Ähnlich wie Nicole von My Crime Time (“Krimigehäckseltes”) führe ich jetzt auch eine neue Kategorie ein: Abgebrochen. Vorweg will ich aber betonen, dass das bei mir sehr selten vorkommt. Wenn ich ein Buch lese, dann normalerweise auch zu Ende. Allerdings stellt sich auch bei mir immer öfter das Gefühl ein, mit gewissen Büchern Zeit zu vergeuden. Stattdessen könnte ich ja etwas Besseres lesen (und ich habe seitdem vier Bücher gelesen, die mich tatsächlich sehr begeistert haben – dazu hier in Kürze mehr).

Bei “Road Kill” von Eyre Price hatte ich leider das Gefühl, meine Zeit zu vertun. Dabei will ich dem Buch nicht einmal vorwerfen, dass es schlecht ist. Sehr witzig finde ich zum Beispiel, dass “Road Kill” einen eigenen Soundtrack hat. Das ist insofern fein, zumal der Hauptfigur eine CD mit seltsamen Blues-Songs in die Hände fällt. Diese Songs weisen einen Weg quer durch die USA und zu Geld. Und das liest sich durchaus unterhaltsam. Aber…

Warum habe ich das Buch also abgebrochen?

  1. Ich kann eindimensionale, sadistische Killer, die einfach nur fies und superböse sind, nicht ausstehen. Das hat mir John Harts sehr gelungenes “Das eiserne Haus” auch kurzzeitig ziemlich vermiest.
  2. Die Geschichte wirkt im ersten Moment witzig und außergewöhnlich. Beim Lesen kam sie mir aber zunehmend an den Haaren herbeigezogen vor.
  3. Ich habe ein anderes Buch zu lesen angefangen, das mich einfach mehr gefesselt hat. Danach wollte ich “Road Kill” einfach nicht mehr weiterlesen.

Ich gebe zu: Vielleicht hätte der Autor noch die Kurve gekriegt und mich überzeugt. Das ist mir schon öfters (auch nach 300-400 Seiten) passiert und ist ja der Hauptgrund, warum ich angefangene Bücher in der Regel fertiglese. Tja, aber diesmal ist es mir einfach egal – und soll der Schluss noch so genial sein.

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Krimis, die man 2014 lesen sollte (I)

(c) Verlag Antje Kunstmann

(c) Verlag Antje Kunstmann

So soll ein Krimijahr beginnen. Am 15. Jänner kommt George V. Higgins “Die Freund von Eddie Coyle” auf den Markt. Die Neuauflage des Klassikers war eigentlich längst überfällig. Der 2013 verstorbene Elmore Leonard hat über das Buch gesagt, es sei „der beste Kriminalroman, der je geschrieben wurde“. Auch mein Lieblingsautor Don Winslow zählt das Buch zu den besten fünf Krimis. Ich habe hier schon über Higgins “Ich töte lieber sanft” geschrieben, das bereits im September erschienen ist. Mein Fazit damals: “Higgins Kriminelle sind keine superschlauen Gauner, die geniale Tricks auf Lager haben. Sie sind normale Menschen, die allzu oft einen Fehler machen: Sie glauben, sie seien schlau.”

(c) Suhrkamp

(c) Suhrkamp

Eine kleine Sensation stellt auch Don Winslows neues Buch “Vergeltung” dar, das ab 20. Jänner erhältlich ist. Der neue Thriller des US-Autors erscheint bereits auf Deutsch, bevor er im Heimatland USA auf den Markt kommt. Es fällt mir schwer, meine Vorfreude zu zügeln – denn Winslow hat mich noch nie enttäuscht. Auf den ersten Blick klingt sein neues Buch wie ein 08/15-Terroristen-Thriller. Doch ich bin mir sicher: Winslow holt auch aus diesem Post-9/11-Genre bestimmt wieder etwas Neues heraus.

(c) Heyne Hardcore

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Der Verlagstext von Eyre Prices “Roadkill” (13. Jänner) weckt Interesse: “Stell dir vor, du bist in Las Vegas. Neonlichter, Sterne am Himmel, ein atemberaubendes Wüstenpanorama. Das Problem ist nur, dass du von einem Balkon hoch oben über der Wüstenstadt hängst, gehalten von einem unberechenbaren Muskelprotz. Ja, du steckst in der Scheiße – und zwar richtig!” Klingt gut, aber der zusätzlich Text wirkt dann ein wenig abschreckend: “Eyre Price gelingt mit Roadkill das literarische Gegenstück zu Pulp Fiction und The Big Lebowski. Sein Roman ist ein Fest für Freunde harter Thriller mit Kult-Potenzial und für alle Musik-Fans, die den Blues in sich haben.” Das legt die Latte hoch. Ob Price dieses Versprechen einlösen kann?

(c) Aufbau

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Und schon wieder so eine blumige Empfehlung: “Dieses Buch rockt”, sagt Ken Bruen über Jonathan Woods “Die Tote von San Miguel” (20. Jänner). Zum Inhalt (laut Verlag): Amanda Smallwood, eine Amerikanerin, wird nachts um zwei auf der Plaza von San Miguel in Mexiko tot aufgefunden. Jemand hat ihr den Hals gebrochen und ihr die Augen herausgeschnitten. Inspector Diaz hat den Kampf gegen die Kriminalität eigentlich längst aufgegeben. Zerstört von zu vielen Zigaretten und Alkohol macht er sich trotzdem an die Arbeit – in der Hoffnung, dass ein wenig Gerechtigkeit seiner geschundenen Seele ein wenig Ruhe verschafft.

(c) Knaur

(c) Knaur

Und zum Abschluss empfehle ich eine klassische Rachegeschichte. Chris Knopfs “Headshot” erscheint bereits am 14. Jänner. Zum Inhalt (laut Verlag): Arthur Cathcart lebt mit seiner Frau ein ruhiges Leben in Connecticut. Doch eines Tages werden beide von einem Auftragskiller zu Hause erwartet und kurzerhand mit einem Kopfschuss erledigt. Arthur ist tot, denkt der Killer. Aber während seine Frau stirbt, kann Arthur wie durch ein Wunder überleben. Unter falschem Namen begibt er sich in den Untergrund der amerikanischen Ostküste, auf die Jagd nach dem Killer.

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