Johannes Groschupf: “Berlin Heat”

(c) Suhrkamp

Mit seinem Kriminalroman “Berlin Prepper” hat Johannes Groschupf den Deutschen Krimipreis gewonnen. Nun legt er mit “Berlin Heat” einen neuen fiebrigen und fesselnden Großstadtkrimi vor, der im deutschsprachigen Genre seinesgleichen sucht. Groschupfs Markenzeichen: kleine, schmutzige Geschichten über Menschen, die nicht so recht in die Gesellschaft passen wollen. Diesmal schlägt sich der spielsüchtige Tom Lohoff, der dubiosen Typen Geld schuldet, durchs Leben.

“Sei doch nicht so naiv”, will man Tom zurufen, wenn er wieder einmal im Schlamassel steckt. Und so viel sei gesagt: Er wird viele Tiefschläge einstecken müssen. Ohne hier in Details gehen zu wollen – es ist unerträglich viel. Das wird nicht jeder mögen, aber so lesen sich Kriminalromane mit realistischem Anspruch nun einmal.

“Berlin Heat” ist für mich glaubwürdiger und besser gelungen als Groschupfs Debüt “Berlin Prepper”, das mich zwar zu Beginn sehr gut auf Lesereise mitgenommen hat, das mir dann aber ein wenig zu eindimensional geraten ist. Ich bin schon gespannt, was der Autor als nächstes liefert.

7 von 10 Punkten

Johannes Groschupf: “Berlin Heat”, Suhrkamp-Verlag, 254 Seiten, 15,40 Euro.

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Bill Clinton/James Patterson: Die Tochter des Präsidenten

(c) HarperCollins


Ex-US-Präsident Bill Clinton und Bestsellerautor James Patterson haben drei Jahre nach “The President Is Missing” erneut einen Politthriller geschrieben. Nach der vernichtenden Kritik eines BBC-Kulturkritikers an der Präsidenten-Figur (“most characterless character”) sah sich das Duo offenbar veranlasst, noch einmal nachzulegen.

Tatsächlich ist Matt Keating nun ein US-Präsident, wie man ihn aus Hollywood-Filmen kennt: hemdsärmelig, ein Mann der Tat. Gleich zu Beginn von “Die Tochter des Präsidenten” schickt er ein Team der Spezialeinheit der Navy Seals mit folgenden aufmunternden Worten auf ihre Mission: “Hoffentlich steckt ihr diesen Hundesohn in einen Leichensack.” Es wird nicht das letzte Mal sein, dass der sonst so gesittete Mann martialische Sprüche loslässt.

Die Dinge laufen jedoch anders als geplant, die gescheiterte Aktion mündet letztlich in der Abwahl des Präsidenten. Als dann Terroristen seine Tochter entführen, muss er einen Krieg an mehreren Fronten gleichzeitig führen: gegen böse Islamisten, berechnende Chinesen und vor allem die politischen Intriganten in Washington.

Das Buch trieft vor Patriotismus, Gut (Team Keating) und Böse (der Rest) sind klar definiert. Doch das Lesen macht auch Spaß, weil Patterson sein Handwerk versteht. Zusätzlich für Spannung sorgt die sich unweigerlich aufdrängende Frage: Welche Seiten dieses Buches stammen vom realen Ex-Präsidenten?

6 von 10 Punkten

Bill Clinton/James Patterson: “Die Tochter des Präsidenten”, übersetzt von Wulf Bergner, HarperCollins Verlag, 560 Seiten.

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Heinrich Steinfest: Die Möbel des Teufels

(c) Piper Verlag


Ich habe vor einigen Jahren Heinrich Steinfests “Cheng. Der erste Fall” gelesen. Meine Begeisterung hat sich damals in Grenzen gehalten. Ich habe “Die Möbel des Teufels” also mit einer gewissen Skepsis zu lesen begonnen, doch schon nach wenigen Seiten hat mich diese außergewöhnliche Geschichte in ihren Bann gezogen. Grandios!

Vielleicht ist das Faszinosum für Nicht-Österreicher nicht ganz nachvollziehbar. Aber der 1. August 1976 hat sich so tief in das kollektive Gedächtnis der Österreicher eingebrannt wie wohl kaum ein anderer Tag der vergangenen 50 Jahre. Damals stürzte in Wien die Reichsbrücke ein, ehe Stunden später Formel-1-Star Niki Lauda nur knapp seinen Feuerunfall am Nürburgring überlebte.

Auch in Leo Pragers Leben bedeutete dieser Tag eine Zäsur. Er verließ das Land, um erst 44 Jahre später, nach der Ermordung seiner Schwester Eva, einer Parlamentsstenografin, wieder in die Heimat zurückzukehren. Es wäre kein Kriminalroman, würde sich nicht vieles um die Frage drehen, warum die Frau getötet wurde.

Doch Heinrich Steinfests “Die Möbel des Teufels” ist noch viel mehr. Der Autor erzählt eine wunderbar absurde und gleichzeitig doch realistische Geschichte über so viele Dinge: wichtige zeitgeschichtliche Ereignisse, die aktuelle Pandemie (ohne dass es nerven würde), Verschwörungstheorien sowie die Liebe. Und das alles in einem ganz unvergleichlichen lockeren und pointierten Ton, der das Lesen auf jeder Seite zu einem Genuss macht.

Eigentlich ist es bereits der sechste Band rund um Detektiv Markus Cheng, der allerdings mittlerweile die Rolle mit seiner Assistentin Frau Wolf getauscht hat: Sie ist nun seine Chefin und er der Assistent. Doch die beiden tauchen mitunter über 100 Seiten lang gar nicht auf. Aber aus den oben beschriebenen Gründen macht das überhaupt nichts: Dieses Buch sollte man einfach gelesen haben.

10 von 10 Punkten

Heinrich Steinfest: “Die Möbel des Teufels”, Piper Verlag, 430 Seiten.

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Henri Faber: Ausweglos

(c) dtv

Ein Serienmörder geht um – auch das noch! Regelmäßige Leser dieses Blogs wissen, dass es mir in diesem Fall zumeist die Haare aufstellt. Nicht wegen der nervenzerfetzenden Spannung, sondern weil ich dieses Serienmörder-Genre nicht mag. Es war für mich eigentlich nach der Lektüre von “Das Schweigen der Lämmer” als Jugendlicher beendet. Doch man soll als Leser nie zu absolut in seinen Meinungen werden, immer offen bleiben – das wird dann immer wieder belohnt.

Und dann gibt es noch ein spannendes Detail. Vor einem Jahr hat ein gewisser Rudolf Ruschel mit “Ruhet in Friedberg” einen rabenschwarzen, in der Provinz spielenden Kriminalroman geschrieben, der für den renommierten Glauser-Preis in der Kategorie Debüt nominiert wurde. Warum ich das hier erwähne? Unter seinem Pseudonym Henri Faber hat der österreichische Autor nun eben den klassischen Thriller “Ausweglos” vorgelegt.

Die Handlung ist schnell erklärt. Hamburg zittert, denn der gefürchtete Ringfinger-Mörder ist zurück. Die fesselnde Geschichte wird aus der Sicht des Polizisten Elias, des Verdächtigen Noah, von dessen Frau Linda sowie des mutmaßlichen Mörders erzählt.

Mein Fazit: Faber bringt Schwung in das immer gleiche Serienmörder-Genre bringt. Denn: Nichts ist, wie es scheint.

7 von 10 Punkten

Henri Faber: “Ausweglos”, dtv Verlag, 495 Seiten.

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Shamim Sarif: Das Protokoll

(c) Penguin Verlag

Manchmal muss man seine Ansprüche herunterfahren, um ein Buch richtig genießen zu können. Bei “Das Protokoll” war das der Fall. Als ich akzeptiert hatte, dass ich über gewisse – und nicht einmal wenige – Dinge hinwegsehen muss, hat mir die Lektüre sogar richtig Spaß gemacht. Vermutlich lag es an der Hauptfigur von Jessie, die mir beim Lesen irgendwie ans Herz gewachsen ist.

Jessie gehört der nur aus Frauen bestehenden Geheimorganisation Athena an, die auch mit Waffeneinsatz versucht, Mädchen und Frauen in Gefahr zu retten. Die wichtigste Regel: Töten verboten! Als Jessie gegen dieses Gebot verstößt, wird sie verbannt. Doch die junge Frau lässt sich nicht aufs Abstellgleis schieben und versucht ihrem Team heimlich zu helfen.

“Das Protokoll” liest sich flott, die Handlung wirkt aber klischeehaft konstruiert (am störendsten: Serbien als Ort des Bösen, wo Menschen- und Organhändler unglaublich furchtbare Dinge treiben) und offenbart eine naive Weltsicht. Die Charaktere würden eher in ein Jugendbuch passen. Mein Fazit dennoch: unterhaltsam.

6 von 10 Punkten

Shamim Sarif: “Das Protokoll”, übersetzt von Simone Schroth, Penguin-Verlag, 335 Seiten.

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Doris Gercke: Die Nacht ist vorgedrungen

(c) Ariadne Kriminalroman

Die Lektüre dieses Buches liegt schon einige Zeit zurück, deshalb werde ich mich kurz halten. Doris Gercke ist eine Grande Dame des deutschsprachigen Kriminalromans. Ihre unangepasste, trinkfeste Figur Bella Block hat auch TV-Geschichte geschrieben, trotzdem habe ich Gerckes literarisches Schaffen erst mit ihrem aktuellen Werk kennengelernt.

Von Altersmilde ist auch im neuen Buch der 84-Jährigen nichts zu spüren. Darin begibt sich die Schriftstellerin und Journalistin Karla Böhm auf die Suche nach dem Mörder eines Freundes. Klassischer Krimi ist “Die Nacht ist vorgedrungen” keiner, vielmehr eine spannende Reise durch mehrere Jahrzehnte deutscher Zeitgeschichte.

Eine Auflösung des Falls darf man sich nicht erwarten – die Welt bleibt ungeordnet. Kantig, Genrekonventionen ignorierend, wunderbar.

8 von 10 Punkten

Doris Gercke: “Die Nacht ist vorgedrungen”, Argument-Verlag, 256 Seiten.

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James Lee Burke: Dunkle Tage im Iberia Parish

(c) Pendragon

Fast auf den Tag genau drei Monate sind vergangen, seitdem ich hier das letzte Mal gebloggt habe. Das war nicht so geplant und hatte auch keine wirkliche Ursache. Gelesen habe ich viele Krimis, nur darüber geschrieben nicht … Also wollen wir nicht lange herumtun und widmen wir uns dem, was für Krimifans relevant ist!

James Lee Burke ist einer der besten Kriminalschriftsteller der USA. Das stellt er auch mit Band 15 der Reihe um Ermittler Dave Robicheaux eindrucksvoll unter Beweis. Kurz bevor Hurrikan Katrina New Orleans heimsucht, wird Robicheaux mit Geistern seiner Vergangenheit konfrontiert: Trish Klein, Tochter jenes Mannes, dessen Tod er hilflos mitansehen musste, taucht plötzlich auf. Will sie den Tod ihres Vaters rächen?

Burkes Bücher sind archaisch, da quillt immer wieder dieses “Auge um Auge, Zahn um Zahn”-Prinzip heraus. Vergeltung für Ungerechtigkeit – das kann wohltuend sein, auch diese Funktion können gute Kriminalromane erfüllen. Einen Gerechten zu begleiten, der sich auf seinem Weg die Hände blutig macht. Man sollte sich jedenfalls nicht davon abschrecken lassen. Denn in Burkes Büchern stecken so viele kleine Wahrheiten und Weisheiten. Kaum jemand erzählt so souverän und gekonnt über Menschen und die vielen Grausamkeiten und Gemeinheiten, die sich einem in den Weg stellen. Wie gerne wären wir auch einmal für einen Tag Dave Robicheaux – unbeugsam und erbarmungslos all jenen gegenüber, die es wirklich verdient haben.

Faszinierend ist es auch, dass man eigentlich wahllos ein Buch aus der Robicheaux-Serie herausnehmen kann – die Qualität scheint nicht zu schwanken. Ein ähnliches Gefühl des blinden Vetrauens in den Autor habe ich sonst eigentlich nur bei Ian Rankin und Adrian McKinty (Ausnahme: “The Chain”).

10 von 10 Punkten

James Lee Burke: “Dunkle Tage im Iberia Paris”, übersetzt von Norbert Jakober, Pendragon Verlag, 477 Seiten.

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Rudolf Ruschel: “Ruhet in Friedberg”

(c) btb

Ich bin nicht der größte Fan jener Gattung österreichischer Kriminalromane, die viele mit dem typischen österreichischen Krimi gleichsetzen: Humorig, mit Schmäh, schräg und am besten im Dialekt, die Handlung eher sekundär bis tertiär. Als also Rudolf Ruschels “Ruhet in Friedberg” in meinen Händen landete, war ich zu Beginn durchaus skeptisch. Zumal auch der Vergleich mit “Pulp Fiction” strapaziert wurde.

Worum es geht? Andi und Fipsi sind Aushilfen beim Bestatter im Provinznest Friedberg. Als ein Sarg bei einem Begräbnis doppelt so viel wiegt wie normal, ist es mit der Geruhsamkeit vorbei. Lässt hier jemand heimlich Leichen verschwinden? Und wer?

Nach der Lektüre, die mittlerweile ein Jahr zurückliegt (irgendwie habe ich es verabsäumt, diesen Beitrag, der schon lange angelegt war, auch “live” zu stellen), war ich aber durchaus angetan. Ruschel reiht sich mit seinem Debüt nahtlos in die oben erwähnte Riege erfolgreicher österreichischer Krimiautoren ein, deren eigentlicher Trumpf der Humor ist. Und man muss sagen: Thomas Raab, Stefan Slupetzky, Heinrich Steinfest & Co. haben ernsthafte (kann man das jetzt so schreiben?) Konkurrenz erhalten. Denn der Autor verflicht schräge Einzelschicksale gekonnt zu einer amüsanten Krimi-Melange.

Rudolf Ruschel: “Ruhet in Friedberg”, btb Verlag, 302 Seiten.

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Sabina Naber: Leopoldstadt

(c) Emons Verlag

“Mein Kind is ein deppertes, in seinem Hirn, da scheppert es.” Ich muss zugeben, dieser Satz, zugleich der erste in Sabina Nabers Kriminalroman “Leopoldstadt”, war der Grund, warum ich dieses Buch impulsiv gekauft habe. Es ist ein typisch wienerischer Spruch, den ich aus meiner Kindheit kenne.

Manchmal sind solche impulsiven Entscheidungen nicht die besten, in diesem Fall hat sich der Kauf aber echt gelohnt. Ich war schon immer wieder knapp davor, zu einem Buch der Autorin zu greifen. Irgendetwas hielt mich aber immer zurück. Doch dieser Satz, der auch ein wenig Heimat bzw. Kindheit bedeutet, hat mich endlich dazu bewegt.

Zum Glück! Denn auch wenn Naber nicht ganz so weit zurückreist, wie ihre Schriftstellerkollegin Alex Beer, die Leser und Kritiker mit ihren in den 1920er-Jahren in Wien angesiedelten Kriminalromanen (“Der zweite Reiter”, “Die rote Frau”) überzeugt, so bietet auch sie eine überzeugende Zeit- bzw. Lesereise an, wenn sie Chefinspektor Wilhelm Fodor 1966 im Fall eines ermordeten ehemaligen Besatzungssoldaten ermitteln lässt.

Sie schafft es, ein Wien vergangener Zeit wiederauferstehen zu lassen – mit viel Schmäh, Lokalkolorit und Charme. Manchmal haben mir die Protagonisten zwar zu oft eine Zeitung in der Hand, um das Zeitgeschehen von damals zu vermitteln, aber letztlich ist Naber nicht die erste, die diesen Stilgriff macht.

Mutig finde ich, dass sie auch nicht davor zurückschreckt, den Begriff “Neger” zu verwenden – aus Gründen der Authentizität, wie sie im Nachwort erklärt. Der Begriff war in den 1960er Jahren in Wien allgemein gebräuchlich, “er wurde von Befürwortern der Gleichberechtigung Schwarzer und von Rassisten gleichermaßen verwendet”.

Nach “Eine Melange für den Schah” ist das vorliegende Buch übrigens Fodors zweiter Fall, was Hoffnung auf eine weitere außergewöhnliche Krimiserie macht. Einen Folgeband werde ich sicher lesen.

7 von 10 Punkten

Sabine Naber: “Leopoldstadt”, Emons Verlag, 319 Seiten.

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Stephen Mack Jones: Der gekaufte Tod

(c) Tropen Verlag

Ex-Cop August Snow ist der wohl finanziell unabhängigste US-Ermittler des zeitgenössischen Kriminalromans. Da er gegen korrupte Polizisten aussagte, wurden ihm zwölf Millionen Dollar zugesprochen. Nachdem er ein Jahr, auch in Europa, untergetaucht war, ist er nun zurückgekehrt und unterstützt mit seinem Geld großzügig die Bewohner seines Wohnviertels. Und nicht nur das: Er bekehrt einen kleinkriminellen Jugendlichen und engagiert ihn, um den Menschen seines Viertels unter die Arme zu greifen. Snow, der Samariter.

Als ihn eine der einflussreichsten Unternehmerinnen der Stadt zu sich bittet, weil ihr dubiose Vorkommnisse aufgefallen sind, fühlt sich Snow allerdings nicht zuständig. Als die Frau kurz darauf tot aufgefunden wird, glaubt Snow im Gegensatz zur Polizei – die ihm natürlich äußerst feindselig begegnet – nicht an Selbstmord und begibt sich auf Wahrheitssuche. Snow, der Schnüffler.

Snow, Sohn eines afroamerikanischen Polizisten und einer mexikanisch-amerikanischen Malerin, hat das Zeug zum Serienhelden, so viel steht fest. Der von Kritikern gezogene Vergleich mit Raymond Chandler wirkt übertrieben. Dazu liegt der Body Count zu sehr auf “Jack Reacher”-Niveau – also hoch.

Der Autor gibt seiner Hauptfigur Snow viele Facetten: Snow, der Samariter. Snow, der Schnüffler. Snow, der unerbittliche Kämpfer für Gerechtigkeit. Stephen Mack Jones ist ein überzeugendes Debüt gelungen, das Lust auf mehr macht. Im Original sind bereits zwei weitere Bände erschienen, bleibt zu hoffen, dass der Tropen-Verlag dran bleibt.

8 von 10 Punkten

Stephen Mack Jones: “Der gekaufte Tod”, übersetzt von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann, Tropen Verlag, 359 Seiten.

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