Category Archives: TV und Film

Krimis/Thriller im Fernsehen und im Kino

“Tempel”, das Krimi-TV-Highlight des Jahres

(c) ZDFneo

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Ich hätte eigentlich nicht gedacht, jemals eine deutsche Krimi-TV-Serie euphorisch zu bejubeln. Aber nun kann man angesichts der ersten vier Folgen von “Tempel” auf ZDFneo eigentlich gar nicht anders. Ken Duken ist kaum wiederzuerkennen, er spielt sehr intensiv und sehr vielschichtig die Rolle des Mark Tempel, einer Figur, die haften bleibt. Ich habe zu der Serie auf “diepresse.com” unter dem Titel “Vergiss den Krimi-Baukasten” eine ausführliche TV-Kritik verfasst.

Ein Auszug:

Brillant spielt Thomas Thieme den Unterwelt-Boss Jakob, der mitansehen muss, wie sich sein Berliner Viertel Wedding verändert: “Den Kiez, welchen Kiez? Der Kiez ist wegsaniert. Guck dich doch um, nur noch diese arschlosen, körperfressenden Yoga-Fotzen, das ganze Yuppie-Pack, immer schön gesund, Ficken und Koksen nur an Sonn- und Feiertagen, kann doch keine Sau davon leben. Die sind drei Tage hier, dann sagen die mein Kiez, dann machen sie Anwohner-Initiativen, dass sich bloß nichts verändert, die kapieren ja noch nicht mal, dass sie die verschissene Veränderung sind.”

“Tempel” funktioniert nicht nach klassischen, gelernten, bausteinartigen Krimi-Erzählmechanismen. Mutig nehmen sich die Serienmacher Zeit für ihre Figuren. “Tempel” ist daher manchmal auch langsam. Vielleicht werden die Figuren in ihrer Menschlichkeit ein wenig überhöht – aber das macht nichts. “Tempel” ist realistisch und romantisch zugleich. Die Serie ist definitiv mehr “The Wire” als “Tatort”.

Mit anderen Worten: Unbedingt ansehen!

Wer die ersten Folgen verpasst hat – kein Problem. Die Serie ist in der ZDF-Mediathek bis auf weiteres verfügbar.

Noch nicht auf den Geschmack gekommen? Dann seht euch doch mal den Trailer an:

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Live By Night – Der beste Film des Jahres 2017?

Dennis Lehanes Krimi “In der Nacht” war einer der besten des Jahres 2013. Lehane erzählt darin eine bereits oft erzählte Geschichte so fesselnd, dass man niemals meint, er wandere auf abgetretenen Pfaden. Er versucht nicht, zwanghaft innovativ zu sein, sondern Altbekanntem neue Seiten abzugewinnen.

Tja, und nun die gute Nachricht für alle Lehane-, Krimi- und Filmfreunde. Ben Affleck hat dieses Buch verfilmt. “Live By Night” startet Ende 2016 in ausgewählten US-Kinos und im Jänner regulär. Das ist normalerweise ein guter Hinweis, dass hier jemand Oscars abräumen will.

Und der vor Kurzem erschienene Trailer lässt tatsächlich Großes erwarten. Seht doch selbst. Ich kann es jedenfalls kaum erwarten!

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Don Winslows “Das Kartell” soll verfilmt werden

(c) Knopf

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Lange hieß es, Don Winslows “Tage der Toten” solle verfilmt werden. Mittlerweile zweifle ich daran. Dennoch könnte Winslow demnächst zu Hollywood-Ehren kommen. Denn nun brodelt die Gerüchteküche wieder über: Seine Fortsetzung “Das Kartell” (im Original: “The Cartel”) wird als heißer Kandidat für eine Verfilmung gehandelt. Der “Hollywood Reporter” berichtet, dass niemand geringerer als Star-Regisseur Ridley Scott federführend hinter dem Projekt stehen soll. Die Rolle von Drogenfahnder Art Keller soll laut “Deadline” Leonard Di Caprio spielen. Woher das plötzliche Interesse kommt, liegt auf der Hand: Die spektakuläre Flucht des berüchtigten mexikanischen Drogenbosses “El Chapo” Guzman hat weltweit für Schlagzeilen (siehe: “Ein Loch in den Grundfesten Mexikos”, “Wie Drogenboss ‘El Chapo’ die Flucht gelang”) gesorgt.

Nun widmet Winslow in “Das Kartell” seinem fiktiven Drogenboss Adan Barrera, der klar erkennbar an dem realen “El Chapo” angelehnt ist, und dessen Flucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis einen nicht unbeträchtlichen Teil seines Buches. Barrera führt im Gefängnis seine Geschäfte weiter, der große Teil des Gefängnispersonals steht auf seiner Seite. Das wird wohl auch beim realen “El Chapo” nicht viel anders gewesen sein. Wer will diesen Mann schon zum Feind haben? Eine Flucht ohne Mithilfe von innen erscheint sehr unwahrscheinlich.

Aber welche Wahl hat man schon als einfacher Gefängniswärter? “Die meisten waren scharf auf das Geld. Leute, die zögerten, bekamen im Gefängnis Besuch von Diego, und er zeigte ihnen Fotos von ihren Frauen und Kindern”, schreibt Winslow auf Seite 41 von “Das Kartell”. “Drei Wachmänner weigerten sich trotzdem, Geld zu nehmen. Diego lobte sie für ihre Integrität. Am nächsten Morgen fand man sie mit durchschnittenen Kehlen.”

Das stimmt mit den Darstellungen in Malcolm Beiths Sachbuch “El Chapo. Die Jagd auf Mexikos mächtigsten Drogenbaron” überein: “Für den seltenen Fall, dass Geld allein nicht ausreichte, einen Wärter oder Mithäftling dazu zu bringen, Chapos Anordnungen zu folgen, wurde mittels Drohungen sichergestellt, dass sie dennoch kollaborierten. Diejenigen, die sich weigerten, für Chapo zu arbeiten, wurden Jaime Leonardo Valencia Fontes gemeldet, einem Häftling, der als Chapos rechte Hand agierte. Valencia ging dann auf den Wärter oder Häftling zu und sagte: ‘Hör mal, es heißt, du bis von uns genervt und weißt unsere Freundschaft nicht zu schätzen. Mach dir keine Sorgen, hier haben wir … ‘ Dann pflegte er ein Notebook oder einen Organizer hervorzuholen und dem Widerspenstigen unter die Nase zu halten. ‘… die Adresse von dir und deiner Familie. Wie du siehst, alles kein Problem.’ Daraufhin spielten fast alle mit.”

Wer nicht so lange warten will, kann schon bald die TV-Serie “Narcos” (auf Netflix) sehen, wie “Der Schneemann” auf seinem Blog schreibt.

 

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“American Sniper” – bloß ein Affe mit Waffe

(c) riva

(c) riva

“American Sniper” Chris Kyle wird gern als der “most lethal sniper” der US-Militärgeschichte bezeichnet. 160 tödliche Abschüsse (ja, das ist ein schlimmes Wort) sind bestätigt, über 255 im Bereich des Möglichen. Sein Leben wurde soeben von Clint Eastwood verfilmt und mit sechs Oscar-Nominierungen geehrt. Auf Deutsch sind auch Kyles Erinnerungen als Buch erschienen. Der von mir hochgeschätzte Alf Mayer hat nun auf crimemag Film und Buch zerrissen, er spricht von “Propaganda für den Hass”. Ich kann das verstehen – so kann man das sehen und lesen.

Für mich sind aber Film und Buch vor allem eines: entlarvend. Im Buch sieht sich Kyle als Kämpfer gegen das “wilde, verachtenswerte Böse”. Deshalb bezeichnet er die Iraker in seinem Buch auch generell als Wilde und bad guys. Kyle gibt vor, dass ihm die genaue Zahl der von ihm getöteten Iraker nicht wichtig sei – gleichzeitig prahlt er: “Ich wünschte nur, ich hätte mehr getötet”. Er offenbart sich als jemand, der Spaß am Töten hat. Als sein perverser Abschussrekord kurzzeitig in Gefahr gerät, erschießt er eben jeden Iraker, der ihm vor das Zielfernrohr läuft. Sein Buch ist schlicht kriegsverheerlichend.

Diesen Vorwurf will ich Clint Eastwoods Film nicht machen. Aus seiner Sicht hat er einen Antikriegsfilm gemacht: Denn “American Sniper” zeigt, was Krieg mit Angehörigen und Familien macht. Das glaube ich ihm. Bloß wäre das zu einfach, denn der Film lässt sich auf sehr unterschiedliche Weise lesen. Das Problem liegt schon allein darin, das Leben dieses gottgläubigen und schwer selbstgerechten Chris Kyle zu verfilmen. Denn er ist nicht der Held, der amerikanische Leben rettet, indem er Iraker tötet. US-Army-Scharfschütze Garret Reppenhagen, ein Kollege von Kyle sozusagen, warnt daher. Krieg nur durch Kyles Augen zu sehen, greife zu kurz, schreibt er bei “Salon”. Er selbst habe die Iraker niemals als Wilde betrachtet. Sie hätten vielmehr eine freundliche Kultur, die an Gastfreundschaft glaube. Es sei traurig, dass die kurzsichtige Darstellung von Irakern dazu führe, dass noch mehr Leute Araber fürchten und Gewalt gegen sie glorifizieren. Er selbst sieht sich als Scharfschütze als Verursacher von Gewalt und Tod. Während Kyle seine posttraumatische Belastungsstörung darauf zurückführt, dass er nicht noch mehr US-Soldaten habe retten können, meint Reppenhagen, dass der posttraumatische Stress, mit dem er zu kämpfen habe, auf die Untaten der Amerikaner (Abu Ghraib) zurückzuführen sei.

Der bekannteste Scharfschütze, der nie einen Menschen tötete

(c) Fischer

(c) Fischer

Interessant ist es in diesem Zusammenhang auch, was Anthony Swofford (Autor von “Jarhead”, gleichnamig von Hollywood verfilmt) zu Chris Kyle meint. Denn Swofford ist das Gegenteil von Chris Kyle: Er ist der wohl bekannteste Scharfschütze der Welt, der niemals einen Menschen getötet hat (wie auch im Buch zu lesen und im Film zu sehen ist). Er sieht bei Chris Kyle das Dilemma eines Mannes, der “larger than life” ist. Er spricht vom “Mythos des kompletten und fehlerlosen Helden, eines Mannes, der nicht nur die bösen Kerle tötet, sondern auch die guten Kerle rettet.” Krieg sei jedoch niemals so einfach: “Aber als Nation wollen wir es simpel und rein. Und wir wollen auch unsere Helden auf diese Weise.”

Swofford ist bis zur Unerträglichkeit ehrlich. “Wenn du ein Marine sein willst, ein echter Marine, dann musst du töten”, schreibt er in seinen Erinnerungen. “Du hältst dich für einen schlechten Marine und sogar für einen schlechten Menschen, weil du niemanden im Kampf getötet hast.” Er habe Jahre gebraucht, um damit fertig zu werden. Das zeigt gut, wie diese Krieger denken und was Krieg aus Menschen macht. Also auch der Scharfschütze, der niemanden tötete, hatte mit seinen eigenen Geistern zu kämpfen.

Nun kann man “American Sniper”, den Film, als gefährliches hurrapatriotisches Machwerk sehen. Ich habe ihn aber anders wahrgenommen. Denn er zeigt auch, wie die US-Soldaten im Irak wirklich aufgetreten sind: Nicht als Befreier, sondern als angstmachende Besatzungsmacht. Dass Kyles Einheit das Totenkopf-Logo des Comic-Helden “The Punisher” (einen Selbstjustiz übenden selbsternannten Verbrecherjäger) trägt, hat mich dabei am meisten schockiert. Kyle schreibt darüber in seinem Buch: “Wir alle dachten, was der Punisher macht, ist cool: Er richtet Übeltäter. Er tötet die Bösewichte. Er sorgt dafür, dass ihn die Übeltäter fürchten.” Und: “We wanted people to know, we’re here and want to fuck with you. It was our version of psyops. You see us? We’re the people kicking your ass. Fear us. Because we will kill you, motherfucker.” Ich finde, hier malt Eastwood nicht schön. Er zeigt, dass vielen US-Soldaten die Zivilbevölkerung schlicht scheißegal war.

Kein Wunder, dröhnten sie sich mit Song wie “Bodies” (von Drowning Pool) vor Kampfhandlungen zu:

Let the bodies hit the floor

(…)

One – Nothing wrong with me
Two – Nothing wrong with me
Three – Nothing wrong with me
Four – Nothing wrong with me

“Bloß ein Affe mit einer Waffe”

Problematisch fand ich auch das erfundene Scharfschützen-Duell im Film. Kyle hat sich niemals mit “Mustafa”, wie der Scharfschütze auf irakischer Seite im Film heißt, duelliert. In seiner Autobiografie schreibt Kyle dazu: “I never saw him, but other snipers later killed an Iraqi sniper we think was him.” Darüber kann man zwar hinwegsehen, denn auch das Scharfschützen-Duell in “Duell – Enemy at the Gates” von Regisseur Jean-Jacques Annaud ist erfunden. Dennoch finde ich das gerade dann problematisch, wenn doch angeblich das wahre Leben dargestellt werden soll.

Was mich auch sehr verwundert hat: Dafür, dass es sich um ein Scharfschützen-Drama handelt, wird darauf kaum Bezug genommen. Kyle wird eher als vorbildhaft im Bodengefecht kämpfender Soldat gezeigt und weniger als eiskalter Killer auf Distanz auf dem Dach. Das ist widersprüchlich, aber mit der Heldengeschichte hätte das wohl nicht so funktioniert. Alf Mayer trifft es auf den Punkt: “Scharfschützentechnisch übrigens ist „American Sniper“ nur heiße Luft. Vom Präzisionshandwerk, das das treffsichere Schießen auf weite Distanz erfordert und durchaus seine Faszination hat, ist so gut wie nichts zu sehen.” Und: “Die Welt durch ein Zielfernrohr betrachtet, all die visuellen Möglickeiten von Fadenkreuz, Teleobjektiv, Schärfe, Unschärfe, Zoom und Tiefe des Raums, das Thema des Sehens selbst, blendet Eastwoods Film weitgehend aus, bleibt da filmisch völlig belanglos.”

Jetzt ist dieser Beitrag wesentlich länger geworden als gedacht. Aber ich gebe zu, ich befasse mich schon lange mit der problematischen Rolle von Scharfschützen (die ja eigentlich verabscheut werden – nicht umsonst werden sie als Heckenschützen bezeichnet) und ihrem erschreckenden und erschreckend faszinierenden Handwerk.

(c) Heyne

(c) Heyne

Chris Kyle selbst hat übrigens den US-Soldaten Carlos Hathcock als den größten Scharfschützen aller Zeiten bezeichnet. Hathcock war als “Weiße Feder” im Vietnamkrieg gefürchtet. “I have more kills, but that does not mean, I’m better than he is”, sagte Kyle bei Conan O’Brien. “Ich bin bloß ein Affe mit einer Waffe”, scherzte er. Denn er habe im Gegensatz zu Hathcock ballistische Computer verwendet. Wer sich für Hathcock interessiert: Vor vielen Jahren ist seine Biografie “Todesfalle. Die wahre Geschichte eines Scharfschützen in Vietnam” auch auf Deutsch erschienen. Es war mein Einstieg in die Welt der Scharfschützen.

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Der TV-Metzger ist fad

So gern wollte ich mich mitreißen lassen von einer netten, feinen Metzger-Verfilmung. Ich muss aber zugeben, ich bin enttäuscht. Das liegt allerdings nicht am Hauptdarsteller Robert Palfrader, der einen guten Job gemacht hat, sondern an der unerträglich statischen Erzähl- und Filmweise. Die FAZ trifft das ganz gut: “Der Zuschauer wird schnell vergessen haben, was er da genau konsumierte. Haften bleibt einzig die Vorstellung, die Robert Palfrader gibt.”

Zwar tauchten da wunderbare Landschaftsbilder auf – man hatte mitunter das Gefühl, sich in den Anden, nicht in Tirol zu befinden – aber dieses sekundenlange Starren ohne jede Mimik der Darsteller halte ich schon seit “Der Alte”, “Derrick” und Co. nicht mehr aus. Das ist leider sehr lähmend. Gefehlt hat mir auch dieser sprühende Sprachwitz von Autor Thomas Raab. Es ist fast, als hätte man den Metzger-Romanen ausgerechnet das Herz herausgerissen. Was bleibt ist die Krimihandlung, das Skelett sozusagen. Kein Fleisch darum herum. Das ist weniger als nackt. Und wie jeder Leser weiß, sind es nicht die Plots, weshalb man Metzger-Krimis liest. Der witzigste Moment kommt noch gleich zu Beginn, als Metzger einen Einheimischen nach dem Weg fragt, und ein “Auffe, ume, owe” als Antwort erntet. Ich wollte mich amüsieren, aber irgendwie ging es nicht.

“Mein” Metzger fühlt sich anders an. Ich mag den Metzger, weil er menschenscheu ist. Er hasst die Menschen nicht, aber er mag sie vor allem nicht in Massen. Wie gesagt, Palfrader spielt ihn nicht schlecht, aber beim Lesen von “Der Metzger sieht rot” war ich dieser Figur viel näher. Da konnte ich ihn spüren, diesen Metzger. Wie er sie liebt, seine Danjela. Wie er leidet. Da waren die Dialoge auf den Punkt, im Film war das leider eher hölzern und aufgesetzt. Diese “Familienaufstellung” mittels Nahrungsmitteln fand ich auch eher peinlich als lustig. Die rührselig-kitschige Szene im Krankenhaus ließ mich kofpschütteln. Dabei ist es normalerweise wirklich nicht schwer, mich auf eine emotionale Reise mitzunehmen.

Und: Als Wiener kenne ich mich ja nicht aus, aber sehr tirolerisch und authentisch klang das nicht, was in dem Film gesprochen wurde.

Hoffnung macht mir nun ein wenig das Making-Of der nächsten Folge, die kommende Woche ausgestrahlt wird. Für mich ist der Metzger eher eine urbane Figur, vielleicht war auch nur dieser Alpenkrimi-Einstieg nicht optimal:

 

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Nach “Breaking Bad”: Was nun? 9 Krimi-Tipps

“Breaking Bad” ist absolviert und hat offenbar ein würdiges Ende gefunden, wenn ich dem Episoden-Blog (Achtung Spoiler!) meiner Kollegin Heide glauben darf. Ich selbst habe den Hype (wie so oft) verpasst und werde die Serie wohl demnächst von vorne aufrollen. Viele Fans fallen nun aber in eine Leere. Ich habe daher ein wenig das Internet durchstöbert, um nach möglichen neuen Highlights für Krimifans zu suchen. Ich habe hier bewusst “The Wire”, “Boardwalk Empire” und “Justified” ausgeklammert, weil davon wohl eh schon jeder zumindest gehört hat.

Bei den folgenden neun TV-Serien ist das wohl nicht der Fall, zumal die meisten davon auf Deutsch noch gar nicht zu sehen sind.

Am vielversprechendsten sieht für mich der Trailer von “True Detective” aus. Zudem geht bei HBO-Produktionen selten etwas schief. Die Besetzung ist ein Traum: Matthew McConaughey und Woody Harrelson spielen zwei Cops. “We’ ll need bad men”, sagt Detective Rust Cohle (McConaughey) im Trailer. Das klingt schon mal ganz nach dem Motto: “It’s not TV, it’s HBO.” Zu sehen in den USA ab Jänner 2014.

Die US-Serie “Banshee”, die auf dem Pay-TV-Sender Sky Atlantic seit Juli auch auf Deutsch zu sehen war, ist wegen ihrer Brutalität in Verruf geraten. Über einen Start im Free-TV ist noch nichts bekannt.

Achtung: Bereits ab 26. Oktober strahlt das ZDF sechs Teile der auf den Büchern von Ken Bruen basierenden TV-Serie “Jack Taylor” aus.

Für die US-Serie “Low Winter Sun” spricht schon allein Hauptdarsteller Mark Strong.

Und auch hier ist die Besetzung der Hammer: Liev Schreiber und Jon Voight spielen in “Ray Donovan” mit.

“Graceland” hingegen kommt ohne große Namen aus, der Trailer wirkt aber ansprechend.

“The Bridge” basiert auf der dänischen TV-Serie “Die Brücke”. Diane Kruger spielt die Hauptrolle.

James Spader ist allein ein Grund, zumindest einen Blick in “The Blacklist” zu werfen, auch wenn der Blog Krimi-Welt die Serie kritisch beurteilt hat.

Und dann gibt es noch den DVD-Tipp “Braquo”, ein Highlight aus Frankreich.

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Neuen Krimiblog entdeckt: Krimi-Welt

(c) Screenshot

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Heute bin ich auf einen neuen Krimi-Blog gestoßen: Krimi-Welt. Es gibt zwar erst wenig Einträge, aber hier dürfte Qualität im Vordergrund stehen. Der aktuelle Beitrag bezieht sich auf die neue Penser-Pulp-Serie, die ich hier auch schon kurz erwähnt habe. Aber auch “Filme und Serie” werden abgehandelt. So findet sich dort ein Tipp zur “momentan besten Krimiserie”: “Low Winter Sun”. Echt hilfreich, denn ich hatte davon noch nichts gehört. Mark Strong spielt darin die Hauptrolle, das klingt echt vielversprechend.

Wer steckt hinter Krimi-Welt? Auf der Seite “Über uns” wird es verraten: “Krimi-Welt wird gehegt und gepflegt von Marcus Müntefering, Journalist aus Hamburg. Egal, welchen Job er gerade macht, Zeit für ein bis zwei Krimis die Woche findet er fast immer. Einige davon rezensiert er regelmäßig bei Spiegel Online.”

Die Krimi-Rezensionen auf Spiegel Online zählen jedenfalls zu meinen monatlichen Fixpunkten, ich bin also schon sehr gespannt. Zuletzt hat er dort  Christopher Brookmyres “Die hohe Kunst des Bankraubs” (zu meiner Rezension) und Roger Hobbs “Ghostman” besprochen. Davor hat er auch den Elmore-Leonard-Nachruf “Weniger war mehr” geschrieben. Sein Fazit über Leonards Werk: “Leonard war nicht nur einer der besten Krimiautoren, sondern einer der großartigsten Schriftsteller überhaupt, ohne jede Genre-Einschränkung.” Genau.

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