Wallace Stroby: Zum Greifen nah

(c) Pendragon Verlag

Mit der Berufsverbrecherin Crissa Stone (“Kalter Schuss ins Herz”, “Fast ein guter Plan”, “Geld ist nicht genug”, “Der Teufel will mehr”) hat US-Krimiautor Wallace Stroby eine Kultfigur erschaffen – ein weibliches Pendant zu zwei echten kriminellen Serien-Größen des Genres: Parker (von Richard Stark) und Wyatt (von Garry Disher).

Noch vor seiner vierteiligen Crissa-Stone-Serie schrieb Stroby aber bereits ein Buch rund um eine weitere starke Frau, die Polizistin Sara Cross. Mit “Zum Greifen nah” liegt der gepflegte Noir nun erstmals auf Deutsch vor. Cross gerät in ein Dilemma, als sie an der Notwehr-Version eines Kollegen (noch dazu ihr Ex-Freund) zu zweifeln beginnt. Eine knifflige Situation, fesselnd zu lesen.

Das Buch ist mehr als nur eine Fingerübung für die spätere Crissa-Stone-Serie. Glaubwürdig schildert Stroby die Zwickmühle, in der Sara steckt. Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrem manipulativen Ex-Freund, ihrem Vorgesetzten und ihrer Rolle als Mutter eines Sohnes, den sie beschützen will. Jede dieser drei Saras hat eine andere Loyalität. Schon bald ist ihr klar, dass die Suche nach der Wahrheit gefährlich ist. Wie kann sie das Richtige tun?

Fazit: Stroby hat es drauf, egal ob er aus Polizisten- oder Verbrechersicht erzählt. Bleibt zu hoffen, dass der Pendragon-Verlag diesem Autor treu bleibt und uns in den nächsten Jahren noch mehr Stoff liefert.

Wallace Stroby: “Zum Greifen nah”, übersetzt von Bernd Gockel, Pendragon Verlag, 357 Seiten.

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