13 Krimis, die ich heuer auch noch lesen wollte

Ich habe heuer bisher immerhin 38 Krimis hier auf crimenoir besprochen, Buch Nummer 39 und 40 folgen noch vor Silvester. Ich glaube, ich habe noch nie zuvor so viele Bücher in einem Jahr gelesen. Auch die folgenden Krimis wollte ich heuer unbedingt lesen, doch ich habe es einfach nicht geschafft.

Ich verweise daher hier auf Rezensionen meiner Lieblings-Blogs und -Krimiseiten:

(c) liebeskind

(c) liebeskind

James Carlos Blake: “Das Böse im Blut”

“Das Böse im Blut” ist derartig finster, dass dagegen selbst die Fernsehserie “Deadwood”, die vor knapp zehn Jahren so manches Westernklischee auf seinen gewalttätigen Kern zurückführte, so harmlos wirkt wie “Bonanza”, schreibt Krimi-Welt-Blogger Marcus Müntefering auf “Spiegel Online”. “In “Das Böse im Blut”, das von US-Kritikern mit Cormac McCarthys Meisterwerk “Die Abendröte im Westen” auf eine Stufe gestellt wird, erzählt Blake die Besiedelung des amerikanischen Westens als Blutbad.”

(c) Zsolnay

(c) Zsolnay

Dror Mishani: “Vermisst”

“So hat es Avraham in seiner Industrievorstadt mit “Bagatelldelikten zu tun, über die niemand etwas lesen möchte”. Trotzdem gelingt es Mishrani, gewissermaßen vom untersten denkbaren Ausgangspunkt startend, aus dem unspektakulären Fall des vermissten Ofer Sharabi eine spannende, hintergründige Geschichte zu machen”, schreibt Tobias Gohlis in der “Zeit”.

(c) Droemer

(c) Droemer

Friedrich Ani: “M”

“Erst durch „M“ habe ich gemerkt, wie sehr ich Tabor Süden eigentlich vermisst habe. Und plötzlich ist es doch kein so großer Mist mehr für mich, dass ich noch ein paar Bände nachzuholen habe. Tabor, wir lesen uns ganz, ganz bald wieder!”, schreibt Nicole in ihrem Blog “My Crime Time”. Sie lobt Anis “höchst eigene poetische Sprache: schnörkellos, unaufgeregt und sehr, sehr genau.”

(c) Scherz

(c) Scherz

Gillian Flynn: “Gone Girl”

“Vorneweg eine Warnung: in diesem Buch, ist nichts wie es scheint!” heißt es bei “bookwives”. Und die Autorin gibt zu, gewisse Startprobleme beim Lesen gehabt zu haben. “Die Autorin hat hier eine wirklich perfide Geschichte gestrickt. Der Plot ist unglaublich. Dazu hat sie sehr vielschichtige Charaktere erschaffen, die wir als Leser sehr tief kennen lernen. Um es in einem Wort auszudrücken: krass.”

(c) Suhrkamp

(c) Suhrkamp

Don Winslow: “Manhattan”

“Zu diesem Buch möchte man die Jazz-Songs hören, die so häufig genannt werden, und anschließend noch einmal einige Beat-Poeten lesen. „Manhattan“ ist ein eleganter und altmodischer Thriller mit wohl komponierten Sätzen – und ein großes Vergnügen”, schreibt Sonja in ihrem Blog “zeilenkino”. Und auch Nicole (“My Crime Time”) empfiehlt dazu: “Leute, kramt eure Jazz- und Beat-Platten raus, wenn ihr diesen Krimi lest!”

(c) Dumont

(c) Dumont

James Sallis: “Stiller Zorn”

“Das ist, wie immer bei James Sallis, der auch Dichter und Musiker ist, poetisch geschrieben, erinnert von seiner Konstruktion und Erzählweise eher an ein Musikstück mit musikalischen Verweisen, Call-and-Response-Strukturen und refrainartig wiederauftauchenden Themen, als an einen traditionellen Privatdetektivroman, in dem der Detektiv zielstrebig den Fall aufklärt. Wie sagt man so schön: Lesebefehl!”, steht bei “kriminalakte” zu lesen.

(c) Pulp Masters

(c) Pulp Masters

Dave Zeltserman: “Paria”

“Zeltserman ist so raffiniert, uns Lesern ganz allmählich den Teppich unter den Füßen wegzuziehen”, schwärmt Thomas Klingenmaier in seiner Kolumne “Killer & Co.”. Zeltserman “stellt offen genau das in Frage, was er selbst bravourös betreibt, die Verwandlung des Kriminellen in Gruselkitzel. Wer „Paria“ liest, kann nicht einfach fasziniert wegschmökern, sondern muss zu seiner eigenen Antwort finden, warum er das eigentlich tut.”

(c) C. Bertelsmann

(c) C. Bertelsmann

Stephen Dobyns: “Das Fest der Schlangen”

“Hör auf!” ist das letzte Wort im Buch. Pure Leserprovokation. Dieser Stephen Dobyns weiß, dass – der Ankündigung zum Trotz, alles werde bald enden – niemand aufhören will, weiterzulesen, und doch ist Schluss”, schreibt Tobias Gohlis in seinem Blog “recoil”. “”Das Fest der Schlangen” ist ein Erzählfest,  festlich übersetzt von Rainer Schmidt.”

(c) KiWi

(c) KiWi

Megan Abbott: “Das Ende der Unschuld”

“«Das Ende der Unschuld» ist ein Psychodrama mit mehreren äusserst fragilen Oberflächen, ein in der Sommerhitze flimmerndes Bild aus jugendlich übersteigerten Vorstellungen und Einbildungen, ein schmerzhaftes Buch über Jugend und sexuelles Erwachen. Sehr viel feiner gebaut und gedacht als Megan Abbotts unterhaltsame Gangsternovellen, aber im Abgang genauso hart”, urteilt der Schweizer “Tagesanzeiger”.

(c) Page & Turner

(c) Page & Turner

Robert Wilson: “Stirb für mich”

“Das Vergnügen konventioneller Krimireihen, auf stets verlässlich einzuschätzendes Personal zu treffen, kontrastiert Wilson mit ambitionierter Psychologie. Bei ihm wachsen, retardieren, korrumpieren, verzweifeln, resignieren oder reifen die Charaktere.” Alf Mayer erklärt auf “culturmag.de” ausführlich, warum “Stirb für mich” ein gutes Buch ist.

(c) Suhrkamp

(c) Suhrkamp

Walter Mosley: “Manhattan Fever”

Und noch einmal Sonja von “zeilenkino”: “Walter Mosley erzählt facettenreich und voller Details, ohne aber schwatzhaft zu werden. Stattdessen ist allein schon die Eröffnungsszene am Bahnhof unvergesslich – und hier führt Walter Mosley mühelos seine Hauptfigur sowie die Schatten vergangener Taten ein.”

(c) Heyne

(c) Heyne

Olen Steinhauer: “Die Spinne”

“Steinhauers elegantes Erzählen, das vor allem mit intelligentem Überlagern von Zeitebenen und Erzählperspektiven arbeitet, die – wie die erzählte Handlung auch – erst peu à peu enthüllen und preisgeben, um was es geht, fordert den cleveren und kompetenten Leser”, schreibt Thomas Wörtche auf “culturmag.de”.

(c) Suhrkamp Nova

(c) Suhrkamp Nova

Hanna Jameson: “Kalter Schmerz”

“Aus der Perspektive des Killers schreibt sie präzise und schonungslos über einen Kosmos, in dem Verbrechen eher beiläufig geschehen – gelegentlich nur als Nebeneffekt von zu viel Koks oder Heroin. Gewalt ist an der Tagesordnung, Gefühle eher störend. Starkes Debüt”, schreibt Sabine Nedele in der Krimi-Kolumne “Killer & Co.”.

Advertisements

2 Comments

Filed under Krim(i)skrams

2 responses to “13 Krimis, die ich heuer auch noch lesen wollte

  1. Hui, und plötzlich finde ich mich hier wieder. 😉
    Vielen Dank!
    Ich hoffe, du wirst noch weiterhin viele spannende Krimistunden haben.

    Viele Grüße, SaCre

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s