Warum ich “Die hohe Kunst des Bankraubs” lesen werde

(c) Galiani Berlin

(c) Galiani Berlin

Kürzlich habe ich hier erklärt, warum ich ein Buch nicht lesen will. Nun mache ich es mal anders und erkläre, warum ich “Die hohe Kunst des Bankraubs” von Christopher Brookmyre lesen werde. Das Buch beginnt mit einem dreiseitigen Plädoyer für eine spezielle Dienstleistung: Diese “gehörte zu den letzten Transaktionen überhaupt, bei denen der Kunde noch genau das bekam, wofür er bezahlt hatte, nicht mehr und nicht weniger. Keine Verpackung, kein Marketing, kein aufgesetztes Lächeln, kein Empfangskomitee, kein Prestige-Versprechen; nichts als zuverlässiges, leidenschaftsloses Schwanzlutschen zum vorher vereinbarten Pauschalpreis.”

Wow. Es geht also tatsächlich um die Ökonomie des Blow-Jobs, den Brookmyre auch gleich als “reinen, ehrlichen, klassischen Präglobalisierungskapitalismus” verortet. Gewagte, aber interessante These. “Du brauchst ihre Dienste, sie braucht dein Geld und keiner tut so, als ginge es um irgendwas anderes. Kein Branding, kein Leitspruch, keine Kundenkarte.”

Mein Interesse ist geweckt. Mal schauen, ob der Autor auch auf den nächsten 370 Seiten derart zu unterhalten versteht. Beim Vorgänger “Wer schlafende Hunde weckt” ist das meiner Meinung nach nur leidlich gelungen. Doch Brookmyre hat noch eine Chance verdient. Vor allem: Was weiß der Autor über die Ökonomie des Bankraubs zu berichten?

Advertisements

Leave a comment

Filed under Uncategorized

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s