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Hitzerekorde: Krimi-Tipps zum Abkühlen

(c) Kindler

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Die brütende Hitze ist kaum auszuhalten. Was kann man da als Leser tun? Zum Beispiel die Schwerpunktausgabe “Meer” der “Presse am Sonntag” lesen. Das birgt aber die Gefahr, dass die Sehnsucht danach zu groß wird. Um bei Krimis zu bleiben, gibt es noch eine Möglichkeit: Entweder man liest etwas nach dem Motto “Im Eis” (zum Abkühlen) oder “Glutzhitze” (denn es geht immer noch schlimmer!). Zufällig gibt es zwei ausgezeichnete Kriminalromane, die genau diese Titel tragen. Ich will sie hier kurz empfehlen, vielleicht ist ja jemandem gerade danach.

“Im Eis” von Melanie McGrath spielt nur ein paar hundert Kilometer unter dem Nordpol. Hauptfigur ist Edie Kiglatuk, Inuk-Frau und Arktis-Jägerin. Der Sunday Telegraph schrieb über das Buch: “Edie ist eine geniale und sehr originelle Figur. Aber die eigentliche Heldin dieses Romans ist die Arktis selbst.” Klingt angesichts der hohen Temperaturen vielversprechend. Und ich will auch noch den ersten Satz als Appetitanreger vorstellen: “Während sie einen Brocken vom Eisberg schmolz, um Tee zu kochen, grübelte Edie Kiglatuk darüber nach, weshalb diese Jagdexpedition so vollkommen erfolglos verlief.” Da fühlt man sich gleich abgekühlt.

(c) Suhrkamp

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“Gluthitze” von Joe R. Lansdale wiederum führt an einen Ort, an dem es noch viel heißer ist als momentan in Mitteleuropa: Camp Rapture, eine Kleinstadt mitten in Texas. Die Stadt liegt, wie der Titel schon verrät, unter einer Hitzeglocke. Bereits auf Seite eins ist zu lesen: “Der Sonnenschein ergoss sich wie geplatzter Eidotter über Bürgersteige und Gärten, wo er mit seiner heißen Pracht das Gras beinahe wegzubrennen schien. Alles wirkte warm und frisch, selbst die Häuser im ärmeren Teil der Stadt, deren uralter, weißer Außenanstrich sich schälte wie bei einem Sonnenbrand. “ Und da will noch wer jammern?

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Krimis, die man 2013 lesen sollte (III)

(c) Kindler

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Gleich zu Monatsbeginn (1. März) lässt Sara Gran ihre unkonventionelle Ermittlerin Claire de Witt in “Das Ende der Welt” wieder von der Leine. Mal sehen, ob sie an das Vorgängerbuch “Die Stadt der Toten” – ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2013 – anschließen kann. Erste Rezensionen zufolge dürfte es sich aber mehr um einen Drogentrip als einen Krimi handeln…

Nach “Im Eis” legt Melanie McGrath mit “Zeichen im Schnee” (8. März) den zweiten Teil ihrer Serie rund um Edie Kiglatuk, einer Inuk-Frau und erfahrenen Arktis-Jägerin, vor. Iihre Ermittlungen führen sie laut Verlagsinformation in den Umkreis der Protagonisten des Wahlkampfs um den Gouverneursposten von Alaska, der gerade erbittert geführt wird. Während sich Edie mächtige Feinde macht, ist Sammy auf seinem Schlitten in der Wildnis allein unterwegs – jedem Anschlag hilflos ausgeliefert. Nach einem tollen ersten Teil, sind die Hoffnungen auch hier groß.

Der Italiener Giancarlo De Cataldo erzählt mit “Der König von Rom” (11. März) die Vorgeschichte zu “Romanzo Criminale”, das ihn berühmt gemacht hat. De Cataldo ist Richter in Rom und beschreibt den Aufstieg des Chefs der berüchtigten Magliana-Bande, basierend auf Prozessakten.

George Pelecanos “Eine süße Ewigkeit” (11. März) ist nach den ersten beiden Bände “King Suckermann” und “Das große Umlegen” der Abschluss der neu aufgelegten Washington-Noir-Trilogie.

Persönlich besonders gespannt bin ich auf Ian Rankins “Mädchengrab” (11. März). Darin kehrt die Edinburgher Insepektoren-Legenden John Rebus wieder zurück. Statt untätig zu Hause herum zu sitzen, geht er aber in der “Cold Case”-Abteilung alten ungelösten Verbrechen nach. Ich oute mich: Für mich ist deshalb so interessant, weil es mein erster Rebus-Roman sein wird.

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