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Die besten Krimi-Cover im Mai

(c) Heyne

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Im Mai ist mir die Wahl leicht gefallen. Das beste Krimi-Cover des Monats ziert “Gun Machine” (Heyne) von Warren Ellis. Die Lektüre des Buches habe ich gerade begonnen und eines lässt sich schon jetzt sagen: Ellis schreibt unkonventionell. Den Graphic Novelist, der er eigentlich ist, kann er nicht verleugnen. Das wird sicher nicht jedermanns Sache sein, liest sich aber erfrischend. Mal sehen, ob sich das über 380 Seiten halten lässt. Da es in dem Buch um Waffen geht, war es also naheliegend, eine Waffe auf das Cover zu bringen. Dem Verlag ist das in diesem Fall aber aus meiner Sicht sehr gut gelungen. Inhalt, Titel und Cover passen gut zusammen. Im Geschäft hätte ich da sofort hingegriffen…

(Heyne)

(Heyne)

Auf Platz zwei reihe ich “Gute Nacht” (Heyne) von John Verdon. Versuchte es der Verlag bislang mit eher nichtssagenden Cover-Varianten (“Die Handschrift des Todes”, “Schließe deine Augen”), auf denen Blutspritzer zu sehen sind, erscheint das aktuelle Titelbild nun weit rätselhafter und strahlt auch eine gewisse Bedrohlichkeit aus. Meine Neugierde ist zwar geweckt, allerdings schreckt mich der im Verlagstext erwähnte Serienkiller erheblich ab. Ich werde daher wohl die Finger davon lassen.

(c) Dumont

(c) Dumont

Nicht die Finger lassen werde ich von “Stiller Zorn” (Dumont) von James Sallis, einem der besten zeitgenössischen Krimiautoren überhaupt. Sein minimalistischer Stil war für mich zwar anfänglich gewöhnungsbedürftig, hat mich aber mittlerweile mehr als überzeugt. “Stiller Zorn” ist der Auftakt zur Serie rund um den schwarzen Privatdetektiv Lew Griffin. Das Buch ist erstmals 1999 unter dem Titel “Die langbeinige Fliege” auf Deutsch erschienen. Insgesamt gibt es sechs Teile, aber nur die ersten beiden wurden übersetzt.

(c) Dumont

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Wie schon bei der Neuauflage der Washington-Trilogie von George Pelecanos (siehe Beispiel: “Eine süße Ewigkeit”) ist dem Verlag Dumont die optische Auffrischung bei der Lew-Griffin-Serie äußerst gelungen. Das wirkt sehr atmosphärisch. Das sind Bücher, die man einfach gern im Regal stehen hat – das konnte man von der ersten Ausgaben nicht unbedingt sagen.

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Krimis, die man 2013 lesen sollte (V)

(c) Heyne

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Der Mai ist auch aus Krimi-Sicht ein Wonnemonat: In den nächsten Tagen erscheinen einige der Bücher, die für mich zu den Highlights des Jahres zählen. Mal schauen, ob sie die hohen Erwartungen erfüllen. Den Beginn macht Warren Ellis mit “Gun Machine” (13. Mai). Warren Ellis ist eigentlich ein hervorragender Graphic Novelist, der auch Romane schreibt. Der Verlag preist das Buch folgendermaßen: Detective Tallow muss mitansehen, wie sein Partner von einem Irren niedergeschossen wird, woraufhin er zufällig ein verrammeltes Apartment entdeckt, das bis zur Decke mit Waffen vollgestopft ist. Jede einzelne davon hat einen Menschen getötet hat – und keiner dieser Morde wurde je aufgeklärt. Hunderte Fälle, die bereits bei den Akten lagen, müssen somit neu aufgerollt werden … Das klingt nach einem wahren Höllentrip voll schwarzem Humor und viel Action. Das kann aber auch gewaltig in die Hose gehen. Der erste Satz scheint jedenfalls vielversprechend: “Wenn man sich die Aufnahme des Notrufs anhörte, konnte man den Eindruck bekommen, die Tatsache, dass der Mann vor ihrer Apartmenttür nackt war, bereitete Mrs. Stegman mehr Sorgen als die großen Schrotflinte in seiner Hand.” Für mich eine der spannendsten Neuerscheinungen dieses Jahres.

(c) Dumont

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Einer meiner Lieblingsautoren legt dann am 21. Mai nach: “Stiller Zorn” von James Sallis ist der Auftakt der Lew-Griffin-Serie, die angesichts seiner Erfolge (“Driver”, “Driver 2”) bei Dumont wiederaufgelegt wird. Das Werk aus dem Jahr 1992 erschien bereits 1999 unter dem Titel “Die langbeinige Fliege”. Sallis hat zwischen 1992 und 2001 insgesamt sechs Teile rund um den schwarzen Privatdetektiv Lew Griffin geschrieben, von denen aber nur die ersten beiden auf Deutsch erschienen sind. Vielleicht werden ja nun alle sechs Bänder veröffentlicht – hoffen kann man zumindest.

(c) C. Bertelsmann

(c) C. Bertelsmann

Ende Mai erscheint dann “Das Fest der Schlange” (28. Mai) von Stephen Dobyns. Der Autor feiert im deutschsprachigen Raum damit eine Art Wiederauferstehung. Von Dobyns war zuletzt “Der Junge im Pool” (1998) auf Deutsch erschienen. Dobyns gilt als Meister des intelligenten Psychothrillers. Zum Inhalt schreibt der Verlag: Wie ein Lauffeuer verbreitet sich die Nachricht in der kleinen Stadt Brewster in Rhode Island: Auf der Säuglingsstation ist ein Baby verschwunden, und im Bettchen liegt eine Schlange. Dann wird ein Toter gefunden, ermordet und grausam skalpiert. Und wo kommen die Kojoten her, die nachts durch die Stadt streifen? Haben die seltsamen Hippies etwas damit zu tun? Betreiben sie einen Hexen- und Satanskult? Als auch noch eine Katze erhängt aufgefunden wird, gerät ganz Brewster in Panik. Kein Wunder, dass Stephen King dieses Buch empfiehlt.

(c) Goldmann

(c) Goldmann

Ebenfalls im Mai geht Michael Robothams “Bis du stirbst”  (20. Mai) ins Rennen. Ich habe von dem Autor bisher nichts gelesen, aber über ihn werden wahre Lobeshymnen – vor allem über sein letztes Werk “Der Insider” verfasst. Das aktuelle Buch scheint eine gute Möglichkeit, den Autor kennenzulernen.

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