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Wer erbt Elmore Leonards Krone?

(c) Faber & Faber

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“Who are the successors to Elmore Leonard’s crown?”, fragt der britische Telegraph. Meine Antwort: Niemand. Denn erstens ist der Autor kaum 48 Stunden tot und da kommt mir die Suche nach einem Erben ein wenig verfrüht vor. Und zweitens:  Was ist schon ein “King of Crime”? Es gibt gute und schlechte Krimiautoren. Den einen, der über allen anderen thront, gibt es nicht. Trotzdem finde ich die Auswahl jener fünf US-Autoren interessant, denen es Jake Kerridge in seinem Beitrag zutraut, Leonards “Flagge hochzuhalten”. Vor allem die zwei Erstgenannten sind wirklich Ausnahmetalente.

Don Winslow sei in Großbritannien einer des meistunterschätzten Autoren, schreibt Kerridge (wohl nicht nur dort!). Er nennt dessen Bücher “Zeit des Zorns” (auch als “Savages” von Oliver Stone – leider eher leidlich – verfilmt) und “Kings of Cool”. Sein eigentliches Meisterwerk ist meiner Meinung nach aber das Drogenepos “Tage der Toten” – für mich das bislang beste Stück Crime Fiction, das ich gelesen habe. Und ich warte tatsächlich immer noch auf Winslows erstes Buch, das mir nicht gefällt.

Dennis Lehane ist im deutschsprachigen Raum vor allem für “Mystic River” und “Shutter Island” bekannt. Sein Meisterwerk soll aber ähnlich wie bei Winslow ein Epos sein: Das im Boston spielende “Im Aufruhr jener Tage”. In meinem Regal steht das Buch schon, gelesen habe ich es leider noch nicht. Mit “Live by Night”, das zur Prohibitionszeit spielt, hat er heuer übrigens den begehrten Edgar Award gewonnen.

Von George Pelecanos ist die sogenannte Washington-Trilogie “Big Blowdown”, “King Suckerman” und “Eine süße Ewigkeit” auf Deutsch soeben wiederaufgelegt worden. Der erste Teil hat mich überzeugt, die beiden anderen warten ebenfalls im Regal darauf gelesen zu werden. Sein zuletzt erschienenes Buch “Ein schmutziges Geschäft” (zu meiner Rezension) ist zwar ein solider und unterhaltsamer Krimi, Meisterwerk ist es aber keines.

Tja, über meine Probleme mit Sara Gran habe ich hier schon geschrieben. Ich bin noch nicht überzeugt, dass sie tatsächlich so gut ist, wie alle meinen.

Von Elmore Leonards Sohn Peter Leonard ist auf Deutsch noch nichts erschienen. Bleibt zu hoffen, dass sich das nun ändert. Ich habe jedenfalls bei “The Thought Fox” einen feinen Beitrag von Peter Leonard gefunden, in dem er unter dem Titel “Travelling with Elmore” über seinen Vater schreibt (und übrigens auch eine nette Episode über sich, Elmore und George Pelecanos erzählt). Kerridge zufolge hat es sich jedenfalls als gut erwiesen, dass der Vater der erste Leser der Bücher seines Sohnes war: “Peter told me that when he was struggling to make a character called Dewan come to life, Elmore told him to change the spelling to DeJuan. ‘Oh my God, did that make a difference. Then the character started talking and he didn’t shut up.'” Also wenn schon unbedingt jemand erben muss, dann wohl der Sohn.

Zwei Name kommen mir noch spontan in den Sinn: Der im deutschsprachigen Raum nahezu gänzlich unbekannte Reed Farrel Coleman. Auf Deutsch ist von ihm bislang nur eine Koproduktion mit Ken Bruen, “Tower”, erschienen. Ich habe das Buch in einer Kurz-Rezension als “stimmungsvolles, kleines Meisterwerk” bezeichnet. Und Dave Zeltserman, von dem “28 Minuten” und “Paria” auf Deutsch erschienen sind.

Hätte es sich nicht nur um US-Autoren gehandelt, wären mir auch zwei irische Autoren eingefallen:  Adrian McKinty und Ken Bruen.

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KrimiZeit-Bestenliste Juli – Ein Abgleich

(c) Tropen

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Vor einem Monat ist die Brasilianerin Patrícia Melo mit “Leichendieb” auf Platz 1 in die KrimiZeit-Bestenliste eingestiegen. Im Juli konnte sie diesen Platz verteidigen. Und ich habe Melos Buch im Urlaub gelesen. In den nächsten Tagen gibt es meine Rezension dazu. Nur so viel vorab: Der Spitzenplatz ist durchaus gerechtfertigt.

Auf Platz 2 befindet sich ein Neueinsteiger: Warren Ellis mit “Gun Machine”. Auch über dieses ziemlich abgefahrene, unkonventionelle Buch werde ich hier in Kürze schreiben. Wer mal etwas ziemlich Anderes lesen mag, ist beim hauptberuflichen Graphic Novelist Ellis an der richtigen Adresse.

Sehr gespannt bin ich auf einen weiteren Einsteiger in der diesmonatigen Liste: “Osama” von Lavie Tidhar hat es auf Platz 5 geschafft. “Plausible Realitätsumkehr: Al-Kaida als Fantasieprodukt eines Serienschreibers”, kommentieren die Herausgeber der KrimiZeit-Bestenliste. Klingt nicht nach 08/15-Krimiware und befindet sich fix auf meiner Leseliste.

Sara Gran hat es mit “Das Ende der Welt” bereits zum vierten Mal auf die Liste geschafft. Hut ab, auch wenn sie mich mit dem Buch nicht überzeugen konnte, wie hier zu lesen war.

Stephen Dobyns “Das Fest der Schlangen” ist mit Platz 9 ebenfalls vertreten. Ich habe das Buch hier schon empfohlen, weiß aber nicht, ob ich dazu kommen werde, es zu lesen. Mein Interesse ist aber wieder geweckt, nicht nur weil Stephen King davon schwärmt. Erste Kritiken lassen viel erwarten.

Die Liste im Überblick:

  1. Patrícia Melo: “Leichendieb” (1)
  2. Warren Ellis: “Gun Machine” (-)
  3. Robert Hültner: “Am Ende des Tages” (2)
  4. Arne Dahl: “Bußestunde” (-)
  5. Lavie Tidhar: “Osama” (-)
  6. Olen Steinhauer: “Die Spinne” (3)
  7. Matthias Wittekindt: “Marmormänner” (8)
  8. Sara Gran: “Das Ende der Welt” (5)
  9. Stephen Dobyns: “Das Fest der Schlangen” (-)
  10. Mark Peterson: “Flesh & Blood” (9)

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Sara Gran: Das Ende der Welt / Stadt der Toten

(c) Droemer

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Sara Grans Krimis sind bestimmt nicht jedermanns Geschmack. Die meisten werden sie entweder lieben oder hassen. Ich habe mich noch nicht entschieden – und ich will auch erklären warum. Es liegt vor allem daran, dass ich den zweiten Teil der Claire DeWitt-Saga, “Das Ende der Welt”, vor dem ersten Teil, “Die Stadt der Toten”, gelesen habe. Ich bin mit einem Gefühl der Enttäuschung zurückgeblieben. Das sollte tatsächlich die hochgelobte Sara Gran sein? Ich entschloss mich daher, auch den Auftakt der Serie zu lesen.

Das war eine gute Entscheidung, die mich mit der Autorin versöhnt hat. Denn in “Die Stadt der Toten” spielt Gran ihr Können aus. Eigentlicher Hauptdarsteller ist für mich die von Hurrikan Katrina verwüstete und schwer gezeichnete Stadt New Orleans. Die offenen Wunden und schlecht verheilten Narben der Stadt korrespondieren auch mit dem Innenleben der Detektivin Claire DeWitt. Der zweite Teil spielt in San Francisco und in dieser Stadt wirkt DeWitt eher wie ein Fremdkörper.

(c) Droemer

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Aber auch inhaltlich erzählt Gran in “Die Stadt der Toten” eine faszinierende Geschichte – mit Humor und einer Detektivin die abseits aller Normen agiert und denkt. Das macht wirklich Spaß. Die Krimihandlung steht zwar nicht im Vordergrund, ist aber von Belang. Das ist im zweiten Teil nicht so. Da geht es eigentlich nur um DeWitts Innenleben. Die Krimihandlung driftet irgendwann vollkommen ab. Ich verstehe das zwar nun, da ich den ersten Teil auch kenne, besser. Aber eigentlich ist “Das Ende der Welt” nur ein Zwischenspiel. Vermutlich wäre es am besten die laut Autorin geplanten vier Teile irgendwann in einem Stück zu lesen. Da stört es dann auch nicht, dass sich die Figur DeWitt hemmungslos dem Kokainkonsum hingibt, um gegen die Geister der Vergangenheit und der Gegenwart anzukommen.

Mit der unkonventionellen Detektivin DeWitt hat Gran einen durchaus charmanten Charakter geschaffen, der mich im zweiten Teil aber eher genervt hat. Trotzdem will ich wissen, wie es mit der Heldin weitergeht und wie und ob sich die durch die zwei Teile ziehenden offenen Handlungsstränge auflösen. Oder ist es so, wie es in Teil eins einmal heißt:

“Die Rätsel enden nie.”

Diesen Verdacht werde ich nicht ganz los. Ich vergebe daher folgende Punkte:

Sara Gran: “Die Stadt der Toten”, übersetzt von Eva Bonné, Droemer, 361 Seiten.

8 von 10 Punkten

Sara Gran: “Das Ende der Welt”, übersetzt von Eva Bonné, Droemer, 367 Seiten.

4 von 10 Punkten

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KrimiZeit-Bestenliste Juni – Ein Abgleich

(c) Tropen

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Die KrimiZeit-Bestenliste bleibt auch im Juni fest in Frauenhand. Sara Gran muss zwar mit “Das Ende der Welt” die Spitzenposition abgeben und rangiert diesmal auf Platz 5. Dafür ist die Brasilianerin Parícia Melo mit “Leichendieb” von 0 auf Platz 1 eingestiegen. Das freut mich um so mehr, da ich das Buch bereits bei mir im Regal stehen habe. Eigentlich wollte ich es erst im August – kurz vor dem Brasilien-Schwerpunkt der Frankfurter Buchmesse – lesen. Nun muss ich mir überlegen, ob ich es noch so lange aushalte. Mit Sara Grans Buch werde ich mich übrigens in meinem nächsten Beitrag beschäftigen. Dann werde ich auch schildern, warum ich “Das Ende der Welt” eher zwiespältig beurteile.

Mit Giancarlo de Cataldo (“Der König von Rom”) und Cathi Unsworth (“Opfer”) finden sich zwei weitere Autoren auf der Liste, deren Krimis ich bereits gelesen habe. Beide sind übrigens bereits zum dritten Mal auf der Liste – Hut ab. Dass es Mark Petersons “Flesh & Blood” (Platz 9) ebenfalls in das Ranking geschafft habe, finde ich auch gut. Steht ebenfalls schon seit Wochen im Regal und wartet darauf, gelesen zu werden.

Ein Grund, warum ich die KrimiZeit-Bestenliste mag, ist dass ich dadurch immer wieder Bücher entdecke, auf die ich sonst nicht gestoßen wäre. Da durchforstet man ohnehin Internet und Verlagsvorschauen in schon fast unerträglichem Ausmaß und dennoch schaffen es manche Bücher nicht auf meinen Radar. Diesmal ist das bei Giampaolo Simis “Vater. Mörder. Kind” (Platz 7) der Fall. Ich hatte echt noch nie von dem Buch gehört. Der italienische Autor wirft einen intimen Blick hinter die bürgerliche Fassade und schildert den Kampf eines Vaters um seine Tochter. Klingt spannend.

Die Liste im Überblick:

  1. Patrícia Melo: “Leichendieb”
  2. Robert Hültner: “Am Ende des Tages”
  3. Olen Steinhauer: “Die Spinne”
  4. Daniel Suarez: “Kill Decision”
  5. Sara Gran: “Das Ende der Welt”
  6. Giancarlo de Cataldo: “Der König von Rom”
  7. Giampaolo Simi: “Vater. Mörder. Kind”
  8. Matthias Wittekindt: “Marmormänner”
  9. Mark Peterson: “Flesh & Blood”
  10. Cathi Unsworth: “Opfer”

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KrimiZeit-Bestenliste Mai – Ein Abgleich

(c) Droemer

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Ein guter Monat beginnt mit der KrimiZeit-Bestenliste. Seit Donnerstag ist das aktuelle Genre-Ranking verfügbar. Dass Sara Gran im Mai mit “Das Ende der Welt” den Sprung an die Spitze geschafft hat, ist nicht wirklich überraschend. Nach dem Einstieg auf Platz 3 im April war das fast schon erwartbar. Zudem lässt sich auf dem Buchrücken nachlesen, dass die KrimiZeit-Jury-Mitglieder Tobias Gohlis und Thomas Wörtche vom Vorgänger “Die Stadt der Toten” begeistert waren. Ein Heimspiel sozusagen. Die Autorin hat übrigens auch den Deutschen Krimipreis 2013 gewonnen. Ich werde hier in Kürze meine Eindrücke niederschreiben. Ich habe gerade Seite 300 absolviert und nähere mich dem Ende. Mehr sei vorerst nicht verraten.

Auf Rang 2 vorgerückt ist der Italiener Giancarlo de Cataldo mit “Der König von Rom”, seiner Vorgeschichte zu “Romanzo Criminale” (zu meiner Kritik). Auf den Plätzen 3 bis 5 tummeln sich dann drei Neueinsteiger, von denen ich Olen Steinhauer hervorheben will. “Die Spinne” ist sein dritter Milo-Weaver-Roman, der damit das Geheimdienst-Genre kräftig belebt. Ich habe den Weaver-Auftakt “Der Tourist” gelesen, der Nachfolger “Last Exit” steht bereits in meinem Regal. Eine gute Wahl würde ich sagen, zumal Steinhauer im deutschsprachigen Raum bislang wohl nur als Geheimtipp gehandelt wird.

Auf Platz 6 folgt schließlich Elmore Leonard mit “Raylan” (zu meiner Kritik). Ehre, wem Ehre gebührt. Leonard ist damit bereits zum dritten Mal vertreten – ebenso wie Joe R. Lansdale mit “Dunkle Gewässer”, der nach seinem April-Sieg auf Rang 8 abgerutscht ist. Meine Kritik zu Lansdales bluttriefender Huckleberry-Finn-Interpretation gibt es hier demnächst zu lesen. Auf Platz 7 dazwischengeschummelt hat sich Neueinsteiger Daniel Suarez mit “Kill Decision”, dessen Cover ich zum besten des Monats April gewählt habe. Von dem Buch werde ich nach meinen Erfahrungen mit den Vorgängern “Daemon” und “Darknet” aber die Finger lassen. Suarez behandelt zwar äußerst brennende und spannende Themen, kann aber meiner Meinung nach einfach nicht erzählen.

Auf Cathi Unsworths “Opfer”, das von Rang 6 auf 9 abgerutscht ist, freue ich mich schon. Gleich nach Ende der Gran-Lektüre rückt Unsworth nach. Ich bin schon auf den Vergleich zu Gran gespannt, werden die beiden doch momentan als die weiblichen Innovatorinnen des Krimi-Genres gepriesen. Und mit Ian Rankins “Mädchengrab” hat es ein wahrer Krimi-Veteran gerade noch ins Ranking geschafft. Es war mein erster Rebus (und Rankins Rebus Nummer 18). Aber so viel steht fest: Es war sicher nicht mein letzter. Ich werde nun vielleicht einfach von vorn beginnen. Auch dazu in Kürze mehr…

Die Liste im Überblick:

  1. Sara Gran: “Das Ende der Welt”
  2. Giancarlo de Cataldo: “Der König von Rom”
  3. Robert Hültner: “Am Ende des Tages”
  4. Olen Steinhauer: “Die Spinne”
  5. Matthias Wittekindt: “Marmormänner”
  6. Elmore Leonard: “Raylan”
  7. Daniel Suarez: “Kill Decision”
  8. Joe R. Lansdale: “Dunkle Gewässer”
  9. Cathi Unsworth: “Opfer”
  10. Ian Rankin: “Mädchengrab”

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KrimiZeit-Bestenliste April – Ein Abgleich

(Tropen)

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Die Krimizeit-Bestenliste für den April ist da! Und mein Tipp aus dem März hat sich als richtig erwiesen: Joe Lansdales Buch “Dunkle Gewässer” hat die Top-Position erobert. Zugegeben: Das war nicht schwer. Eine ausführliche Rezension wird es in Kürze an dieser Stelle geben. Als Vorgeschmack hier nur der erste Satz: “In jenem Sommer hörte Daddy auf, Fische mit dem Telfon oder mit Dynamit zu fangen, stattdessen vergiftete er sie mit grünen Walnüssen.” Kann man schöner in ein Buch starten?

Auch das Buch auf Platz zwei, Elmore Leonards “Raylan” habe ich bereits gelesen. Zur Rezension geht es hier. Nur kurz: “Raylan” zu lesen macht schlicht Spaß. Es mag kein Meisterwerk sein, aber das Buch versteht perfekt zu unterhalten. Auf Platz drei ist Sara Gran mit dem zweiten Buch rund um Detektivin Claire gelandet: “Das Ende der Welt”. Das hab ich ebenso wie den Vorgänger “Die Stadt der Toten” noch nicht gelesen. Meine Neugier steigt aber zunehmend. Ich hoffe, da bleibt Zeit im engen Krimi-Leseplan.

Auf Platz vier rangiert “Der König von Rom” von Giancarlo de Cataldo. Auch dazu gibt es hier bald etwas zu lesen. Das dünne, aber eindringliche Buch bietet die Vorgeschichte zu “Romanzo Criminale”. Zwei weitere Bücher der Liste habe ich fix eingeplant: Ian Rankins “Mädchengrab” – ich werde dann ausgerechnet mit seinem letzten Rebus-Roman erstmals in die erfolgreiche Krimi-Serie eintauchen. Und auch “Milano Criminale” steht schon im Regal. Über Derek Nikitas “Brüche” habe ich ebenfalls nur Gutes gelesen, aber irgendwann quellen die Regale über…

Die Liste im Überblick:

  1. Joe R. Lansdale: “Dunkle Gewässer”
  2. Elmore Leonard: “Raylan”
  3. Sara Gran: “Das Ende der Welt”
  4. Giancarlo de Cataldo: “Der König von Rom”
  5. Derek Nikitas: “Brüche”
  6. Cathi Unsworth: “Opfer”
  7. Ian Rankin: “Mädchengrab”
  8. Madison Smartt Bell: “Die Farbe der Nacht”
  9. Paolo Roversi: “Milano Criminale”
  10. P.D. James: “Der Tod kommt nach Pemberley”

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Krimis, die man 2013 lesen sollte (III)

(c) Kindler

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Gleich zu Monatsbeginn (1. März) lässt Sara Gran ihre unkonventionelle Ermittlerin Claire de Witt in “Das Ende der Welt” wieder von der Leine. Mal sehen, ob sie an das Vorgängerbuch “Die Stadt der Toten” – ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2013 – anschließen kann. Erste Rezensionen zufolge dürfte es sich aber mehr um einen Drogentrip als einen Krimi handeln…

Nach “Im Eis” legt Melanie McGrath mit “Zeichen im Schnee” (8. März) den zweiten Teil ihrer Serie rund um Edie Kiglatuk, einer Inuk-Frau und erfahrenen Arktis-Jägerin, vor. Iihre Ermittlungen führen sie laut Verlagsinformation in den Umkreis der Protagonisten des Wahlkampfs um den Gouverneursposten von Alaska, der gerade erbittert geführt wird. Während sich Edie mächtige Feinde macht, ist Sammy auf seinem Schlitten in der Wildnis allein unterwegs – jedem Anschlag hilflos ausgeliefert. Nach einem tollen ersten Teil, sind die Hoffnungen auch hier groß.

Der Italiener Giancarlo De Cataldo erzählt mit “Der König von Rom” (11. März) die Vorgeschichte zu “Romanzo Criminale”, das ihn berühmt gemacht hat. De Cataldo ist Richter in Rom und beschreibt den Aufstieg des Chefs der berüchtigten Magliana-Bande, basierend auf Prozessakten.

George Pelecanos “Eine süße Ewigkeit” (11. März) ist nach den ersten beiden Bände “King Suckermann” und “Das große Umlegen” der Abschluss der neu aufgelegten Washington-Noir-Trilogie.

Persönlich besonders gespannt bin ich auf Ian Rankins “Mädchengrab” (11. März). Darin kehrt die Edinburgher Insepektoren-Legenden John Rebus wieder zurück. Statt untätig zu Hause herum zu sitzen, geht er aber in der “Cold Case”-Abteilung alten ungelösten Verbrechen nach. Ich oute mich: Für mich ist deshalb so interessant, weil es mein erster Rebus-Roman sein wird.

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