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Noah Hawley: Vor dem Fall

(c) Goldmann

Noah Hawley hat mit “Vor dem Fall” den begehrten “Edgar Allan Poe Award” für den besten Kriminalroman des Jahres 2017 gewonnen. Bei dem Absturz eines Privatjets sterben alle Insassen – bis auf den Maler Scott Burroughs, der sich in einer Sinneskrise befindet, und den vierjährigen JJ. Burroughs rettet den Buben. Die Medien feiern Burroughs als Helden, doch als sich dieser verweigert, dreht sich der Spieß um: Schnell werden Fragen gestellt: Warum war er an Bord? Warum malt er Bilder von Katastrophen? Ist er auf irgendeine Weise schuldig?

Präzise beschreibt Hawley von dem Leben nach dem Absturz. Er lässt zu Beginn vieles vage, wodurch der Leser im Unklaren bleibt. Nur Stück für Stück offenbart der Autor die wahre Geschichte. Tatsächlich ist das Buch mehr Gesellschafts- als Spannungsroman. Ich persönlich hätte mir aber etwas mehr erwartet. Ich blieb irgendwie immer nur Beobachter, fühlte mich nie so ganz involviert.

Die Geschichte ist gut erzählt, aber letztlich auch sehr konventionell – mir fehlt dann doch das Besondere. Nicht, dass ich das unbedingt brauchen würde, aber von einem Kriminalroman des Jahres erwarte ich mir einfach eine Spur mehr. Das ist solide, aber nicht außergewöhnlich.

7 von 10 Punkten

Noah Hawley: “Vor dem Fall”, übersetzt von Rainer Schmidt, Goldmann, 447 Seiten.

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Filed under Rezensionen

Gratulation! Edgar Award für Adrian McKinty

(c) Suhrkamp Nova

Die Edgar Awards 2017 sind vergeben worden. Als bester Kriminalroman wurde “Vor dem Fall” von Noah Hawley ausgezeichnet. Ich hatte vergangenes Jahr immer wieder überlegt, mir dieses Buch zuzulegen, es dann aber dann doch nicht getan. Das war offenbar ein Fehler. Mal schauen, ob ich demnächst doch noch dazu komme.

Als bester Krimierstling wurde “Under the Harrow” von Flynn Berry ausgezeichnet – und hat sich damit auch gegen die bereits auf Deutsch erhältlichen Krimis “IQ” von Joe Ide und “Drifters” von Nicholas Petrie (die Besprechung der beiden Bücher erfolgt hier in Kürze; Ide wäre auch preiswürdig gewesen) durchgesetzt. Auch Favorit Bill Beverly mit “Dodgers”, Gewinner des “Gold Dagger”, ging leer aus.

Besonders erfreulich: Adrian McKinty konnte mit “Rain Dogs” in der Kategorie “Best Paperback” gewinnen. Meine Besprechung folgt hier auch so rasch wie möglich.

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