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Die besten Krimi-Cover im Juli

(c) Kunstmann

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Wie wichtig Cover sind, zeigt sich für mich am Beispiel von “Ich träumte von Elefanten” (Kunstmann) von Ivica Djikic. Erst dadurch wurde ich beim Schmökern durch die Juli-Neuerscheinungen bei krimicouch.de auf das Buch aufmerksam. Deshalb für mich: Platz eins im Juli. Ich glaube nicht, dass ich sonst auf diesen in Kroatien spielenden Krimi gestoßen wäre. Worum es geht: Andrija Sucic, ehemaliger Elitesoldat und Bodyguard des kroatischen Präsidenten wird vor seinem Haus ermordet. Er hat zuviel geredet: Massengräber, Morde an Zivilisten, ethnische Säuberungen – und eine seltsame Geschichte mit Elefanten. “Seine Nachforschungen führen ihn tief in den Sumpf aus Krieg und Kriminalität, in dem der neue Staat geformt wurde, in Hinterzimmer, in denen sich Staatsanwälte, Generäle und Politiker mit Mafiosi treffen”, heißt es im Verlagstext. Ich bin gespannt  und gratuliere den Gestaltern des Buchcovers.

(c) Blanvalet

(c) Blanvalet

Auf Platz zwei ist ein ungewöhnliches Buchprojekt gelandet. Mehr als zwei Dutzend mehr oder weniger namhafte Krimiautoren haben sich zusammengeschlossen, um gemeinsam einen Krimi zu schreiben. “Letzte Ruhe” (blanvalet) heißt der Titel des Buches. Wem es bisher noch nicht aufgefallen ist: Die Gestalter des Covers haben wohl nicht zufällig 26 Patronen (= 26 Autoren) ausgewählt. Ungewöhnlich finde ich es jedenfalls, dass das Buch bislang (Stand: 1. August, 21 Uhr) keine einzige Amazon.de-Besprechung aufweisen kann. Ob der PR-Schmäh hier nicht aufgegangen ist?

(c) dtv

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Der dritte Platz geht an die Gestalter von Ken Bruens drittem Teil der Jack-Taylor-Reihe mit dem Titel “Jack Taylor fährt zur Hölle” (dtv). Die Serie wurde ja bereits einmal aufgelegt. Mir gefällt die nun erfolgte optische Neuauffrischung aber sehr gut. Es sieht einfach fein aus, wenn man diese Bücher im Regal stehen hat. So macht Krimi sammeln Spaß. Das haben offenbar die Verantwortlichen bei dtv erkannt. Vielen Dank.

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Krimis, die man 2013 lesen sollte (VII)

(c) Blanvalet

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Nachdem der Juni für mich ein absoluter Wonnemonat war, ist meine Juli-Liste, was Krimi-Neuerscheinungen betrifft, eher kurz. Mein erster Tipp bezieht sich auf ein Buch, von dem ich mir jetzt eigentlich nicht so viel erwarte, dass aber aufgrund seiner Entstehungsgeschichte sehr interessant ist: “Letzte Ruhe” (15. Juli). Geschrieben wurde dieser Krimi von 26 Autoren, darunter Jeffery Deaver, Kathy Reichs und T. Jefferson Parker. Im Vorwort wirbt David Baldacci: “Dieser Roman ist eine echte Besonderheit, weil Krimiautoren oft in sich gekehrte, paranoide und höchst unfreundliche Zeitgenossen sind, wenn es um ihre Arbeit geht.” Hier haben sie sich aber zusammengeschlossen.

Baldacci verweist auch darauf, dass die Geschichte mit einem Paukenschlag beginnt. Ich habe mir daher mal die ersten Zeilen durchgelesen und das klingt schon ziemlich gekonnt spannungserzeugend: “Es gibt immer diesen einen Fall. Diesen einen, der einem nachts den Schlaf raubt. Diesen einen Täter, der davongekommen ist.” Ja, da will man natürlich mehr wissen. Die Qualität der Autoren lässt auf alle Fälle hoffen. Ideal für den Strand!

(c) Goldmann

(c) Goldmann

Mich persönlich interessiert aber mehr Alice LaPlantes “Ich darf nicht vergessen” (15. Juli). Worum es geht? Ich will diesmal einfach den Verlagstext zitieren, weil der es gut auf den Punkt bringt: Amanda O‘Toole ist ermordet worden. Von ihrer rechten Hand wurden vier Finger fein säuberlich abgetrennt. Für ihre beste Freundin, die Chirurgin Jennifer White, wäre diese Art von Operation ein Kinderspiel. Aber Jennifer leidet an Demenz und weiß nicht mehr, was in der Nacht passierte, als Amanda starb. Immer öfter fehlen Jennifer die Erinnerungen, und immer öfter kann sie nicht einmal mehr sagen, wer sie selbst ist oder wem sie vertrauen kann. Sie will nicht vergessen, aber sollte sie es vielleicht besser?

Das klingt nach einem außergewöhnlichen Krimi. Mal sehen, ob LaPlante den hohen Erwartungen gerecht werden kann.

(c) Suhrkamp

(c) Suhrkamp

Buchtipp Nummer drei ist Walter Mosleys “Manhattan Fever” (15. Juli). Ich muss leider zugeben: Mosley ist – obwohl er den Klassiker “Teufel in Blau” geschrieben hat – ein blinder Fleck bei mir. Ich habe von ihm bislang nichts gelesen und angesichts der sich auftürmenden Krimis habe ich die Befürchtung, dass auch diesmal nichts daraus wird. Und vielleicht sollte ich die Leonid-McGill-Reihe auch von vorne starten und nicht mittendrin…

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