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Krimi-Bestenliste im Mai/Juni: Ein Abgleich

(c) Liebeskind

Puuh, wow, ich war nicht einmal auf Urlaub und habe den Blog nun tatsächlich einen Monat lang schleifen lassen. Nun ja, dann halt gleich die Krimi-Bestenliste im Doppelschlag.

James Sallis führte im Mai zum zweiten Mal in Folge die Krimi-Bestenliste an. Ich habe hier schon erklärt, warum mich das in diesem Fall bedingt begeisterte, obwohl Sallis zu den ganz großen Krimiautoren zählt.

Ich habe in den vergangenen Wochen viele Kriminalromane von Autorinnen gelesen – darunter auch Melissa Scrivner Loves “Lola”, Sara Grans “Das Ende der Lügen” und Tess Sharpes “River of Violence”. Müsste ich eine Reihung vornehmen, würde ich die Reihenfolge genau umdrehen. Sharpe hat mich wirklich begeistert, Gran ist immer etwas ganz Eigenes und Scrivner Love ist guter Mainstream (daher am Lesermarkt wohl auch am erfolgreichsten). Lola ist eine spannende Figur, aber ihrer Autorin fehlt der letzte Mut, sie auch einfach böse sein zu lassen. Sie rechtfertigt aus meiner Sicht die Handlungen ihrer Figur zu sehr. Sharpe ist da um einiges konsequenter. Wenn schon drogendealende, mordende Frau – dann bitte richtig.

Wenn wir schon bei starken Autorinnen und starken weiblichen Figuren sind – Christine Lehmann sollte ich wohl auch mal lesen, zumal sie ihre Position im Juni verbessert hat. Die kenne ich noch gar nicht…

Mit “Fiona” hat zudem auch Harry Bingham eine außergewöhnliche weibliche Figur erschaffen, die nun endlich auch auf meinem Radar gelandet ist. Wahnsinn, da gibt es ja schon fünf Bände rund um Fiona.

Tja, über Don Winslows “Jahre des Jägers” habe ich hier schon geschrieben. Joseph Incardonas “Aspahltdschungel” würde mich schon interessieren, aber ich fürchte, das wird sich bei mir nicht ausgehen.

Mittlerweile habe ich auch die neue Nummer eins aus dem Juni, “Berlin Prepper” von Johannes Groschupf, gelesen. Naja, nicht schlecht, aber ganz überzeugt war ich auch nicht, da war mehr drin. Feines Setting, aber erzählerisch doch mit Schwachstellen.

Die Liste im Juni:

1. Johannes Groschupf: Berlin Prepper (-)
2. Liza Cody: Ballade einer vergessenen Toten (-)
3. Kate Atkinson: Deckname Flamingo (-)
4. Christine Lehmann: Die zweite Welt (6)
5. Ivy Pochoda: Wonder Valley (-)
6. Harry Bingham: Fiona – Wo die Toten leben (7)
7. Graham Moore: Der Mann, der Sherlock Holmes tötete (-)
8. Andrew Carmel: Murder Swing (-)
9. Joseph Incardona: Asphaltdschungel (4)
10. Tess Sharpe: River of Violence (10)

Die Liste im Mai:

1. James Sallis: Willnot (1)
2. Melissa Scrivner Love: Lola (8)
3. Heinrich Steinfest: Der schlaflose Cheng (2)
4. Joseph Incardona: Asphaltdschungel (-)
5. Don Winslow: Jahre des Jägers (9)
6. Christine Lehmann: Die zweite Welt (-)
7. Harry Bingham: Fiona – Wo die Toten leben (-)
8. Jonathan Robijn: Kongo Blues (7)
9. Sara Gran: Das Ende der Lügen (3)
10. Tess Sharpe: River of Violence (-)

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Krimi-Bestenliste Juni: Ein Abgleich

(c) Ariadne

Spät, aber doch serviere ich die aktuelle Krimi-Bestenliste für den Monat Juni. Denise Mina hat mit “Blut Salz Wasser” tatsächlich den Sprung an die Spitze geschafft. scheint Pflichtlektüre zu sein. Seit “Das Vergessen” bin ich ein Fan der Autorin und möchte daher auch das neueste Werk unbedingt lesen.

Über Dan Chaons “Der Wille zum Bösen” hört man teilweise hymnische Kritiken. Aber mich schreckt dieses Serienmöder-Element schon sehr massiv ab. Aidan Truhens “Fuck You Very Much” und Douglas E. Winters “Run” wiederum klingen nach der idealen Urlaubslektüre.

Fein, dass der kürzlich verstorbene Philip Kerr erneut in der Liste auftaucht, ich werde aber wohl trotzdem auf einen späteren Band der Bernie-Gunther-Serie warten. “Kalter Frieden” spricht mich thematisch nicht so ganz an.

Hideo Yokoyamas “64” ist somit das einzige Buch der Liste, das ich bisher gelesen habe.

Die Liste im Überblick:

1. Denise Mina: Blut Salz Wasser (2)
2. Dan Chaon: Der Wille zum Bösen (-)
3. Aidan Truhen: Fuck You Very Much (4)
4. Douglas E. Winter: Run (-)
5. Graeme Macrae Burnet: Der Unfall auf der A 35 (10)
6. Dominique Manotti: Kesseltreiben (-)
7. Hideo Yokoyama: 64 (1)
8. Philip Kerr: Kalter Frieden (9)
9. Joyce Carol Oakes: Pik-Bube (-)
10. Friedemann Hahn: Foresta Nera (-)

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Krimi-Bestenliste Juni: Ein Abgleich

(c) Litradukt

Die Krimi-Bestenliste im Juni bringt drei Neueinstiege, von denen zwei ziemlich spät kommen. Sowohl Tom Boumans “Auf der Jagd” als auch Adrian McKintys “Rain Dogs” sind schon seit Anfang Februar auf dem Markt. Über “Rain Dogs” und den Autor McKinty habe ich hier zuletzt ausführlich geschrieben.

Tom Boumans Buch habe ich vor Wochen zu lesen begonnen. Nach rund 80 Seiten habe ich es dann abgebrochen – gar nicht geplant, sondern weil vermutlich ein anderes Buch dazwischen kam, dass es zu besprechen galt. Danach habe ich die Lektüre nicht mehr aufgenommen. Ich kann jetzt nicht sagen, dass das Gelesene schlecht war, aber es hat mich auch nicht wirklich gefesselt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jetzt noch mal weiterlese.

Zu Neueinstieg Nummer drei: Monika Geiers “Alles so hell da vorn” steht fix auf meinem Leseplan. Aber jetzt kommt zuerst einmal Don Winslows “Corruption” an die Reihe. Die Vorfreude ist groß!

Mit “Rain Dogs”, “Geld ist nicht genug” (Besprechung demnächst) und “Der Block” habe ich also drei Bücher der aktuellen Liste gelesen.

“Eine kurze Geschichte von sieben Morden” juckt mich weiterhin sehr, wenn das Buch bloß nicht so dick wäre. Aber vielleicht ist das die perfekte Urlaubslektüre.

Die Liste im Überblick:

1. Gary Victor: Suff und Sühne (1)
2. Tom Bouman: Auf der Jagd (-)
3. Wallace Stroby: Geld ist nicht genug (4)
4. Carol O´Connell: Es geschah im Dunkeln (6)
5. James Rayburn: Sie werden dich finden (5)
6. Candice Fox: Fall (3)
7. Adrian McKinty: Rain Dogs (-)
8. Jérôme Leroy: Der Block (2)
9. Monika Geier: Alles so hell da vorn (-)
10. Marlon James: Eine kurze Geschichte von sieben Morden (7)

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