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Krimi-Bestenliste Juli: Ein Abgleich

(c) Ariadne Kriminalroman

Die Krimi-Bestenliste im Juli ist aus vielen Gründen interessant. Einerseits habe ich Monika Geiers “Alles so hell da vorn” gerade erst hier erwähnt. Platz eins steigert nun meine Neugier nochmals. Und Don Winslow hat mit “Corruption” zu seiner alten Form zurückgefunden, wie ich hier in Kürze ausführen werde.

Tom Boumans “Auf der Jagd” habe ich zu lesen begonnen, aber die Lektüre dann niemals wieder aufgenommen, mir war das ein wenig zu langsam. Adrian McKinty hat mit “Rain Dogs” wie gewohnt einen tollen Kriminalroman vorgelegt.

Von Candice Fox werde ich erst wieder ihr Stand-Alone “Crimson Lake” (das im Herbst erscheint) lesen, der Auftakt (“Hades”) ihrer Trilogie hat mich vor den beiden folgenden Teilen, also auch “Fall”, abgeschreckt. Paula Hawkins “Into the Water” habe ich hingegen bereits gelesen, nachdem ich ihr Debüt “Girl on the Train” verpasst hatte – auch dazu gibt es bald mehr.

Dann muss ich gestehen, dass mir die beiden Bücher von Carsten Jensen und Jess Kidd gar nichts sagen. Ich werde mich diesbezüglich rasch schlauer machen. Dafür freue ich mich umso mehr auf die Lektüre von Becks “Die Lieferantin” und Pelecanos “Hard Revolution” – die beiden Bücher habe ich fix eingeplant.

Die Liste im Überblick:

1. Monika Geier: Alles so hell da vorn (9)
2. Carsten Jensen: Der erste Stein (-)
3. Don Winslow: Corruption (-)
4. Tom Bouman: Auf der Jagd (2)
5. Adrian McKinty: Rain Dogs (7)
6. Candice Fox: Fall (6)
7. Jess Kidd: Der Freund der Tote (-)
8. Paula Hawkins: Into the Water (-)
9. Zoë Beck: Die Lieferantin (-)
10. George Pelecanos: Hard Revolution (-)

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KrimiZeit-Bestenliste im Juli: Ein Abgleich

(c) Ariadne Kriminalroman

(c) Ariadne Kriminalroman

Urlaubsbedingt war es auf crimenoir in den vergangenen Woche ziemlich still. Das ändert sich nun wieder. Zunächst will ich gleich mal meinen allmonatlichen KrimiZeit-Abgleich nachholen. Über Merle Krögers “Havarie” und Don Winslows “Das Kartell” werde ich hier in Kürze schreiben. Ich finde die hohen Platzierungen beider Bücher gerechtfertigt, obwohl dies bei Winslow einige Krimiexperten durchaus anders sehen.

Vor allem Alf Mayer erklärt auf culturmag in einer Abrechnung sehr ausführlich, warum Winslows 800-Seiten-Epos seiner Meinung nach “im Meer der Fakten Schiffbruch erleidet”: “Die Buchdeckel sind eh nur pro Forma, handelt es sich doch inhaltlich um einen ziemlich geschmacksneutralen, aufgeblähten Guglhupf. Winslows Hefeteig ist die mexikanische Wirklichkeit, monströs genug, aber er erzählt sie meist nur nach, verdichtet sie nicht zu etwas, das man Literatur nennen könnte. Dies in einer Kraftmaxen-Prosa, die stets tut, als hätte sie alles im Griff. Aber es fehlen Eleganz, Besonderheit, Risiko, Temperament – und am schlimmsten, wirkliche Empathie für all das Leid, auch wenn sie behauptet wird. Winslow will cool sein, das ist sein Hauptaugenmerk. Hier ist das öfter ziemlich obszön.”

Auch Sonja Hartl zeigt sich auf zeilenkino wenig begeistert: “Doch obwohl das Buch über 800 Seiten lang ist, entwickelt kaum Figur eine eigene Stimme – eine mögliche Ausnahme ist der Reporter Pablo Mora, dessen Potential Winslow leider nicht ausschöpft –, vielmehr werden Ereignisse und Erlebnisabschnitte abgehandelt. Möglichst schnell, möglichst abgehakt und möglichst didaktisch.”

Die beiden haben mit ihrer Kritik durchaus recht, ich werde aber zu erklären versuchen, warum ich “Das Kartell” und Don Winslow weiterhin für ausgesprochen lesenswert halte.

Zu den weiteren Büchern: Sara Grans “Dope” werde ich wohl auslassen, ich konnte schon die allgemeine Begeisterung über die Claire-DeWitt-Krimis nicht ganz nachvollziehen und ich werde daher von diesem Frühwerk mal die Finger lassen. Ebenso wie von Dominique Manottis “Abpfiff” – auch mit dieser hochgelobten Autorin bin ich noch nicht so ganz warm geworden.

Gary Victors Haiti-Krimi “Soro” will ich hingegen unbedingt lesen. Antonin Varennes “Die sieben Leben des Arthur Bowman” habe ich hier ja schon mal erwähnt, ich werde aber wohl erst das Erscheinen der Taschenbuch-Ausgabe abwarten.

Die Liste im Überblick:

1 (-) Merle Kröger: Havarie
2 (3) Sara Gran: Dope
3 (-) Don Winslow: Das Kartell
4 (2) Dominique Manotti: Abpfiff
5 (5) Gary Victor: Soro
6 (-) Carol O’Connell: Kreidemädchen
7 (-) Roger Smith: Leichtes Opfer
8 (-) Wu Ming: 54
9 (8) James Ellroy: Perfidia
10 (-) Antonin Varenne: Die sieben Leben des Arthur Bowman

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