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Lee Child: Der letzte Befehl

(c) Blanvalet

Lee Childs Jack-Reacher-Thriller sind die perfekte Lektüre für den Urlaub. Ich bin da beim Lesen nicht ganz so anspruchsvoll und genieße gern Reachers politisch unkorrekte, leicht machomäßige (“Ich meine, die Kerle waren anfangs zu viert, und ich habe ihnen die Chance gegeben, mit Verstärkung zurückzukommen. Und was tun sie? Sie kreuzen mit zwei Mann mehr auf. Das war’s schon. Die Kerle sind nur zu sechst angetreten. Was hat das zu bedeuten? Das ist bewusste Respektlosigkeit.”) Welt. “Der letzte Befehl” zeigt uns laut Rückentext des Buches “die Geburt einer Thriller-Legende: Jack Reacher – wie alles begann!”.

Nun ja, allzu viel Neues erfährt man über Jack Reacher nun auch wieder nicht. Interessant ist vielmehr, dass das nun auf Deutsch vorliegende Buch eigentlich Nummer 16 der Reacher-Reihe ist, aber erst nach Abschluss der sogenannten Susan-Turner-Tetralogie als 18. Band erscheint. Zumindest dürfte ab nun die richtige Reihenfolge wiederhergestellt sein.

Aber zurück zu Reacher: Wie gesagt, viel Neues erfährt man nicht über ihn. Bloß die Ursprünge seiner Verhaltensweisen werden hier noch einmal erklärt. Etwa: Warum kauft sich Reacher immer wieder neue T-Shirts statt sie waschen zu lassen, wenn sie schmutzig sind? Ein wenig Reacher-Nostalgie sozusagen.

Auch spielt der Autor gekonnt mit Erwartungen. Zwar wird Reachers Bruder immer wieder erwähnt. Aber Child versteht es gekonnt, den Leser mit wenig neuen bis gar keinen Informationen zurückzulassen. Hier foppt er die Leser genußvoll, das sind schöne Schmähs für echte Reacher-Fans. Natürlich dürfen auch die oben erwähnten Schlägereien nicht fehlen.

Allerdings war mir das diesmal doch ein wenig zu schablonenhaft runtergeschrieben, über die ideenlosen Sexszenen will ich erst gar kein Wort verlieren. Recht phantasielos.

6 von 10 Punkten

Lee Child: “Der letzte Befehl”, übersetzt von Wulf Bergner, Blanvalet, 448 Seiten.

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