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Hitzerekorde: Krimi-Tipps zum Abkühlen

(c) Kindler

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Die brütende Hitze ist kaum auszuhalten. Was kann man da als Leser tun? Zum Beispiel die Schwerpunktausgabe “Meer” der “Presse am Sonntag” lesen. Das birgt aber die Gefahr, dass die Sehnsucht danach zu groß wird. Um bei Krimis zu bleiben, gibt es noch eine Möglichkeit: Entweder man liest etwas nach dem Motto “Im Eis” (zum Abkühlen) oder “Glutzhitze” (denn es geht immer noch schlimmer!). Zufällig gibt es zwei ausgezeichnete Kriminalromane, die genau diese Titel tragen. Ich will sie hier kurz empfehlen, vielleicht ist ja jemandem gerade danach.

“Im Eis” von Melanie McGrath spielt nur ein paar hundert Kilometer unter dem Nordpol. Hauptfigur ist Edie Kiglatuk, Inuk-Frau und Arktis-Jägerin. Der Sunday Telegraph schrieb über das Buch: “Edie ist eine geniale und sehr originelle Figur. Aber die eigentliche Heldin dieses Romans ist die Arktis selbst.” Klingt angesichts der hohen Temperaturen vielversprechend. Und ich will auch noch den ersten Satz als Appetitanreger vorstellen: “Während sie einen Brocken vom Eisberg schmolz, um Tee zu kochen, grübelte Edie Kiglatuk darüber nach, weshalb diese Jagdexpedition so vollkommen erfolglos verlief.” Da fühlt man sich gleich abgekühlt.

(c) Suhrkamp

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“Gluthitze” von Joe R. Lansdale wiederum führt an einen Ort, an dem es noch viel heißer ist als momentan in Mitteleuropa: Camp Rapture, eine Kleinstadt mitten in Texas. Die Stadt liegt, wie der Titel schon verrät, unter einer Hitzeglocke. Bereits auf Seite eins ist zu lesen: “Der Sonnenschein ergoss sich wie geplatzter Eidotter über Bürgersteige und Gärten, wo er mit seiner heißen Pracht das Gras beinahe wegzubrennen schien. Alles wirkte warm und frisch, selbst die Häuser im ärmeren Teil der Stadt, deren uralter, weißer Außenanstrich sich schälte wie bei einem Sonnenbrand. “ Und da will noch wer jammern?

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