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Die besten Krimi-Cover im Oktober

(c) rororo

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Der Oktober war aus Krimi-Cover-Sicht ein feiner Monat. Da haben sich die Buchgestalter etwas einfallen lassen. Am besten hat mir dann nach einigem Überlegen doch “Cash Out” von Greg Bardsley (rororo) gefallen. Das Cover gibt den Inhalt gut wieder: Dan Jordan, der Held der Geschichte, hat soeben eine Sterilisation hinter sich (er ist also wohl die Gestalt rechts) und die Schmerztabletten helfen nicht so richtig. Dennoch hat er einen genialen Plan, der ihm eine Million Dollar verschaffen soll. Doch dann wird er von ehemaligen IT-Kollegen (die Gestalten links?) überfallen, die ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Eine wahnwitzige Jagd durch Silicon Valley beginnt. Und ich muss gestehen: Das Buch steht bereits in meinem Regal, das Cover hat bei meiner Kaufentscheidung keine kleine Rolle gespielt. Jetzt muss der Inhalt auch noch stimmen…

(c) Atrium

(c) Atrium

Auf Platz zwei landet “Die satten Toten” von Sam Millar (Atrium). Es handelt sich dabei um den zweiten Fall von Karl Kane. Über Teil eins, “Die Bestien von Belfast”, habe ich hier schon geschrieben. “Millar hat ein wildes Buch geschrieben, das stellenweise ausufert und abstößt, aber im Verlauf der Geschichte immer mehr fesselt und fasziniert”, hat mein Urteil damals gelautet. Dass der Inhalt wohl wieder schwer erträglich sein wird, drückt auch das aktuelle Cover ziemlich deutlich aus. Der Verlagstext lässt diesen Schluss auch zu: In Belfast geht ein Killer um, der seine Opfer mästet, bevor er sie tötet. Ich hoffe, Millar kriegt auch diesmal die Kurve und driftet nicht in voyeuristische Metzeleien ab.

(c) carl's books

(c) carl’s books

Die Oktober-Cover-Liste komplett macht “Malavita” von Tonino Benacquista (carl’s books). Die Mafia-Komödie wurde soeben auch mit Robert de Niro, Michelle Pfeiffer und Tommy Lee Jones unter der Regie von Luc Besson verfilmt. Mich spricht das Cover einfach an. Der Verlagstext: In dem beschaulichen Ort Cholong-sur-Avre in der Normandie lässt sich eine amerikanische Familie nieder. Fred Blake schreibt ein Buch über die Landung der Alliierten; seine Frau Maggie engagiert sich bei Wohltätigkeitsveranstaltungen; Belle, ihre Tochter, verdreht allen Männern den Kopf; und Sohn Warren wird zum Rächer des Schulhofs. Eine ganz normale Familie also? Nein, denn Fred heißt in Wahrheit Giovanni Manzoni. Er war einer der ganz großen Mafia-Bosse in den USA, bis er im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms nach Frankreich umgesiedelt wurde. Und weil es den Blakes nicht wirklich gut gelingt, sich unauffällig zu verhalten, ist vorprogrammiert, dass die Tarnung bald auffliegt …

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Krimis, die man 2013 lesen sollte (X)

(c) Berlin Verlag

(c) Berlin Verlag

Vor einigen Tagen habe ich hier bereits berichtet, dass der neue James-Bond-Roman “Solo” (Berlin Verlag) am 1. Oktober erschienen ist. Ich habe das Buch mittlerweile gelesen und werde dazu in Kürze hier schreiben. Nur kurz: William Boyd schließt mit seinem 007 an jene Geheimagenten-Figur an, die Erfinder Ian Fleming ursprünglich geschaffen hat. In ersten Rezensionen zu dem neuen Buch konnte ich eine besondere Problematik erkennen: Viele Rezensenten dürften vor allem den Film-Bond kennen, aber nicht die Ian-Fleming-Romane. Und dann sind Vergleiche tatsächlich wie Äpfel mit Birnen. Dazu aber bald mehr.

(c) dtv Premium

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Ebenfalls am 1. Oktober erschienen ist “Rückkehr nach Killybegs” (dtv Premium) von Sorj Chalandon. Zum Inhalt schreibt der Verlag: Tyrone Meehan ist zurückgekehrt, in das Cottage seines Vaters, im irischen Killybegs. Hier wartet er auf die Rache seiner Landsleute, auf seine Erschießung. Er hat sein Land verraten, die IRA, seine Familie 2006 wurde er, ein ranghoher IRA-Kämpfer, als Spion des britischen Geheimdienstes enttarnt. Er hatte einst im Kampfgetümmel einen Gefährten erschossen. Seine Männer bemerkten dies nicht, kürten ihn sogar zum Helden. Der MI 5 aber kannte den wahren Sachverhalt – und erpresste Meehan. Aber Achtung! Es dürfte sich dabei nicht um einen klassischen Krimi handeln, wie auch Hammett-Krimis schreibt: “Ein Kriminalroman ist dies hier nur am Rand und im weitesten Sinne.” Mich wird das nicht vom Lesen abhalten. Das Buch ist fix eingeplant.

(c) rororo

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Sehr vielversprechend dürfte auch ein anderes Buch sein, das gestern den Weg in mein Regal gefunden hat. “Cash Out” (rororo), ebenfalls am 1. Oktober erschienen, von Greg Bardsley wird als Thriller tituliert, doch auch der Humor dürfte darin nicht zu kurz kommen. Der Verlag verspricht “eine wahnwitzige Jagd durchs Silicon Valley: Der Held brüllt vor Schmerzen, der Leser vor Lachen.” Bei solchen Empfehlungen muss man ja immer vorsichtig sein, aber ich hoffe auf das Beste. Das Buch beginnt übrigens mit der Sterilisation von Dan Jordan, der Hauptfigur: “Gott, was würde meine Frau dafür geben, mich so zu sehen.”

(c) suhrkamp

(c) suhrkamp

Am 21. Oktober erscheint “Der Geschmack der Gewalt” von Frank Bill (suhrkamp). Von Bill ist im Vorjahr der Kurzgeschichtenband “Cold Hard Love” erschienen. “Southern Indiana präsentiert sich in seinen Kurzgeschichten als jene Gegend, um die man bei einem USA-Trip einen weiten Bogen machen sollte. Bei aller Gewalt erweist sich Bill aber auch als sprachgewaltiger Erzähler”, habe ich damals geurteilt. Nun wird also sein erster Roman veröffentlicht. Schon das Cover macht deutlich, dass Zartbesaitete von Bill wohl weiterhin die Finger lassen sollten. “Wo zur Hölle kommt dieser Kerl her? Geht ab wie ein verdammtes Raumschiff und erwischt einen hart wie der Stiel einer Axt am Hinterkopf”, soll auch Country-Noir Autor Donald Ray Pollock (Autor von “Knockemstiff”) laut Verlag über Bill gesagt haben.

(c) suhrkamp

(c) suhrkamp

Und ebenfalls am 21. Oktober erscheint mein letzter Tipp: “Abbey Road Murder Song” (suhrkamp) von William Shaw. Der Autor entführt in das London des Jahres 1968, das ganz im Zeichen der Beatles steht. Die Ermittlungen führen Detective Cathal Breen und seine Kollegin Helen Tozer vom Fan-Club der Fab Four zu einer Gerichtsverhandlung gegen John Lennon und zu George Harrisons Haus. Übersetzt wurde das Buch übrigens von Conny Lösch, was für mich wie eine Kaufempfehlung zählt. Sie hat etwa Don Winslow, Elmore Leonard und Howard Linskey übersetzt.

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