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Krimi-Bestenliste August: Ein Abgleich

(c) liebeskind

Bravo: Sechs von zehn Kriminalromanen der Krimi-Bestenliste August stammen aus der Feder/Tastatur von Autorinnen. Auf Platz eins hat Lisa McInerney ihre Kollegin Denise Mina abgelöst. Minas “Blut Salz Wasser” habe ich kürzlich beendet. Was soll ich sagen? Mina ist einfach gut. Mit einem sehr präzisen Blick für das Zwischenmenschliche.

Fein finde ich darüber hinaus, dass Joe Ide mit “Stille Feinde” der Einstieg in die Liste gelungen ist. Sein Debüt “IQ” war einer der besten Kriminalromane des Vorjahres. Melanie Raabes “Der Schatten” ist schon allein wegen des Settings in meiner Heimatstadt Wien interessant. So richtig reizt mich das Buch dennoch nicht, aber ich glaube über kurz oder lang führt an der Autorin kein Weg vorbei.

Was “Finsterwalde” von Max Annas betrifft, bin ich skeptisch. Konnte ich mit “Die Mauer” noch einigermaßen leben, war “Illegal” für mich eine Enttäuschung. Vielleicht bin ich ja naiv, aber mir ist dieses Szenario eines komplett nach rechts gerückten, kaum mehr demokratischen Europas (Schwarze werden zu Tausenden kaserniert etc.) zu übetrieben.

Die Liste im Überblick:

1. Lisa McInerney: Glorreiche Ketzereien (10)
2. Joe Ide: Stille Feinde (-)
3. Joyce Carol Oates: Pik-Bube (4)
4. Dominique Manotti: Kesseltreiben (2)
5. Melanie Raabe: Der Schatten (-)
6. Claudia Piñeiro: Der Privatsekretär (-)
7. Denise Mina: Blut Salz Wasser (1)
8. Gianrico Carofiglio: Kalter Sommer (-)
9. Tom Bouman: Im Morgengrauen (6)
10. Max Annas: Finsterwalde (-)

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