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Krimi-Bestenliste Februar: Ein Abgleich

(c) Dumont

Sieben Neueinstiege hat die Krimi-Bestenliste im Februar zu bieten. Auf Platz eins hat sich Oliver Bottini allerdings nicht verdrängen lassen. Doch bereits auf Platz zwei folgt Mike Nicol mit “Korrupt”. Ich weiß echt nicht, wie lange ich es mir noch leisten kann, nichts von diesem Autor gelesen zu haben.

Wie sieht es mit den weiteren Neueinstiegen aus? Von Dror Mishani habe ich “Die Möglichkeit eines Verbrechens” gelesen. Das Buch hat mir damals gut gefallen. Sein neuer Roman klingt aber ziemlich ähnlich, ich werde es daher eher nicht lesen.

Gelesen habe ich hingegen schon William Boyles “Gravesend” und Gerald Seymours “Vagabond”. Beide Bücher haben ihren Platz verdient, mehr dazu hier in Kürze.

Von Regina Nösslers “Schleierwolken” habe ich bislang überhaupt nichts mitbekommen, da muss ich mich gleich schlauer machen.

Tony Parsons “In eisiger Nacht” dürfte nun endlich mal kein klassischer Serienkiller-Thriller sein, daher könnte das durchaus interessant sein. Und Antti Tuomainens “Die letzten Meter bis zum Friedhof” hatte ich im Buchgeschäft schon in der Hand, ich habe es dann aber doch wieder zurückgelegt. Hmm, eine Fehlentscheidung?

Die Liste im Überblick:

1. Oliver Bottini: “Der Tod in den stillen Winkeln des Lebens” (1)
2. Mike Nicol: “Korrupt” (-)
3. Jan Costin Wagner: “Sakari lernt, durch Wände zu gehen” (2)
4. Volker Heise: “Außer Kontrolle” (7)
5. Dror Mishani: “Die schwere Hand” (-)
6. William Boyle: “Gravesend” (-)
7. Gerald Seymour: “Vagabond” (-)
8. Regina Nössler: “Schleierwolken” (-)
9. Tony Parsons: “In eisiger Nacht” (-)
10. Antti Tuomainen: “Die letzten Meter bis zum Friedhof” (-)

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Krimi-Bestenliste im Februar: Ein Abgleich

(c) Scherz

(c) Scherz

Die aktuelle Krimibestenliste bringt gleich sechs Neueinstiege und aus meiner persönlichen Sicht endlich auch wieder einmal mehr Lese-Übereinstimmungen als zuletzt. Ich habe hier bereits Jerome Charyns “Winterwarnung”, Liza Codys “Miss Terry”“Der anatolische Panther” von Andrè Pilz und Bernhard Aichners “Totenrausch” besprochen. Und in der Lektüre von Joe Ides außergewöhnlichem Kriminalroman stecke ich gerade!

Pilz hatte ich auf der Krimiliste sehr vermisst, umso mehr freut mich seine Berücksichtigung – noch dazu auf dem tollen fünften Platz. Vielleicht denkt die Jury ja auch noch über Horst Eckert (“Wolfsspinne”) nach, der meiner Meinung nach noch immer schwer unterschätzt wird.

“Der Vergewaltiger” von Les Edgerton ist jedenfalls auch fix eingeplant, obwohl ich jetzt schon weiß, dass das keine einfache Lektüre wird. Der Titel sagt eigentlich schon alles. Aber ich habe beschlossen, kein Pulp Master-Buch mehr auszulassen. Leser, die nur Rätselkrimis lieben, sollten davon definitiv die Finger lassen.

Ich wiederhole mich vermutlich: Aber auch diese Liste zeigt wunderbar, wie vielseitig das Krimi-Genre ist. Simple Wohlfühl-Krimis sind allerdings wieder einmal keine dabei.

Die Liste im Überblick:

1. Tana French: Gefrorener Schrei (4)
2. Jerome Charyn: Winterwarnung (-)
3. Paul Mendelson: Die Straße ins Dunkel (-)
4. Liza Cody: Miss Terry (2)
5. André Pilz: Der anatolische Panther (-)
6. Bernhard Aichner: Totenrausch (-)
7. Patrick McGinley: Bogmail (1)
8. Joe Ide: IQ (6)
9. Mark Douglas-Home: Sea Detective (-)
10. Les Edgerton: Der Vergewaltiger (-)

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KrimiZeit-Bestenliste im Februar: Ein Abgleich

(c) Heyne

(c) Heyne

Die letzten Tage war ich offline, daher war es auch hier still. Ich habe aber die Zeit genutzt, um mir mal ein paar Klassiker des modernen österreichischen Krimis zur Brust (das ist sogar wörtlich gemeint – ja, ich lese gern liegend, das Buch auf der Brust aufgestützt, aber das nur am Rande) zu nehmen: Wolf Haas, Stefan Slupetzky, Thomas Raab (einen Metzger, nicht “Still”) und Heinrich Steinfest. Dazu hier in Kürze mehr!

Nun aber zum eigentlichen Anlass dieses Beitrags. Während meiner Offline-Zeit ist die KrimiZeit-Liste für den Februar erschienen. James Lee Burkes “Regengötter” ist von Platz 1 gleich ganz aus dem Krimi-Ranking verschwunden. Dafür hat die Schottin Denise Mina mit “Das Vergessen” die Top-Position übernommen. Eine gute Wahl, wie ich hier demnächst schreiben werde. Dennis Lehane ist mit “The Drop” auf Platz drei eingestiegen – das konnte ich im ersten Moment gar nicht glauben, ich dachte, es handelt sich um einen Wiedereinstieg. Aber offenbar hatte es Lehane bisher tatsächlich nicht auf die KrimiZeit-Liste geschafft. Naja, das war dann also schon längst überfällig.

Was gibt es sonst zu sagen:

  • Jo Nesbos “Der Sohn” wurde mir erst kürzlich empfohlen. Das wäre eine gute Gelegenheit meinen blinden Fleck Nesbo zu beseitigen. Aber vielleicht hat ja jemand von euch einen Tipp, welcher Nesbo-Krimi tatsächlich unumgänglich ist.
  • Auf der Liste erwartet hätte ich mir Thomas Raabs “Still. Chronik eines Mörders”, aber vielleicht ist es dafür zu früh, da das Buch ja erst Mitte Jänner erschienen ist. Ich hoffe, dieses überall hymnisch besprochene Werk als Kontrast zu seiner Metzger-Reihe, die ja nun auch ins Fernsehen (“Der Metzger und der Tote im Haifischbecken” und “Der Metzger muss nachsitzen”) kommt, lesen zu können.
  • Beim Lesen des Verlagstextes von Jesper Steins “Weißglut” musste ich sofort an Nicoles Beitrag darüber denken, was sie nie wieder in Krimis lesen will (Stichwort: Der Ermittler, das Wrack): “… mit Vizekriminalkommissar Axel Steen geht es immer weiter bergab. Sein Haschischkonsum steigt, seine Todesängste fressen ihn auf und dann wird auch noch sein Intimfeind Jens Jessen, der neue Mann an der Seite seiner Exfrau Cecilie, in den Rang eines Polizeichefinspektors befördert und ist somit sein Chef. Erst ein neuer Fall, der ihn bis ins Mark trifft, reißt Axel aus seiner Lethargie: Nach einer Vergewaltigung werden DNA-Spuren gefunden, die zu dem Mord an Marie Schmidt vor vier Jahren passen; dem Mord, der Axels Ehe mit Cecilie ruinierte und beinahe das Leben seiner damals zweijährigen Tochter Emma gekostet hätte.” Viel mehr Wrack geht nicht. Und viel mehr persönliche Involvierung des Ermittlers – das wäre mein Wunsch an Krimiautoren, das doch endlich mal sein zu lassen – geht nun eigentlich auch nicht mehr. Denn das könnte nun mich zur Weißglut bringen (ich weiß, das war jetzt billig, aber so schön aufgelegt). Nahezu kein TV-Tatort kommt ohne diese Schiene aus. Ständig sind irgendwelche Verwandten oder Bekannten oder die Kommissare auf irgendeine Weise in die Fälle (mit Vorliebe irgendeine Beziehung zum Täter oder zum Opfer) selbst verstrickt. Für mich ist das mittlerweile ein starker Grund, die Finger von einem Krimi zu lassen – wenn nicht andere schwerwiegende Gründe dafür sprechen.

Die Liste im Überblick:

1 (2) Denise Mina: Das Vergessen
2 (-) Jesper Stein: Weißglut
3 (-) Dennis Lehane: The Drop – Bargeld
4 (-) Tana French: Geheimer Ort
5 (8) Oliver Harris: London Underground
6 (-) Norbert Horst: Mädchenware
7 (7) Andrew Brown: Trost
8 (-) Tony Parsons: Dein finsteres Herz
9 (9) Jo Nesbo: Der Sohn
10 (10) Nathan Larson: Boogie Man

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