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Die besten Krimi-Cover im März

(c) script5

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Welcher Krimileser kennt das nicht: Man hält ein Buch in Händen, das Cover sieht extrem ansprechend aus. Obwohl der Inhalt nicht so ganz überzeugt, lässt man sich doch von dem visuellen Reiz einlullen und greift zu. Das kann ganz schön schief gehen, manches erstklassige Buch habe ich dadurch aber auch schon entdeckt. Buch-Cover sagen schließlich viel über den Inhalt aus. Regio-Krimi-Fans werden nach anderen Kriterien durch Bücherregale schlendern als Hardboiled-Veteranen. Auch bei der allmonatlichen Krimi-Couch-Recherche ist angesichts der unglaublichen Publikationsflut das erste Ausschluss-Prinzip das Cover.

Ich möchte daher ab sofort jeden Monat jene drei Cover wählen, die mich am meisten angesprochen haben. Bedingung: Die Bücher müssen in diesem Monat erschienen sein. Ich will dazu auch immer erklären, was mich angezogen hat – obwohl immer werde ich das sicher nicht begründen können. Manchmal ist das ja einfach Gefühlssache…

Auftaktsieger ist “Dead Cat Bounce” vom Verlag script5. Und ohne dieses Cover wüsste ich wohl bis heute nichts von diesem Verlag, der laut Eigenangaben ein “neues Programm für junge Erwachsene” liefert. Und ganz so schlecht kann der Finanz-Thriller von Nic Bennett nicht sein, denn auch der #1-Hall-of-Fame-Rezensent bei Amazon.de gibt dem Werk fünf Punkte. Bei mir hat das Cover jedenfalls sofort Neugier geweckt.

(c) Dumont

(c) Dumont

(c) Dumont

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Auf Platz zwei landet “Galgenweg” von Brian McGilloway. Interessant hierbei: Die Taschenbuch-Ausgabe erscheint mit einem gänzlich anderen Cover als die Hardcover-Ausgabe (beide Verlag Dumont), die den Titel “Eine Leiche macht noch keinen Sommer” trug. Mit dem Grüne-Insel-Klischeebild ließen sich offenbar keine Leser anlocken. Die drei Nägel auf der Taschenbuch-Ausgabe strahlen bereits etwas Bedrohliches aus. Man erwartet sich einen harten Thriller, beim Hardcover hätte ich mir eher etwas in der Kategorie Inspektor Barnaby erwartet – ich hätte da wohl nie hingegriffen.

(c) Dumont

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Auf Platz drei landet “Eine süße Ewigkeit” von George Pelecanos. Auch dieses Buch ist im Dumont-Verlag erschienen. Die “Washington-Trilogie” ist in ihrer Neuauflage optisch äußerst ansprechend aufbereitet. Auch die beiden Vorgänger “Big Blowdown” und “King Suckerman” sehe ich mir gern in meinem Bücherregal an – im Gegensatz übrigens zu dem 2012 im rororo-Verlag erschienenen Thriller “Ein schmutziges Geschäft” desselben Autors. Das erinnert stark an die 1970er Jahre, aber das Buch spielt nicht einmal in dieser Zeit. Für mich ein Fauxpas.

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Krimis, die man 2013 lesen sollte (III)

(c) Kindler

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Gleich zu Monatsbeginn (1. März) lässt Sara Gran ihre unkonventionelle Ermittlerin Claire de Witt in “Das Ende der Welt” wieder von der Leine. Mal sehen, ob sie an das Vorgängerbuch “Die Stadt der Toten” – ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimipreis 2013 – anschließen kann. Erste Rezensionen zufolge dürfte es sich aber mehr um einen Drogentrip als einen Krimi handeln…

Nach “Im Eis” legt Melanie McGrath mit “Zeichen im Schnee” (8. März) den zweiten Teil ihrer Serie rund um Edie Kiglatuk, einer Inuk-Frau und erfahrenen Arktis-Jägerin, vor. Iihre Ermittlungen führen sie laut Verlagsinformation in den Umkreis der Protagonisten des Wahlkampfs um den Gouverneursposten von Alaska, der gerade erbittert geführt wird. Während sich Edie mächtige Feinde macht, ist Sammy auf seinem Schlitten in der Wildnis allein unterwegs – jedem Anschlag hilflos ausgeliefert. Nach einem tollen ersten Teil, sind die Hoffnungen auch hier groß.

Der Italiener Giancarlo De Cataldo erzählt mit “Der König von Rom” (11. März) die Vorgeschichte zu “Romanzo Criminale”, das ihn berühmt gemacht hat. De Cataldo ist Richter in Rom und beschreibt den Aufstieg des Chefs der berüchtigten Magliana-Bande, basierend auf Prozessakten.

George Pelecanos “Eine süße Ewigkeit” (11. März) ist nach den ersten beiden Bände “King Suckermann” und “Das große Umlegen” der Abschluss der neu aufgelegten Washington-Noir-Trilogie.

Persönlich besonders gespannt bin ich auf Ian Rankins “Mädchengrab” (11. März). Darin kehrt die Edinburgher Insepektoren-Legenden John Rebus wieder zurück. Statt untätig zu Hause herum zu sitzen, geht er aber in der “Cold Case”-Abteilung alten ungelösten Verbrechen nach. Ich oute mich: Für mich ist deshalb so interessant, weil es mein erster Rebus-Roman sein wird.

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