Tag Archives: Edgar Award

Gratulation! Edgar Award für Adrian McKinty

(c) Suhrkamp Nova

Die Edgar Awards 2017 sind vergeben worden. Als bester Kriminalroman wurde “Vor dem Fall” von Noah Hawley ausgezeichnet. Ich hatte vergangenes Jahr immer wieder überlegt, mir dieses Buch zuzulegen, es dann aber dann doch nicht getan. Das war offenbar ein Fehler. Mal schauen, ob ich demnächst doch noch dazu komme.

Als bester Krimierstling wurde “Under the Harrow” von Flynn Berry ausgezeichnet – und hat sich damit auch gegen die bereits auf Deutsch erhältlichen Krimis “IQ” von Joe Ide und “Drifters” von Nicholas Petrie (die Besprechung der beiden Bücher erfolgt hier in Kürze; Ide wäre auch preiswürdig gewesen) durchgesetzt. Auch Favorit Bill Beverly mit “Dodgers”, Gewinner des “Gold Dagger”, ging leer aus.

Besonders erfreulich: Adrian McKinty konnte mit “Rain Dogs” in der Kategorie “Best Paperback” gewinnen. Meine Besprechung folgt hier auch so rasch wie möglich.

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Steve Hamilton: Der Mann aus dem Safe

(c) Droemer

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Mit “Der Mann aus dem Safe” ist Steve Hamilton ein Hattrick gelungen: Er hat die drei begehrtesten Preise für Spannungsliteratur gewonnen: Edgar Award, Ian Fleming Steel Dagger Award und Barry Award. Und so viel sei vorab gesagt: Er hat es sich verdient. Das Buch rund um den 17-jährigen Schlosskünstler Michael ist ein Stück große Literatur. Michael ist nach einem traumatischen Erlebnis im Alter von acht Jahren verstummt. Seitdem hat er kein Wort mehr gesprochen. Dafür hat er ein Talent entdeckt: Türschlösser knacken. Beschrieben wird das fast wie eine Art von Kunst bzw. als sinnliches Erlebnis (der englische Titel “The Lock Artist” trifft es daher eigentlich viel besser). Als Verbrecher auf seine Fähigkeiten aufmerksam werden, steckt er schließlich in der Zwickmühle.

Hamilton erzählt die Geschichte des Außenseiters Michael angenehm unaufgeregt. Zu der überzeugenden Krimihandlung gesellt sich zudem eine außergewöhnliche und rührende Liebesgeschichte, die man nicht oft zu lesen bekommt. Vor allem nicht in dieser Kombination – und noch dazu hundertprozentig kitschfrei. Der stumme Michael findet seinen ganz eigenen Weg mit dem Mädchen seiner Träume zu kommunizieren – mehr soll hier nicht verraten werden.

Wer immer sich jetzt für “Der Mann aus dem Safe” interessieren sollte: Bitte nicht Klappen- und Rückentext des Verlages lesen! Darin werden Dinge herausposaunt, die im Buch erst sehr spät vorkommen – das kann den Lesespaß schon erheblich trüben.

In meinem fünf Worte umfassenden Fazit zitiere ich einfach krimiblog.de, weil es die Sache so perfekt auf den Punkt bringt: “Ein Schlüsselroman – im doppelten Sinne”.

9 von 10 Punkten

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