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15 Dinge, die nichts in einem Krimi verloren haben

(c) Suhrkamp Nova

(c) Suhrkamp Nova

Ich mag den irischen Autor Adrian McKinty, seit ich sein Buch “Der sichere Tod”, den Auftakt zu seiner sogenannten Dead-Trilogie, gelesen habe. Mit “Ein letzter Job” hat er mich voriges Jahr auch nicht enttäuscht. Er zählt zu jenen wenigen Krimiautoren, auf deren Neuerscheinungen ich wirklich schon warte. Und bald ist es so weit: Im Juni kommt “Der katholische Bulle”, Auftakt zu seiner Serie rund um Detective Sergeant Sean Duffy in die Buchgeschäfte.

Unabhängig davon schreibt McKinty einen der interessantesten Blogs, der von einem Krimiautor verfasst wird. Unter dem Motto “The Psychopathology of Everyday Life” lässt er seinen Gedanken freien Lauf – auch zu seinem Genre. Und da hat er nun in seinem aktuellen Beitrag wieder einmal ins Schwarze getroffen: Er zählt darin 15 Dinge auf, der er am liebsten aus der zeitgenössischen Kriminalliteratur verbannen würde:

1. Clever serial killers
2. Stupid serial killers
3. Child Murderers
4. Serial Rapists
5. Everything from Scandinavia
6. Torture Porn
7. Working class stereotypes
8. Architects
9. Gallery owners
10. Books with recipes
11. Detectives baffled by basic scientific facts/mathematics
12. Detectives who solve crimes with magic or fairy dust (Lizbeth Sallander, the BBC’s Sherlock etc.)
13. Detectives who solve crimes with cats
14. Cops who haven’t heard of Ernest Hemingway or other basic elements of contemporary culture (this is an extension of #7 above).
15. Super villains.

Vor allem bei den Punkten 1 bis 4, 6 und 15 spricht er mir total aus der Seele. Wenn ich Serienmörder höre, schrillen bei mir die Alarmglocken. Das war wohl auch ein Grund, warum es so lange gedauert hat, bis ich das erste Buch von Ian Rankin gelesen habe. Aber Rankin schreibt auch keine klassischen Serienmörder-Krimis, wie auch meine Besprechung von “Mädchengrab” zeigt. Mit dem ausgezeichneten “Das Schweigen der Lämmer” von Thomas Harris habe ich jedenfalls meinen persönlichen Serienmörder-Bedarf gedeckt. Zu Punkt 5: Irische und schottische Krimis ziehe ich Schweden-Krimis vor, mit denen ich noch nicht so richtig warm geworden bin – aber das ist halt Geschmackssache. Und diese Super-Bösen (Punkt 15) halte ich auch gar nicht aus. Das hat mir zuletzt auch das sonst ziemlich geniale “Das eiserne Haus” von John Hart ein wenig vermiest…

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Die Lieblingskrimis von: John Hart

(c) C. Bertelsmann

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John Hart hat sich zuletzt mit seinem Thriller “Das eiserne Haus” (2012) als geradliniger Erzähler offenbart, der sein Spannungshandwerk schlafwandlerisch gut beherrscht. Für seine Vorgänger “Das letzte Kind” (Steel Dagger Award, bester Thriller 2009; Edgar Award, bester Roman 2010; Barry Award, bester Roman 2010), “Der dunkle Fluss” (Edgar Award, bester Roman 2010) wurde er mit renommierten Krimi-Preisen ausgezeichnet. Sein Erstling “Der König der Lügen” war gleich für fünf begehrte US-Preise nominiert: Edgar-, Barry-, Anthony, Macavity- und Gumshoe-Award.

Umso spannender finde ich es immer wieder, zu erfahren, was Thriller-Experten wie er selbst gerne lesen. Diesmal bin ich beim Buchempfehlungs-Portal “Goodreads.com”, das übrigens soeben von Amazon gekauft wurde, fündig geworden.

John Hart bezeichnet fünf Thriller als Genre-überwindend:

  • Dennis Lehane: “Mystic River”
  • Scott Turow: “Aus Mangel an Beweisen”
  • Tim O’Brien: “Geheimnisse und Lügen”
  • John Grisham: “Die Firma”
  • Patricia Cornwell: “Post Mortem”

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