Simone Buchholz: Hotel Cartagena

(c) Suhrkamp

Mit “Mexikoring” hat Simone Buchholz den Deutschen Krimipreis 2019 gewonnen (und den Sprung auf die Liste meiner Lieblingskrimis des Jahres 2018 geschafft). Nun liegt mit “Hotel Cartagena” seit längerer Zeit ihr neuester Kriminalroman aus der Kultserie rund um die eigenwillige Staatsanwältin Chastity Riley vor: Sie wird mit ihren Freunden in einer Hotelbar als Geisel genommen.

Schräge, lebensechte Charaktere und ein feines Gespür für das Zwischenmenschliche kennzeichnen die Bücher der Autorin (sehr stark auch der Vor-Vorgänger “Beton Rouge”). Diesmal aber übertreibt sie es aus meiner Sicht mit ihrer Kapitalismuskritik, vor allem steuert sie ab der Hälfte – und das ist für ihre Romane untypisch – auf ein vorhersehbares Ende zu. Macht aber nichts, meine Vorfreude auf den nächsten Chastity-Riley-Krimi (“River Clyde”, erscheint im März 2021) ist jetzt schon groß.

7 von 10 Punkten

Simone Buchholz: “Hotel Cartagena”, Suhrkamp Nova, 229 Seiten.

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