Reinhard Kleindl: Stein

(c) Goldmann

Der österreichische Krimiautor Reinhard Kleindl tanzte bereits auf einer Slackline über die Victoriafälle. Wenn er in “Stein” über Angst schreibt, weiß er also, wovon er spricht. In dem Thriller geht es um einen Bankier, der viele Jahre zuvor entführt wurde und nun in einzelnen Körperteilen wieder auftaucht. Anja Grabner ermittelte ursprünglich in dem Fall, damals führten alle Spuren zu dem kleinen Ort Stein. Fünf Jahre später ist Anja zwar keine Polizistin mehr, aber immer noch auf der Suche nach der Wahrheit.

Mich hat der Thriller sehr an Kleindls österreichischen Kollegen Andreas Gruber (u.a. “Racheherbst”) erinnert. Kleindl mag im Vergleich noch ein wenig die Routine fehlen, aber das störte nicht unbedingt. Wer einen soliden Thriller erwartet, der wird mit “Stein” zufrieden sein. Mehr will das Buch auch nicht sein und von daher passt das ganz gut. Ich würde mir wünschen, dass sich die Figur der Anja Grabner in möglichen Folge-Bänden noch weiterentwickelt. Die Basis ist gut.

Mein größter Kritikpunkt: Dieses österreichische Kellerklischee (alles Böse scheint hierzulande dort stattzufinden) nervt mich schon etwas.

6 von 10 Punkten

Reinhard Kleindl: “Stein”, Goldmann Verlag, 447 Seiten, 10,30 Euro

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