Fünf Jahre crimenoir!

Fünf Jahre schreibe ich nun hier schon meine Gedanken über Kriminalliteratur nieder. Die Intervalle der Beiträge sind mit der Zeit größer geworden, aber ich habe beschlossen, dass das gut so ist. Bloggen soll Spaß machen.

Rückblickend muss ich sagen, dass das Krimijahr 2017 ein sehr gutes war, obwohl ich mir bis Mitte des Jahres nicht ganz so sicher war. Ein Hauptgrund: Tolle Krimis von Autorinnen. Dazu muss ich bekennen: Ich habe sehr lange vor allem Krimis von Autoren gelesen, bis ich mich irgendwann gefragt habe, woran das liegen mag. Vermutlich habe ich zu Beginn meiner Lesekarriere einfach die falschen “Frauenkrimis” (heute bin ich übrigens der Überzeugung, dass es sowas eigentlich gar nicht gibt – es gibt nur gute und schlechte Krimis) gelesen und dann fälschlicherweise die Finger davon gelassen. Aber wenn ich nun an die 2017 erschienenen und gelesenen Bücher von Monika Geier, Zoë Beck, Simone Buchholz, Clementine Skorpil und Alex Beer zurückdenke ( und hier sind nur die deutschsprachigen Autorinnen genannt), dann muss ich zugeben, dass das ein Fehler war. Diese abgebrühte männliche Sicht (ja, auch das ist sehr simpel verallgemeinernd) auf die Dinge ist manchmal auch ziemlich ermüdend.

Das Schöne: Ich fühle mich weiterhin als Suchender. Ich bin fasziniert davon, wie unterschiedlich all die Krimiautoren die Welt da draußen wahrnehmen. Auch alte, hundertmal erzählte Geschichten können durch neue Perspektiven ganz neu erscheinen. “Bios” von Daniel Suarez und “Fever” von Deon Meyer entführten mich wiederum in die Zukunft oder in postapokalyptische Welten. Die bereits erwähnte Alex Beer (“Der zweite Reiter”) nahm mich ebenso auf eine Zeitreise in die Vergangenheit mit wie Clementine Skorpil.

Ich hoffe auch, dass die Publikation von Gerald Seymours “Vagabond” keine Eintagsfliege bleiben wird. Dieser britische Autor politischer Thriller MUSS einfach weiter übersetzt werden.

Und auch 2018 wird ein gutes Jahr mit außergewöhnlichen Kriminalromanen werden, da bin ich mir sicher. Ich denke dabei – wahllos, wie sie mir gerade einfallen – etwa an folgende Bücher:

  • “Safe” von Ryan Gattis
  • “Dirty Cops” von Adrian McKinty
  • “Hologrammatica” von Tom Hillenbrand
  • “Die rote Frau” von Alex Beer
  • “Blut Salz Wasser” von Denise Mina

Und wenn ich allein die drei Frühjahrs-Neuerscheinungen des liebeskind-Verlags hernehmen, läuft mir das Wasser im Mund zusammen:

  • “Red Grass River” von James Carlos Blake
  • “Speicher 13” von Jon McGregor
  • “Der Wachmann” von Peter Terrin

Außerdem lebt der Polar-Verlag weiter und auch hier kündigen sich spannende Neuerscheinungen an, ebenso wie beim Kleinst-Verlag Pulp Master. Pendragon kümmert sich ohnehin um die Pflege wichtiger Krimiautoren und wartet auch mit neuen Stimmen auf. Der Alexander Berlin Verlag soll hier auch noch erwähnt werden.

Krimijahr 2018, lass uns beginnen 😉

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9 Comments

Filed under Krim(i)skrams

9 responses to “Fünf Jahre crimenoir!

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Fünften!

  2. Auch von mir noch Glückwünsche zum Fünfjährigen.
    Ich habe noch eine Frage zum Seymour, den du mir jetzt schmackhaft gemacht hast. “Vagabond” ist doch ein Stand Alone, den kann ich doch bedenkenlos lesen oder würdest du mir zum Einstieg etwas anderes empfehlen?

  3. Da komme ich ja gerade zum richtigen Zeitpunkt wieder aus der Versenkung:

    Lieber Peter,

    Gratulation zu 5 Jahren Crimenoir. Dein Blog ist (nicht nur für mich) eine Institution. Und egal wie groß die Intervalle in Zukunft aussehen – Gut Ding muss Weile haben. Ich warte gerne länger, wenn es sich wie her jedes Mal lohnt.

    Viel Spaß weiterhin & allzeit gute Lektüre
    Man liest sich
    Stefan

  4. Gratulation – bei mir sind es bald 9 Jahre Krimi schreiben. 🙂

  5. Herzlichen Glückwunsch zum 5er! Ich hoffe auf die nächsten 5 Jahre, denn ich lese hier gerne mit!

    Eigentlich wollte ich 2018 nutzen, um die letzten etwas versäumten Lesejahre nachzuholen. Aber bei all den angekündigten interessanten Neuerscheinungen, von denen ich viele, viele lesen will, wird das SuB-Lesen wohl etwas warten müssen. Scheint ein gutes Lesejahr zu werden :-).

    Dir weiterhin viel Spaß beim Lesen und Bloggen!

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