Claus Probst: Die Jagd

(c) Fischer Taschenbuch

“Die Jagd” von Claus Probst ist ein klassischer Thriller, der sich aber auch nicht allzu ernst nimmt. Das einzige, was der Autor ernst nimmt: Seine Leser zu unterhalten. Das ist ihm meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Das Buch ist schnell verschlungen, allerdings wirkt es auch nicht großartig nach. Was aber ebenfalls nichts macht, denn manchmal ist es einfach schön, durch ein Buch zu rasen. Ob es klug ist, Vergleiche mit “Breaking Bad” und “Jason Bourne” aufzudrängen? Ich glaube eher nicht. Da kann man nur verlieren. Aber irgendwie will der Verlag das Buch natürlich vermarkten.

Worum es geht? Als ein harmloser Typ Zeuge eines grausamen Verbrechens wird, gerät sein Leben aus den Fugen. Claus Probst macht daraus allerdings kein ernstes Stück Kriminalliteratur, sondern ein komisches. Nein, was da abgeht, ist nicht realistisch. Und: Ja, der Autor überzieht mit seinem lockeren, humorvollen Erzählstil mitunter.

Manche Dialoge, Szenen und Bilder sind echt gelungen. Manche dann wieder weniger. Gegen Ende geht ihm auch ein wenig die Luft aus. Der Schluss ist ohnehin auch ein Kapitel für sich, wobei das auch viel Geschmackssache ist. Aber wie gesagt: Die perfekte Lektüre für zwischendurch.

6 von 10 Punkten

Claus Probst: “Die Jagd”, Fischer Verlag, 344 Seiten.

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