KrimiZeit-Bestenliste August: Ein Abgleich

(c) Ariadne Kriminalroman

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Fünf der zehn Bücher der KrimiZeit-Bestenliste August habe ich bereits gelesen, ein weiteres ist Fixstarter auf meiner Leseliste, zwei weitere habe ich erst kürzlich bei meinen Krimitipps empfohlen. Aber alles der Reihe nach…

Wenig verwunderlich befindet sich Merle Krögers “Haverie” erneut auf Platz eins. Mein Tipp: Das wichtige Werk über das aktuelle Drama im Mittelmeer wird auch der Gewinner der KrimiZeit-Jahreswertung. Ebenfalls hier besprochen habe ich Don Winslows “Das Kartell”. Ein ebenfalls nicht zu unterschätzendes Buch über den Drogenkrieg, wenn auch nicht ganz so genial wie Winslows erstes Drogenepos “Tage der Toten”.

Ebenfalls gelesen, aber noch nicht besprochen (kommt alles in Kürze!): Newton Thornburgs erstmals in voller Länge übersetzter Krimiklassiker “Cutter und Bone”. Jeder, der sich wirklich für Kriminalliteratur interessiert, sollte sich das nicht entgehen lassen. Auch Gary Victors “Soro”, ein Kriminalroman, der in Haiti spielt, habe ich durchaus genossen, allerdings hat er mich nicht ganz so umgehauen wie die meisten Kritiker. Noch weniger begeistert hat mich allerdings diesmal der Grieche Petros Markaris. “Zurück auf Start” ist natürlich lesenswert, aber mir gleichen dann gerade seine Krimis zur aktuellen Griechenland-Krise doch allzu sehr.

Varennes und Mishanis Bücher habe ich hier im Mai und Juli empfohlen. Mishani möchte ich unbedingt noch lesen, Varenne lasse ich vorerst einmal bleiben. Der Grund ist vielleicht unverständlich: 560 Seiten sind mir im Moment einfach zu viel (nach Greg Iles’ 1000-Seite-Wältzer “Natchez Burning” und Winslows über 800-seitiges Drogendrama). Lieber lese ich jetzt mal wieder ein paar dünne Bücher mehr.

Dazu muss diesmal einfach auch Friedrich Anis “Der namenlose Tag” (302 Seiten) zählen. Ich weiß, es ist eine Schande, aber es wird meine Erst-Begegnung mit dem Autor sein – und ich gebe zu, ich bin fast ein wenig nervös. Kann sein neuer Ermittler mit seiner Kultfigur Tabor Süden mithalten? Was meinen die Ani-Kenner unter euch??

Die Liste im Überblick:

1 (1) Merle Kröger: Havarie
2 (-) Newton Thornburg: Cutter und Bone
3 (-) Friedrich Ani: Der namenlose Tag
4 (5) Gary Victor: Soro
5 (10) Antonin Varenne: Die sieben Leben des Arthur Bowman
6 (3) Don Winslow: Das Kartell
7 (8) Wu Ming: 54
8 (6) Carol O’Connell: Kreidemädchen
9 (-) Petros Markaris: Zurück auf Start
10 (-) Dror Mishani: Die Möglichkeit eines Verbrechens

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2 Comments

Filed under Krimi-Bestenliste

2 responses to “KrimiZeit-Bestenliste August: Ein Abgleich

  1. Ich merke, dass ich mich in letzter Zeit mit meinem SuB und Osteuropa beschäftigt habe – außer Merle Kröger habe ich nichts von der Liste gelesen. Mich würde mal eine Bloggermeinung zu Wu Ming interessieren, reizt dich das nicht?

    • Naja, du hast recht, das klingt mal wirklich nach einem Stück unkonventioneller Kriminalliteratur, mir ist momentan aber gerade eher nach konventioneller Genreliteratur zu Mute (der neue Aichner, Linskey) …

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