KrimiZeit-Bestenliste im November: Ein Abgleich

(c) Tropen

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Da bin ich zuletzt ja ganz gut gelegen: Franz Doblers “Ein Bulle im Zug” ist im November auf Platz eins der KrimiZeit-Bestenliste geklettert. Ich habe diesen Krimi abseits ausgetretener Pfade erst vor wenigen Tagen hier besprochen: “Dobler ist ein Meister der kleinen Szenen. Nicht selten hat er mich dabei zum Schmunzeln gebracht. Auch weil er so einen scharfen Blick hat – und ein immenses Gespür für Menschen und Situationen.”

Liza Codys (Platz 2) “Lady Bag” hat mich restlos umgehauen, wie ich auch vor nicht allzu langer Zeit geschrieben habe: “‘Lady Bag’ ist ein grandioses, realistisches, witziges, trauriges und berührendes Buch. (…) Noch nie zuvor habe ich die Welt von so weit unten gesehen.” Für mich gehört dieses Buch eigentlich auf Platz eins, wobei auch Doblers Krimi sehr gut war.

James Lee Burkes “Regengötter” (Platz 3) steht fix auf meiner Leseliste. Die geschlossen hymnischen Besprechungen machen mich echt schon neugierig. “Brennerova” von Wolf Haas hingegen steht momentan nicht am Krimi-Speiseplan, da werde ich hoffentlich bald einen anderen Brenner-Krimi vorziehen.

Was gibt es noch zu sagen?

Ian Rankins “Schlafende Hunde” hat Nicole auf ihrem Blog MyCrimeTime wenig begeistert.

Nic Pizzolattos “Galveston” hat mich überzeugt: “Pizzolatto hat schlicht einen sehr, sehr feinen Noir-Krimi geschrieben, der lange nachwirkt und ans Herz geht.”

Von Oliver Harris habe ich das Debüt “London Killing” gelesen, das mich phasenweise überzeugt hat, dessen Ende aber einen schalen Beigeschmack hinterlassen hat. Die Ausgangssituation von “London Underground” klingt allerdings spannend: Bei einer Verfolgungsjagd durch die Londoner City entdeckt Detective Nick Belsey einen Bunker und ein mysteriöses Tunnellabyrinth unter den Straßen der Stadt. Der Verdächtige verschwindet darin spurlos, aber der ungewöhnliche Ort bringt Belsey auf eine Idee: Am Abend verabredet er sich dort mit einer jungen Frau zu einem ganz besonderen Rendezvous. (Verlagstext) Marcus von Krimi-Welt schreibt dazu: “Und es ist schön zu sehen, dass Oliver Harris seit seinem Erstling „London Killing“ viel dazugelernt hat, was Erzählökonomie angeht. Auf jeden Fall muss er zu den größten Talenten der aktuellen britischen Krimiszene gezählt werden.” Also doch wieder reizvoll…

Von Daniel Suarez werde ich weiter die Finger lassen. Ich habe “Dark Net” von ihm gelesen und damals beschlossen, dass Suarez nicht mein Fall ist. Das war mir persönlich zu trashig.

Die Liste im Überblick:

1 (3) Franz Dobler: Ein Bulle im Zug
2 (4) Liza Cody: Lady Bag
3 (-) James Lee Burke: Regengötter
4 (2) Wolf Haas: Brennerova
5 (1) Orkun Ertener: Lebt
6 (-) Ian Rankin: Schlafende Hunde
7 (-) Max Annas: Die Farm
8 (5) Nic Pizzolatto: Galveston
9 (-) Oliver Harris: London Underground
10 (-) Daniel Suarez: Control

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2 Comments

Filed under Krimi-Bestenliste

2 responses to “KrimiZeit-Bestenliste im November: Ein Abgleich

  1. Hallo Peter!
    Ich habe 3 von der November-Bestenliste gelesen und alle haben mir auf eine bestimmte Art und Weise gefallen:
    Regengötter: Fand ich genial! Ein Lesehighlight des Jahres für mich.
    Brennerova: Inhaltlich nichts Besonderes, aber ich mag diesen Haas-Brenner-Stil.
    London Underground: Super Setting, Story okay.

    Ich glaube, so viele hatte ich noch nie von der Bestenliste geschafft ;-). Aber die November-Bestenliste trifft anscheinend auch meinen Geschmack.

    Liebe Grüße,
    bin schon gespannt, wie dir Regengötter gefallen wird,
    Iris

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