Krimis, die man 2013 lesen sollte (VII)

(c) Blanvalet

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Nachdem der Juni für mich ein absoluter Wonnemonat war, ist meine Juli-Liste, was Krimi-Neuerscheinungen betrifft, eher kurz. Mein erster Tipp bezieht sich auf ein Buch, von dem ich mir jetzt eigentlich nicht so viel erwarte, dass aber aufgrund seiner Entstehungsgeschichte sehr interessant ist: “Letzte Ruhe” (15. Juli). Geschrieben wurde dieser Krimi von 26 Autoren, darunter Jeffery Deaver, Kathy Reichs und T. Jefferson Parker. Im Vorwort wirbt David Baldacci: “Dieser Roman ist eine echte Besonderheit, weil Krimiautoren oft in sich gekehrte, paranoide und höchst unfreundliche Zeitgenossen sind, wenn es um ihre Arbeit geht.” Hier haben sie sich aber zusammengeschlossen.

Baldacci verweist auch darauf, dass die Geschichte mit einem Paukenschlag beginnt. Ich habe mir daher mal die ersten Zeilen durchgelesen und das klingt schon ziemlich gekonnt spannungserzeugend: “Es gibt immer diesen einen Fall. Diesen einen, der einem nachts den Schlaf raubt. Diesen einen Täter, der davongekommen ist.” Ja, da will man natürlich mehr wissen. Die Qualität der Autoren lässt auf alle Fälle hoffen. Ideal für den Strand!

(c) Goldmann

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Mich persönlich interessiert aber mehr Alice LaPlantes “Ich darf nicht vergessen” (15. Juli). Worum es geht? Ich will diesmal einfach den Verlagstext zitieren, weil der es gut auf den Punkt bringt: Amanda O‘Toole ist ermordet worden. Von ihrer rechten Hand wurden vier Finger fein säuberlich abgetrennt. Für ihre beste Freundin, die Chirurgin Jennifer White, wäre diese Art von Operation ein Kinderspiel. Aber Jennifer leidet an Demenz und weiß nicht mehr, was in der Nacht passierte, als Amanda starb. Immer öfter fehlen Jennifer die Erinnerungen, und immer öfter kann sie nicht einmal mehr sagen, wer sie selbst ist oder wem sie vertrauen kann. Sie will nicht vergessen, aber sollte sie es vielleicht besser?

Das klingt nach einem außergewöhnlichen Krimi. Mal sehen, ob LaPlante den hohen Erwartungen gerecht werden kann.

(c) Suhrkamp

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Buchtipp Nummer drei ist Walter Mosleys “Manhattan Fever” (15. Juli). Ich muss leider zugeben: Mosley ist – obwohl er den Klassiker “Teufel in Blau” geschrieben hat – ein blinder Fleck bei mir. Ich habe von ihm bislang nichts gelesen und angesichts der sich auftürmenden Krimis habe ich die Befürchtung, dass auch diesmal nichts daraus wird. Und vielleicht sollte ich die Leonid-McGill-Reihe auch von vorne starten und nicht mittendrin…

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2 Comments

Filed under Erste Seiten, Krimis, die man lesen sollte

2 responses to “Krimis, die man 2013 lesen sollte (VII)

  1. Ich würde empfehlen, die Leonid McGill-Reihe chronologisch zu lesen. Sicherlich lässt sich – wie bei jeder guten Reihe – jeder Teil auch einzeln lesen, aber nach meiner Meinung liegen die Stärken von Walter Mosley eher in der Charakterentwicklung als in den Fällen und da gehen gerade die schönen Nuancen und das sich langsame Anbahnen der verschiedenen Katastrophen etwas verloren.

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