Dennis Lehane gewinnt Edgar Award

(c) Harper

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Bereits im Jänner habe ich an dieser Stelle von den Nominierungen für den diesjährigen Edgar Award berichtet. Nun steht der Sieger in der Hauptkategorie fest: Dennis Lehane. Es hätte wohl kaum einen – ohne die anderen Spannungsautoren herabsetzen zu wollen – würdigeren Preisträger geben können. Verwunderlich ist eigentlich nur, dass es erst sein erster Edgar ist. Für “Gone, Baby, Gone” und “Mystic River” erhielt er zwar den ebenfalls begehrten Barry Award, aber erst mit seinem neuesten Werk “Live by Night” gelang ihm der Erfolg.

Drei seiner Bücher wurden übrigens erfolgreich verfilmt: “Gone, Baby Gone” (Regie: Ben Affleck, Hauptrolle: Casey Affleck), “Mystic River” (Regie: Clint Eastwood, Hauptrolle: Sean Penn) und “Shutter Island” (Regie: Martin Sorcese, Hauptrolle: Leonardo DiCaprio). Zudem schrieb Lehane drei Drehbücher für die US-TV-Serie “The Wire” (wofür er zweimal mit einem Edgar in der Kategorie “Best Television Feature/Mini-Series Teleplay” belohnt wurde). Der diesjährige Oscar-Gewinner Ben Affleck (“Argo”), der wie ja oben erwähnt bereits ein Lehane-Buch verfilmt hat, hat übrigens im Jänner bekanntgegeben, dass “Live by Night” sein nächstes Filmprojekt sein wird (mehr dazu…). Da darf man schon gespannt sein.

“Live by Night” spielt im Boston der 1920er Jahre, also mitten in der Prohibitionszeit. Nach seinem hochgelobten Krimi-Epos “Im Aufruhr jener Tage”, das nach dem Ende des Ersten Weltkriegs spielt, begibt sich der Autor also erneut auf eine Zeitreise. Der Verlag schreibt über das Buch: “Boston, 1926. The 20s are roaring. Liquor is flowing, bullets are flying, and one man sets out to make his mark on the world. Prohibition has given rise to an endless network of underground distilleries, speakeasies, gangsters, and corrupt cops. Joe Coughlin, the youngest son of a prominent Boston police captain, has long since turned his back on his strict and proper upbringing. Now having graduated from a childhood of petty theft to a career in the pay of the city’s most fearsome mobsters, Joe enjoys the spoils, thrills, and notoriety of being an outlaw. But life on the dark side carries a heavy price.”

Wer mehr darüber wissen will, wie Lehane so tickt, dem sei folgendes “New York Times”-Interview nahezulegen. Zur Autoren-Homepage geht es hier.

Und: Chris Pavone wurde für sein Erstlingswerk “The Expats” (“Die Frau, die niemand kannte”) ausgezeichnet.

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