Steve Hamilton: Der Mann aus dem Safe

(c) Droemer

(c) Droemer

Mit “Der Mann aus dem Safe” ist Steve Hamilton ein Hattrick gelungen: Er hat die drei begehrtesten Preise für Spannungsliteratur gewonnen: Edgar Award, Ian Fleming Steel Dagger Award und Barry Award. Und so viel sei vorab gesagt: Er hat es sich verdient. Das Buch rund um den 17-jährigen Schlosskünstler Michael ist ein Stück große Literatur. Michael ist nach einem traumatischen Erlebnis im Alter von acht Jahren verstummt. Seitdem hat er kein Wort mehr gesprochen. Dafür hat er ein Talent entdeckt: Türschlösser knacken. Beschrieben wird das fast wie eine Art von Kunst bzw. als sinnliches Erlebnis (der englische Titel “The Lock Artist” trifft es daher eigentlich viel besser). Als Verbrecher auf seine Fähigkeiten aufmerksam werden, steckt er schließlich in der Zwickmühle.

Hamilton erzählt die Geschichte des Außenseiters Michael angenehm unaufgeregt. Zu der überzeugenden Krimihandlung gesellt sich zudem eine außergewöhnliche und rührende Liebesgeschichte, die man nicht oft zu lesen bekommt. Vor allem nicht in dieser Kombination – und noch dazu hundertprozentig kitschfrei. Der stumme Michael findet seinen ganz eigenen Weg mit dem Mädchen seiner Träume zu kommunizieren – mehr soll hier nicht verraten werden.

Wer immer sich jetzt für “Der Mann aus dem Safe” interessieren sollte: Bitte nicht Klappen- und Rückentext des Verlages lesen! Darin werden Dinge herausposaunt, die im Buch erst sehr spät vorkommen – das kann den Lesespaß schon erheblich trüben.

In meinem fünf Worte umfassenden Fazit zitiere ich einfach krimiblog.de, weil es die Sache so perfekt auf den Punkt bringt: “Ein Schlüsselroman – im doppelten Sinne”.

9 von 10 Punkten

Advertisements

4 Comments

Filed under Awards, Rezensionen

4 responses to “Steve Hamilton: Der Mann aus dem Safe

  1. Ich habe es jetzt endlich geschafft, das Buch zu lesen und bin sehr, sehr begeistert. Was für eine tolle, kreative Geschichte und du hast absolut Recht, mit deiner Empfehlung, den Klappentext nicht zu lesen. Ich habe ihn erst nach der Lektüre gelesen und frage mich, wie der Verlag so etwas auf die Rückseite des Buches drucken kann…
    Beste Grüße

  2. Der Klappentext geht echt gar nicht. Ansonsten ein echtes Highlight, diese Story hat mich auch begeistert.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s